Kelly Barnhill - Das Mädchen mit dem Herz aus Gold

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    Für Märchenfans ein Muss!


    Klappentext

    „Die allerwichtigste Eigenschaft von Märchenprinzessinnen ist es, schön zu sein (was für ein Unsinn!). In dieser Geschichte jedoch ist alles anders. Prinzessin Violet ist vieles: großherzig, mutig und gerecht. Nur schön ist sie nicht. Böse Zungen streuen Zweifel: Kann ein solches Mädchen die rechtmäßige Prinzessin sein? Eines Tages entdeckt Violet im Schloss eine geheime Kammer. Seit ewigen Zeiten schlummert hier ein verbotenes Buch. Wer es liest, weckt ein böses Wesen auf: den Nybbas. Violet kann der Magie des Buches nicht widerstehen und befreit den Nybbas aus seinem Gefängnis. Er bietet der Prinzessin einen Handel an: ewige Schönheit gegen einen klitzekleinen Gefallen. Als ob so etwas jemals gut gegangen wäre …“


    Gestaltung

    In dieses Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich finde es wunderschön, wie der Drache den Titelschriftzug umgibt und wie detailliert er gezeichnet ist. Jede einzelne Schuppe ist zu sehen! Das Mädchen auf seinem Rücken passt gut zum Titel und Buchinhalt und vor dem grauen Hintergrund mit dem Mond kommt sie gut zur Geltung. Das Farbspiel aus Schwarz, Grau und Gold mag ich unheimlich gerne, weil so der Blick auf den Titel, den Drachenkopf und das Mädchen gelenkt wird.


    Meine Meinung

    Das Cover weckte meine Neugierde, die der Klappentext dann noch mehr anfachte, denn in „Das Mädchen mit dem Herz aus Gold“ geht es um Violet, die einzige Tochter und Erbin des Königs von Andulanien und eine nicht ganz so typische Prinzessin. Violet ist liebenswert, freundlich und mutig, nur leider nicht hübsch. Dabei ist dies eine Eigenschaft, die jede Prinzessin haben muss! Als sie ein geheimes Zimmer mit einem Buch findet, bietet sich ihr eine Chance: durch das Buch erweckt sie den Nybbas, der ihr im Tausch für einen Gefallen ewige Schönheit anbietet. Ob das gutgeht?


    An den Schreibstil von Kelly Barnhill musste ich mich tatsächlich erst etwas gewöhnen. Manchmal sprach die Autorin die Leser direkt an, aber generell erzählte sie ihre Geschichte wie eine Art altes Märchen. So wirkte die Sprache auf mich teilweise etwas geschwollen und angestrengt, bis ich mich eingefunden und daran gewöhnt hatte. Grundsätzlich fand ich diesen Stil für die Geschichte nicht schlecht, da „Das Mädchen mit dem Herz aus Gold“ eine Geschichte über Bücher und die Macht des geschriebenen Wortes ist.


    Mir gefiel dieses Märchenhafte an der Geschichte sehr gut, denn es war beim Lesen so als würde ich ein altes Märchen lesen, das mir bisher aber noch völlig unbekannt war. Das Flair und die Atmosphäre, die damit einhergingen, fand ich sehr ansprechend, denn wie es für Märchen typisch ist, ist auch diese Geschichte teilweise recht düster. Dennoch ist das Buch aber auch kindgerecht, sodass die Altersempfehlung von 10 Jahren in meinen Augen stimmig ist.


    Wie es sich für ein gutes Märchen gehört, gibt es auch tolle Zauberwesen wie einen Drachen oder den Nybbas. Aber auch liebevolle Figuren gehören dazu, die sich in diesem Buch ebenso wiederfinden. Allen voran Violet, die einfach eine von Grund auf gute Seele ist. Violet ist herzensgut und doch nicht fehlerlos, denn sie lässt sich vom Nybbas täuschen und geht mit ihm einen Handel ein. Mir gefiel es dabei richtig gut, dass sie aber im Verlauf der Handlung dazu lernt.


    Diesbezüglich hält die Geschichte auch eine schöne Botschaft für die Leser parat, die zeigt, dass es nicht das Äußere ist, auf dass es ankommt, sondern dass die inneren Werte entscheidend sind. Dabei klingt diese Botschaft immer wieder zwischen den Zeilen an, während der Leser gemeinsam mit Violet das Abenteuer ihres Lebens erlebt. Die Handlung hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich manche Entwicklung etwas vorhersehbar fand. Das Ende konnte mich sehr zufrieden stimmen und mit einem sanften Lächeln Violets Geschichte abschließen lassen.


    Fazit

    Wer Märchen liebt, der sollte sich „Das Mädchen mit dem Herz aus Gold“ nicht entgehen lassen! Hier gibt es nicht nur einen Drachen, sondern viele andere Dinge, die für ein gutes Märchen wichtig sind: eine herzensgute Prinzessin, eine düstere Atmosphäre und einen Bösewicht, den das Gute besiegen muss! Dabei musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, der allerdings wie die Faust aufs Auge zur Geschichte passt, da er an den Stil alter Märchen erinnert.

    4 von 5 Sternen!


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    Einzelband