Anna Fischer - Herz im Schneegestöber

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    „Es ist schließlich Weihnachten“


    Es sind nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Umweltaktivistin Josie Olsen ist auf dem Weg von Hamburg zur Farm ihrer Eltern in Woodland, USA. Der Flug von New York nach Denver ist überbucht. Sie hat das große Glück und bekommt ein Upgrade in die Businessclass. Hier trifft sie auf den attraktiven, gestressten Finanzexperten für Superreiche und Workaholic Adam Harper, und damit zwei Welten aufeinander. Als der Jahrhundertschneesturm Ebos den Flugverkehr lahmlegt, die Beiden aber unbedingt weiter wollen bzw. müssen, beschließen sie, die Weiterreise zusammen zu unternehmen. Was sie sich damit antun, kann niemand ahnen...



    Von Denver durch die Rocky Mountains nach Salt Lake City, dann mit dem Bus nach Twin Falls und weiter in einem Truck, der sie allerdings durch die Nacht nicht nach Seattle sondern nach Calgery bringt. Bis auf eine Familie, die ihnen alles raubt, was sie im Leihwagen bei sich hatten, lernen die Beiden die unterschiedlichsten Menschen kennen und schätzen. Mir persönlich hat Edward „Eddy“ Brantford sehr gut gefallen, der durch die Beiden etwas von seiner Steifheit verliert.

    Die anderen Personen, besonders natürlich Josie und Adam, aber auch die drei Obdachlosen Rita, Pablo und Ernest, die Amish-Familie und Margaret Ellerbee habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Alle sind sehr gut vorstellbar und menschlich, mit ihren Ecken und Kanten und ihren so verschiedenen Lebenslinien gezeichnet. Als Adam über seine Kindheit und seine damaligen Weihnachten als 10jähriger erzählt, hätte ich ihn gerne in den Arm genommen und feste gedrückt.


    Anna Fischer hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt. Leicht und locker führt sie mich durch die Seiten. Ich bin schnell mittendrin an Josies Seite und kann die verschiedenen Handlungen der Protagonisten sehr gut nachvollziehen. Sie beschreibt die verschiedensten Gefühle so eindringlich, dass auch bei mir beim Lesen die Emotionen hoch kommen und das ein oder andere Tränchen fließt.


    Eine wunderbare Liebesgeschichte, die so dramatisch beginnt, Josie und Adam sich schleichend immer näher kommen und sich dann in einem wunderschönen Happy End endlich gestehen können, dass sie ohne den anderen nicht mehr sein wollen. So schön.


    An diese gemeinsame turbulente Reise werden die Beiden noch lange denken.


    Sieben Tage bei einem Jahrhundertschneesturm durch die USA und Kanada. Eine Odyssee und ein Abenteuer, am Boden, zu Wasser und in der Luft, humorvoll, voller Gefühl, warmherzig und durch die Landschaftsbeschreibungen sehr interessant und abwechslungsreich.


    Eine tolle Geschichte, die sich die volle Punktzahl von 5 Sternen absolut verdient hat.


    5ratten