HP7: Abschnitt 2: S.92 (Kapitel: Der Ghul im Schlafanzug) bis S.182

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Balena.

  • Hier dürft ihr alles diskutieren, was euch zum zweiten Abschnitt einfällt. Der Abschnitt reicht in der klassischen deutschen Ausgabe von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes von S.92 (Kapitel: Der Ghul im Schlafanzug) bis S.182


    Bitte denkt an die Spoilermarkierungen, wenn ihr Dinge ansprecht, die erst in späteren Abschnitten auftauchen.

  • Der Beginn dieses zweiten Abschnittes ist ein Mix aus Trauer, Furcht und Freude. Dass sie Mad-Eye Moodys Leiche nicht bergen konnten, finde ich traurig, so können sie ihn nicht einmal beerdigen. Außerdem, wie man an Ron sieht, bleibt so ein klitzekleiner Zweifel, ob er wirklich tot ist. Die Ungewissheit ist oft schwerer zu ertragen.


    Die Vorbereitungen für die Hochzeit laufen und auch hier zeigt sich, dass der Stress größer ist, als er zu Friedenszeiten wäre, da extra Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen, die alles erschweren. Nicht, dass Mrs. Weasley nicht auch unter normalen Bedingungen einen hohen Stresslevel hätte. ;-) Für sie kommen zusätzlich die Sorgen um Ron, Harry und auch Hermione hinzu, als sie erfährt, dass die drei nicht nach Hogwarts zurück kehren werden. Zum einen ist sie besorgt, weil sie ihre Ausbildung nicht abschließen werden (das war ja schon im fünften Band ihre große Sorge, als Fred und George Hogwarts verlassen haben), zum anderen hat sie verständlicherweise Angst um die drei, denn drei frisch volljährig gewordene Zauberer allein in einer immer gefährlicher werdenden Welt... Die Maßnahmen, die sie ergreift, damit die drei möglichst nicht abhauen können, haben mich lächeln lassen, auch wenn sie wohl Mrs. Weasleys Verzweiflung entspringen: Alle drei so stark beschäftigen (an unterschiedlichen Orten), dass sie einfach keine Zeit haben, etwas zu planen.


    Als die drei dann doch mal alleine sind, versucht Harry natürlich noch einmal, seinen Freunden klar zu machen, dass die Jagd nach den Horcruxen seine Sache ist und sie nicht mitkommen müssen. Doch die beiden zeigen, warum sie seine besten Freunde sind und dass sie ganz genau wissen, worauf sie sich einlassen. Hermiones Geschichte ist herzzerreißend. Wie viel Mut und Kraft es wohl erfordert, sich selbst aus dem Leben ihrer Eltern zu streichen. Rons Geschichte ist dagegen eher witzig, auch wenn es ebenfalls zeigt, wie sehr er um die Gefahren, auch für seine Familie, weiß. Dass Mr. Weasley dabei hilft, den Ghoul zu verwandeln, ist für mich ein weiterer Beweis, wie großartig er doch ist. Er hat tiefes Vertrauen in Dumbeldore und auch in die Fähigkeiten seines Sohns und Harry.


    Wunderbar - und ein wirklicher Grund zum Feiern - war Harrys Geburtstag und ich habe lachen müssen, als er voller Begeisterung einfach drauf los zaubert! :-D Ich kann ihn aber verstehen, ich glaube, ich hätte das auch so gemacht. ;-) Das Geschenk von Molly und Arthur hat mich sehr berührt. Sie sehen Harry wirklich als einen Sohn an und er scheint es genauso zu empfinden, auch wenn er es nicht mit Worten ausdrücken kann - dafür aber mit einer Umarmung.


    Rons Geschenk war echt der Knaller. :rotfl:Jetzt wird auch klar, warum er sich plötzlich wie ein Gentleman verhält und so aufmerksam Hermione gegenüber ist. :-D Ginnys Geschenk ist ganz besonders und stürzt Harry in ein Gefühlschaos. Eine Beziehung aus reinen Vernunftgründen zu beenden, muss unglaublich schwer sein, da die Gefühle ja nicht einfach verschwinden und Ginny geht es da ähnlich. Die beiden tun mir sehr leid, auch wenn ich Ginnys Stärke unglaublich bewundere! Schade, dass die Party durch Srimgeour gesprengt wird, der Harry, Ron und Hermione das aushändigt, was Dumbledore ihnen hinterlassen hat. Zum großen Ärger des Ministers erfährt er aber dadurch nicht, was die drei vorhaben und vor allem, was Dumbledore vorhat. Allerdings wissen auch die drei Freunde nicht, was es damit auf sich hat - und wir als Leser tappen genauso im Dunklen.


    Auf der Hochzeit selbst erfahren wir einige interessante, wenn auch jetzt noch nicht ganz verständliche, Dinge: Zum einen das Zeichen, das Lunas Vater um den Hals trägt. Laut Krum ist es Grindelwalds Zeichen und das hat mich verwundert. Luna hat ja eine sehr entschiedene Einstellung gegen die schwarzen Künste, so dass ich mich nicht vorstellen kann, dass ihr Vater diesen aufgeschlossen gegenüber steht - ansonsten hätte er wohl nicht das Interview mit Harry im fünften Band gedruckt. Wahrscheinlich ist es so, wie Harry sagt: Lunas Vater wird das Zeichen für etwas ganz anderes halten, weil er sozusagen der Esoteriker unter den Zauberern ist.

    Die anderen interessanten Dinge betreffen Dumbledore, über dessen Familie man noch auch nicht die besten Details verrät. Ich habe mich anfangs gefragt, warum Harry so verzweifelt die Wahrheit wissen will und nicht einfach auf seinen Instinkt vertraut. Schließlich weiß er besser als die meisten anderen, wie sehr Rita Skeeter die Wahrheit verdrehen kann, und auch Auntie Muriel ist ja nun nicht die netteste aller Personen. Manchmal muss man einfach vertrauen, ohne alles bis ins kleinste Detail zu kennen. Doch nach einigem Nachdenken kann ihn verstehen: In dieser völlig verrückt gewordenen Welt braucht er Sicherheit - Sicherheit, dass Dumbledore der Mann war, für den er ihn gehalten hat. Schließlich begibt er sich wegen Dumbledore auf eine Art Selbstmordmission, in dem er die Horcruxe jagt und versucht, Voldemort zu töten. Alles, was er hat, ist Dumbledores Wort, dass das der einzige Weg ist. Was ist, wenn nun Dumbledore nicht der Mensch ist, für den Harry ihn gehalten hat? Wie kann Harry dann diesen Anweisungen und Aussagen noch trauen?


    Die Hochzeit findet ein tragisches und abruptes Ende, als die Death Eater auftauchen. Immerhin können die drei fliehen und dank Hermiones Voraussicht und ihren Zauberkünsten haben sie alles wichtige dabei. Nur leider sind sie auch mitten im Muggle-London nicht sicher. Wie zur Hölle haben die Todesesser die drei so schnell gefunden? Ach ja, und warum sagt Hermione, dass sie noch nie einen Vergessenszauber gezaubert hat, wenn sie das doch bei ihren Eltern gemacht hat?


    Letztendlich landen die drei wieder im Haus am Grimmauld Place, das Harry ja gehört. Bleibt zu hoffen, dass die Verzauberungen gegen Snape auch wirken. Immerhin erhalten sie die beruhigende Nachricht, dass die Weasley-Familie in Sicherheit ist. Da ist nicht nur Ron erleichtert, sondern auch Harry. Hier zeigt sich, dass er sich der Familie zugehörig fühlt, als er zu Ron sagt: "Es ist deine Familie, ich würde genauso fühlen" und sich dann in "Ich fühle es genauso" ändert.


    Ich finde diesen Band beim lesen immer wieder sehr spannend und komplex. Das gefällt mir richtig gut. :-)


    Liebe Grüße

    Larna

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Einen Ghul für Ron auszugeben ist eigentlich eine komische Sache. Aber es zeigt auch, wie verzweifelt die Lage ist, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss. Ich würde nie erwarten, dass die Todesser darauf hereinfallen, auf der anderen Seite gönnen sie den Weasleys aber nur oberflächliche Blicke, weil sie sie so sehr verachten. Von daher ist der Plan vielleicht doch nicht so schlecht.


    Das Ende der Hochzeit fand ich sehr dramatisch. Alle müssen fliehen, ohne zu wissen ob ihren Lieben auch die Flucht gelingt. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schrecklich das für jeden Einzelnen sein muss.


    Harrys steht vor einer riesigen Aufgabe. Ich finde seine unerschüttliche Treue zu Dumbledore bewundernswert, besonders wo er jetzt die vielen unterschiedlichen Informationen über ihn gelesen hat und sie noch nicht richtig zuordnen kann.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Einen Ghul für Ron auszugeben ist eigentlich eine komische Sache. Aber es zeigt auch, wie verzweifelt die Lage ist, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss. Ich würde nie erwarten, dass die Todesser darauf hereinfallen, auf der anderen Seite gönnen sie den Weasleys aber nur oberflächliche Blicke, weil sie sie so sehr verachten. Von daher ist der Plan vielleicht doch nicht so schlecht.

    Und sie haben sich eine höchst ansteckende und offensichtlich gefährliche Krankheit ausgesucht (wie heißt die eigentlich auf Deutsch?), so dass die Todesser bestimmt nicht scharf darauf sind, mehr als eine Blick in das vermeintliche Krankenzimmer zu werfen.


    Harrys steht vor einer riesigen Aufgabe. Ich finde seine unerschüttliche Treue zu Dumbledore bewundernswert, besonders wo er jetzt die vielen unterschiedlichen Informationen über ihn gelesen hat und sie noch nicht richtig zuordnen kann.

    Ich glaube schon, dass er zeitweise zweifelt, aber hat auf der anderen Seite keinen anderen Ansatzpunkt, als das, was Dumbledore ihm aufgetragen hat. Es muss wirklich hart für ihn sein.

    Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern (Indira Ghandi)

  • Larna dass Harry zweifelt, schließe ich auch nicht aus. Trotzdem hält er an seinem Vorhaben fest, das bewundere ich.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Ich finde die Idee mit dem Ghoul so großartig größenwahnsinnig. Wenn das je rauskommt...


    Ich glaube Harry ist sich bewusst, Dumbledore hätte ihn nie gefragt, wenn er eine andere Lösung gesehen hätte. Ich denke für ihn ist es auch das Gefühl wirklich etwas tun zu können. Er weiß, wenn er die Horkruxe findet kann er wirklich etwas bewirken und muss nicht tatenlos zu sehen, wie weiter Menschen die ihm wichtig sind sterben müssen.

  • Ich glaube Harry ist sich bewusst, Dumbledore hätte ihn nie gefragt, wenn er eine andere Lösung gesehen hätte.

    Ich bin mir da nicht mehr sicher. Auf der einen Seite vertraut Harry Dumbledore immer noch blind. Auf der anderen Seite erkennt er aber auch, dass der ihm nie wirklich alles erzählt hat. Ich habe das Gefühl, dass ihn das verunsichert und auch ab und zu zweifeln lässt.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Dass sie Mad-Eye Moodys Leiche nicht bergen konnten, finde ich traurig, so können sie ihn nicht einmal beerdigen.

    Das ist ein Punkt der mich immer ein wenig gewundert hat. Schon bei Sirius Tod. In beiden Fällen hatten sie keinen Leichnam, können also verständlicherweise keine richtige Beerdigung abhalten aber ich hab nie verstanden wieso sie nicht eine Art "Verabschiedung" oder wie immer man es nennen mag, gemacht haben.

    Ich meine den Orden des Phönix gibt es schon länger und ich nehme mal an auch in der Vergangenheit und beim früheren Kampf gegen Voldemort gab es Todesfälle bei denen man keinen Leichnam hatte. Das war sicher kein Einzelfall. Trotzdem könnte man doch eine Zelebration/Feier/Abschieds-Gedenken oder etwas in der Richtung abhalten. Um sich gemeinsam zu erinnern, zu trauern und zu verabschieden. Ich würde meinen das wäre besonders für die Jüngeren sehr wichtig aber auch bei den Auroren wundert es mich, dass sowas anscheinend gar nicht üblich ist.


    Dass Mrs.Weasley alles versucht um die drei daran zu hindern an ihrem Plan zu basteln, passt zu ihr. Sie hat so viele Menschen um die sie sich sorgt und dann wollen die drei Jungen auf eine geheimnisvolle Mission. Man spürt ihre Verzweiflung.

    Hermiones Geschichte ist herzzerreißend. Wie viel Mut und Kraft es wohl erfordert, sich selbst aus dem Leben ihrer Eltern zu streichen.

    Oh ja, das trifft mich jedes Mal beim Lesen. Man erkennt, dass sie sich wahrhaftig mit allem auseinander gesetzt hat, sich der Gefahr bewusst ist und sich keiner Illusion hingibt. Das muss ein schrecklicher Moment für sie gewesen sein. Und vermutlich war sie auch noch alleine dabei, oder? Tapfere Hermine.

    Bewundernswert wie sicher sich Ron und Hermine in ihrer Entscheidung sind. Da ist kein Zögern, kein Zweifel, sie stehen zu Harry und werden ihn bei seiner Aufgabe begleiten, komme was wolle. Als Hermine meint, sie "haben das bereits vor Jahren entschieden" - uff, Gänsehaut.

    Als die drei darüber sprechen, wo sie überhaupt nach ihrer Abreise anfangen sollen, wird einem richtig bewusst, dass ihnen eine riesige Aufgabe bevorsteht und wie schwierig das Unterfangen sein wird.


    Dazwischen erlebt Harry kurze Einblicke in Voldemorts Geist. Gut, er kennt das mittlerweile schon, trotzdem muss das extrem belastend sein. Ich glaub übrigens ich hätte nicht gewusst woher wir Gregorowitch schon kennen.

    Harry feiert Geburtstag! Sehr berührend dass Mrs. Weasley ihm die Uhr schenkt, ein richtig emotionaler Moment der zeigt, dass sie füreinander Familie sind.

    Rons Geschenk war echt der Knaller. :rotfl: Jetzt wird auch klar, warum er sich plötzlich wie ein Gentleman verhält und so aufmerksam Hermione gegenüber ist.

    Geniales Geschenk! Ich war überrascht, dass die Zwillinge Ron so ein Buch schenken. Süß wie Ron das Buch anscheinend wirklich aufmerksam liest und sich die Tipps zu herzen nimmt.

    Ginny und Harry verhalten sich meiner Meinung nach echt erwachsen, kein Drama, keine Tränen und trotzdem ist es ein trauriger Moment des Abschieds.

    Einen kleinen Rückblick an Hagrids ersten Aufrtitt gibt es auch: Harry "Hast du nicht die Haustür eingeschlagen, Dudley ein Schweineschwänzchen verpasst und mir gesagt, dass ich ein Zauberer bin?" :breitgrins: die guten alten Zeiten!


    Das Ministerium zeichnet sich auch in diesem Moment nicht gerade aus, denn Scrimgeours Auftritt ist wenig sympathisch. Toll wie Hermine alles durchschaut und vor Konfrontation nicht zurück schreckt und schließlich hat auch Harry genug von Scimgeours Art.

    Mit dem Nachlass von Dumbledore hatte ich nicht gerechnet und mit den 3 Dingen konnte ich nicht allzu viel anfangen. Kurz dachte ich der Schnatz würde sich vielleicht doch öffnen.

    Babbelhäschen und sein schnatternder Stummelschwanz ist ein toller Titel :elch:


    Dass sie trotz allem eine Hochzeit feiern, ist okay. Ich finde nur so eine große Hochzeit mit so vielen Gästen ziemlich (unnötig) riskant. Cool dabei wiederum ist, dass man ein paar alte Gesichter wiedertrifft! Zum Beispiel taucht plötzlich Krum auf. Und Harry erkennt woher er den Namen Gregorowitch kennt. Ich fand die ganzen Hinweise und das Rätselraten rund um die Zauberstäbe immer spannend.

    Herrlich wie Luna Harry trotz Verwandlung ohne Probleme erkennt! Sie ist echt klasse!

    Tantchen Muriel ist wirklich ne Nummer für sich und hat für jeden ein schnelles Urteil zur Hand. Das Gespräch zwischen ihr und Elphias Doge wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet und der arme Doge wird im wahrsten Sinne von ihrem Redefluss überrollt. Insgesamt ist es verwirrend, ernüchternd, mysteriös und stressig für Harry.

    Ich glaube Harry ist sich bewusst, Dumbledore hätte ihn nie gefragt, wenn er eine andere Lösung gesehen hätte. Ich denke für ihn ist es auch das Gefühl wirklich etwas tun zu können. Er weiß, wenn er die Horkruxe findet kann er wirklich etwas bewirken und muss nicht tatenlos zu sehen, wie weiter Menschen die ihm wichtig sind sterben müssen.

    Ich denke auch, dass er unbedingt "etwas" tun möchte, handeln anstatt abwarten. Und da ist die Suche nach den Horkruxen eigentlich die einzige Wahl die er hat. Wie Kirsten glaube ich auch, dass er von den vielen neuen Informationen über Dumbledore verunsichert ist. Ich kann nachvollziehen, dass er zunehmend durcheinander ist und auch, dass er verlässliche Informationen möchte. Er hat Dumbledore immer blind vertraut und jetzt muss er sich zum ersten Mal fragen ob an all dem ein Funken Wahrheit dran sein könnte.

    Mich persönlich hat die geheimnisvolle Ariana immer interessiert. Ich denke die Erwähnung von Godric's Hollow hat das Fass für Harry zum Überlaufen gebracht. Dass sie beide mal an diesem Ort lebten und er nichts darüber wusste, das hat ihn getroffen.


    Der silberne Luchs verwandelt die Partystimmung schließlich in Panik. Hermine übernimmt die Leitung und die drei flüchten. Puh, gerade als man denkt sie können durchatmen werden sie von den Todessern angegriffen, das hat mich schon erschreckt, wie schnell die da waren, wie sie die drei finden konnten. Da hat man plötzlich das Gefühl man wäre nirgendwo sicher. Ihr Puls muss rasen.

    Schade, dass sie die zwei Todesser nicht irgendwo einsperren können (zum Beispiel als Frettchen in einem Zoo oder dergleichen). So kommen sie früher oder später doch wieder zurück.


    Trotz des Risikos wählen sie den Grimmauldplatz, wieder ein altbekannter Schauplatz. Und wieder eine Erinnerung an Verstorbene - zuerst MadEyes Zauber, und dann Dumbledores vertraute und doch veränderte Gestalt, das geht ins Herz. Harry kommt immer noch nicht zur Ruhe, wieder spürt er Voldemorts Zorn und sieht im Geist den Todesser und Draco. Ein intensives, aufreibendes Kapitel.

  • Harry feiert Geburtstag! Sehr berührend dass Mrs. Weasley ihm die Uhr schenkt, ein richtig emotionaler Moment der zeigt, dass sie füreinander Familie sind.

    Die Szene fand ich auch ganz besonders schön und berührend. Wie Molly Harry die Uhr überreicht und dabei etwas verlegen erzählt, jeder in der Familie hätte zur Volljährigkeit eine Uhr geschenkt bekommen, und Harry sie dann spontan in den Arm nimmt. So schön und schlicht geschrieben, ohne viele Worte - und doch so zu Herzen gehend.


    Und von der Geburtstagstorte in Form eines goldenen Schnatzes hätte ich auch gern ein Stück! :elch:

  • Ich find ja auch so witzig, welche Mühe sich Mrs. Weasley gibt die drei voneinander fern zu halten. Es ist so süß von ihr, ich denke im Grunde weiß sie, daß es nicht wirklich etwas bringen wird. Aber ich finde es auch so rührend, daß sie sich immer wieder auch für Harry und auch Hermione in der Verantwortung sieht.

  • Ja, ich denke auch Mrs. Weasley ist wohl realistisch genug um zu wissen, dass sie die drei nicht wirklich von ihrem Unterfangen abbringen kann. Vielleicht hat sie ja kurz daran gedacht, dass Haus mit einem Zauber zu belegen und die drei zu Hause zu unterrichten, wer weiß 8o

    Nein, im Ernst, sie tut halt ihr Bestes um ihre Schäfchen sicher zusammen zu halten. Ich mag die eine Szene in der die drei endlich einen gemeinsamen Moment ergattert haben, im Zimmer Pläne schmieden und dann kracht urplötzlich die erzürnte Mrs. Weasley herein :D Ron rutscht vor Schreck aus und kracht gegen die Wand, Harry hechtet zu seinem Zauberstab, herrlich!

  • Dass sie trotz allem eine Hochzeit feiern, ist okay. Ich finde nur so eine große Hochzeit mit so vielen Gästen ziemlich (unnötig) riskant.

    Bei so einer großen Familie kann es einfach keine kleine Hochzeit geben ;-) Außerdem finde ich die Idee, mit der Hochzeit gerade jetzt etwas Freude aufleben zu lassen, schön.

    Tantchen Muriel ist wirklich ne Nummer für sich und hat für jeden ein schnelles Urteil zur Hand.

    Damit erinnert sie mich an Harrys Tante, die Harry aufgebläht hat (den Namen habe ich gerade nicht zur Hand?()


    Ein intensives, aufreibendes Kapitel.

    Das ist es wirklich. Die drei müssen ständig über die Schulter schauen... da können sie nicht zur Ruhe kommen.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Ich finde die Hochzeit ist die perfekte Überleitung. Man fragt sich ja, wie geht es los und wie schaffen es Harry, Ron und Hermione zu verschwinden, ohne das Mrs. Weasley das ein weiteres Mal zuverhindern versucht. Das Chaos während der Hochzeit ist die ziemlich glaubwürdige Möglichkeit. Niemand hat Zeit und Ruhe nach den drein zu sehen und dadurch dient es auch als Schutz vor den Todessern, weil diese sich natürlich auch erst orientieren müssen. Außerdem erspart man sich so auch auch irgendwelche weiteren Abschiedszenen, die eventuell kitschig werden könnten.

    Auch hier wird so die Gefahr deutlich, niemand ist sicher, selbst mit all den Schutzzaubern nicht. Vor allem sieht man auch hier nebenbei, dass das Ministerium ganz schöne Macht hat, wer es auf seine Seite zieht, hat entscheidende Vorteile.

  • Damit erinnert sie mich an Harrys Tante, die Harry aufgebläht hat (den Namen habe ich gerade nicht zur Hand?()

    Tante Magda, im Original Marge - ja, da besteht tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit! :evil: Äußerlich wohl eher nicht, aber dieses genüsslich Gehässige...

  • Ja, da hast Du Recht; Tante Magda ging es tatsächlich in erster Linie ums sadistische Auf-Harry-Rumhacken.

    Ich finde dennoch, hinter dieser Klatschsucht von Tantchen Muriel steckt auch eine ganz schöne Portion Gehässigkeit und Selbstgerechtigkeit. Eben so eine typische Haltung von Leuten, die Gerüchte über Promis lesen und sich dann hämisch darüber auslassen. Damit meine ich nicht Kritik als solches, sondern diese Art "Hähähä, hab ich doch schon immer gewusst, dass der/die..." etc.

    (Ich gestehe, dass ich mich selbst auch nicht immer ganz davon freisprechen kann...)

  • Balena

    Eher wie Petunia also die in Band 5 gebannt alles liest, was über die Scheidung eines Promipärchens bekannt wird und gleichzeitig immer behauptet, das sie ja gar nicht verstehen könne, wen das interessieren soll. Sobald der Fall in den Nachrichten breit getreten wird.

    Ich habe immer den Eindruck dass solche Nachrichten und Sensationen einen Teil dessen sind, was wir heute als Ventil benutzen. Ich hab schon öfter gelesen und gehört das es bei solchen Lästereien ja auch immer irgendwie darum geht, sich selbst aufzuwerten und besser zufühlen. Nicht mal bösartig in dem Sinne, weil das auch Unterhaltend wirkt. Also man hat ein gemeinsames Thema und fühlt sich darin dann in einer Gemeinschaft in Abgrenzung zu den Personen um die es geht. Und auch in der Aufwertung das man es ja schon immer gewusst habe, damit gerät man dann nicht in Erklärungsnot. Im Fall von Dumbledore ist denke ich auch eine Gewisser Neid dabei, in dem offen gelegt wird das jemand so brilliantes wie er auch einfach ein normaler Mensch ist,kann man seine Taten abwerten und sich selbst gleichzeitig in einem besseren Licht betrachten. Obwohl man vielleicht weiß, das man auch nicht besser war und sich keineswegs um die Ereignisse im Vorfeld gekümmert hat. Das man vielleicht auch irgenwie mitschuldig ist. Denn vieles wäre ja gar nicht erst passiert oder zumindest anders gewesen, wenn die Zauberergemeinschaft gegenüber allem was nicht der Norm entspricht so feindsehlig und ausgrenzend reagiert hätte.