Joey Graceffa - Elites of Eden

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Elites of Eden (Eden-Reihe Teil 2) von Joey Graceffa

    [Hier die Rezi zu Teil 1]


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    Über das Buch:

    Dieser dystopische Sci-Fi-Roman, welcher von vielen auch als YA-Roman eingestuft wird, ist der zweite Band der Eden-Trilogie. Er wurde im Herbst 2017 herausgebracht und zählt 276 Seiten. Der Autor Joey Graceffa ist sogenannter 'digital creator' und produziert unter anderem Serien für die Plattform Youtube.


    Inhalt gemäß Amazon:

    "Yarrow gehört zur Elite: reich, königlich, für Großes bestimmt. Sie ist die Tochter einer der mächtigsten Frauen in Eden. In der exklusiven Oaks-Internatsschule macht sie das Leben für jeden, der dumm genug ist, ihren Weg zu kreuzen, miserabel. Ihr Leben ist eine wilde Party nach der anderen ... bis sie ein faszinierendes Mädchen mit lila Haaren namens Lark trifft.


    Und dann gibt es da Rowan, die sich ihr ganzes Leben lang versteckt oder davongerannt ist. Als illegales zweites Kind in einer streng regulierten Welt ist ihre Existenz eine Bedrohung für die Gesellschaft, die mit dem Tod bestraft wird… oder noch schlimmer. Nachdem ihr Vater seine Familie betrogen und die Regierung ihre Mutter getötet hatte, entdeckte Rowan eine ganze Stadt voller Menschen wie sie. Sicher in einem unterirdischen Zuflucht, die auch den letzten lebenden Baum auf der Erde beschützt, fand Rowan Freundschaft und vielleicht noch mehr in einem furchtlosen Helden namens Lachlan. Aber als sie von der Regierung gefangen genommen wird, ist ihr Schicksal ungewiss.

    Wenn diese beiden Mädchen das entdecken, was sie zusammenhält, könnte sich das Zusammenstoßen der Erinnerungen ihr Leben drastisch ändern - und Eden wäre dann womöglich nie wieder dasselbe."



    Stil und Meinung

    Wenn man Band 2 dieser dystopischen Reihe aufmerksam zu lesen beginnt, weiß man, dass das Buch nahezu übergangslos an Teil 1 anknüpft. Welches Geheimnis Yarrow in sich trägt - ohne es zu wissen - wird relativ schnell klar.

    Der Schreibstil ist wie in Band 1 fließend und zuweilen poetisch. Ein paar unnötige Wiederholungen haben mich gestört, das ist wohl Geschmackssache. Auch merkt man immer wieder, welche Floskeln und Wort-Kombinationen der junge Autor besonders gerne mag. Aber arg schlimm ist das nicht.


    Inhaltlich fand ich, dass es flott vorwärts ging und die Figuren ihrem Charakter gemäß gehandelt und sich trotzdem neuen Erkenntnissen angepasst - will sagen weiterentwickelt - haben.

    Besonders schön fand ich, dass der Roman viele unterschiedliche wichtige Themen angesprochen hat, ohne dass diese zu sehr in den Fokus gerückt wurden. Philosophische Themen wie "Gut vs. Böse", "Haben wir wirklich einen freien Willen?", "Steckt in uns allen etwas Böses?", "Ist der Mensch an sich gut?", "Kann man wirklich verzeihen?" ziehen sich durch den Roman, werden aber nie direkt angesprochen und überladen somit nicht den Plot. Das hat mir gut gefallen.

    Man könnte sagen, dass es ein wenig schade ist, wenn alle Antagonisten sich am Ende als mögliche 'gute' Figuren entpuppen. Aber das ist wohl Ansichtssache und das wurde m. M. n. auch nie explizit gesagt - es ist eigentlich lediglich Rowans Meinung. Man könnte es auch als Hinweis darauf verstehen, dass der eigentliche Antagonist die vom Menschen geschaffene Intelligenz ist, aus der Eden besteht...



    Alles in allem fand ich den Roman gelungen und freue mich auf den letzten Band der Reihe.

    Ich gebe 4 Ratten.


    4ratten