Brigitte Glaser - Kirschtote

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Kirschtote ist der zweite Teil einer Krimiserie um die Köchin Katharina Schweitzer, der im Schwarzwald spielt. Den ersten Teil kenne ich nicht, hatte aber keine Probleme damit, obwohl sich Katharina immer wieder an den vorangegangenen Mordfall erinnert und noch dabei ist ihn zuverarbeiten.


    Katharina Schweitzer ist Köchin und arbeitete zuletzt in Köln. Zur Zeit hilft sie im elterlichen Restaurant aus, weil ihre Mutter sich das Bein gebrochen hat. Neben ihrer Tätigkeit in der Küche muss sie sich auch noch um ihre recht eigenwillige Mutter kümmern. Zur Unterstützung hat sie einen Auszubildenden, Carlo, dessen Vater, ein Pizzeria-Besitzer, nicht sehr begeistert ist, dass sein Sohn zu exotischen Kreationen neigt.


    Sie trifft alte Schulfreunde wieder, unter anderem ihre Freundin Teresa, die inzwischen mit Konrad Hils verheiratet ist, der sich derzeit sehr in einer Bürgerinitiative engagiert. Er versucht den Bau einer riesigen Skihalle zu verhindern. Kein Wunder, dass da die Emotionen hochkochen. Schon bald findet Katharina ihn erschlagen in einem Steinbruch und kommt selbst nur knapp mit dem Leben davon. Und so beginnt sie ihre Nase in Dinge zu stecken, die andere lieber verborgen halten wollen.

    Unterstützt wird sie dabei von einer Freundin, Adele, einer bereits in Rente gegangenen Hebamme und sehr zu seinem Unwillen von FK, einer alten Jugendliebe, der inzwischen Lokalreporter ist. Ein Beruf übrigens, der so gar nicht zu ihm passen will, wie es den Anschein hat.

    Ermittelnder Beamter in dem Fall ist Kommissar Kuno Eberle, der es besonders Adele angetan hat. Was auf Gegenseitigkeit beruht. Aber auch Carlo kann etwas dazu beitun, wenn auch meist nur dadurch, dass er Katharina in der Küche ersetzten muss.


    Land und Leute sind in diesem Krimi genaus so wichtig wie die Verdächtigen. Wer also einen reinen Kriminalfall erwartet, ist vielleicht etwas enttäuscht. Mir gefiel dieser Mix sehr gut. Der Kirschbrand ist ein Thema, das sich durch das Buch zieht und auch für die Titelgebung verantwortlich ist. Nebenbei lernt man noch ein paar Brocken Alemannisch.

    Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Brigitte Glaser hat eine sehr ansprechende Art zu schreiben, die mir Land und Leute näher gebracht hat und ich bin schon sehr gespannt auf einen anderen Roman, den ich noch von ihr auf dem SuB habe, der mit dieser Serie nichts zu tun hat. Bühlerhöhe



    5ratten