03 - Seite 174 (Wolfenfeen) bis Seite 259

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Bleibt gesund!

Zum Thema COVID19 darf ab sofort ausschließlich in diesem Thread geschrieben werden!

Es gibt 67 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von LizzyCurse.

  • Ich habe mir eine Decke umgelegt, denn ich friere, bei Frühlingstemperaturen.


    Mailín ist wirklich ein mutiges Mädchen und Brigitta ist ebenso mutig und klug. Alle drei Mädchen bilden also eine Einheit und es ist interessant wie Eismund das sieht, als Herz, Hirn und Hand.

    Wer ist hier wer. Eismund ist scheinbar von der Liebe enttäuscht, vielleicht von Silja? War sie seine Liebe und hat ihn enttäuscht? Gibt es da Missverständnisse? Ist sie mit seiner Hilfe geflohen und hat ihn zurückgelessen (vielleicht, ohne es zu wollen) und er ist dann als Verräter gezeichnet worden? Sie aber denkt, er hat sie verraten?


    Ich hatte schon den Verdacht, dass es mal wirklich fröhliche Feste gab, aber der König nicht mehr an diesen Festen teilnehmen kann und diese nun eben nur noch nach Protokoll geführt werden? Was wenn Eismund der Winterkönig ist, aber nicht schuld an alle dem was Schlimmes passiert?

    Ich mag die Vorstellung nicht, dass der Winterkönig böse sein soll.


    Aber überall sonst sind sie hinterlistig und böse.

    Nein, Nixen sind nicht nur bei Disney nett, schließlich ist die Geschichte nicht von Disney, sondern von Andersen.

    Diese Ungeheuer als Nixen habe ich erst in der heutigen Fantasy kennengelernt und ich glaube sogar bei Nina. Selbst wenn sie Menschen umbringen, dann eigentlich nur durch ihren Gesang und ihre Schönheit.

    Hier in der Geschichte sehe ich sie als Teil der Natur, die einfach auch fressen müssen.

  • Ich frage mich, ob Eismund vielleicht nur warnen wollte? Ich frage mich, was nun mit Rún ist? Warnt er oder droht er? Hoffentlich wird sie nicht auch geholt.


    Ich bin wirklich gespannt, wie es hier weiter geht. Ob es eine Chance gibt, dass die eingeschlossenen wieder auftauen?

  • Aber überall sonst sind sie hinterlistig und böse.

    Nein, Nixen sind nicht nur bei Disney nett, schließlich ist die Geschichte nicht von Disney, sondern von Andersen.

    Ich habe ja auch von mir gesprochen und von dem was ich bis jetzt gelesen oder gesehen habe. Ich kann unmöglich jedes Buch kennen das mit Nixen zu tun hat.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • Entschuldige, geht nicht gegen Leute, die Andersen nicht kennen, sondern gegen Disney, die noch nicht mal erwähnen in ihren Büchern von wem die Originalgeschichte ist. So hat mein Sohn mir nicht geglaubt, dass das Dschungelbuch von Kipling ist.

  • Entschuldige, geht nicht gegen Leute, die Andersen nicht kennen, sondern gegen Disney, die noch nicht mal erwähnen in ihren Büchern von wem die Originalgeschichte ist. So hat mein Sohn mir nicht geglaubt, dass das Dschungelbuch von Kipling ist.

    Ich kenne Andersen, aber mal ehrlich, seine Märchen deprimieren total. Bei seinem Mädchen mit den Schwefelhölzern zum Beispiel habe ich als Kind heulen müssen, und danach auch noch schlecht geträumt.

    Disney benutzt vielleicht die Rahmen der Märchen, sie machen aber glücklich machende Geschichte daraus, die mit dem Original nur noch entfernt etwas zu tun haben. Das machen Autoren auch, sie lassen sich inspirieren und ich finde das vollkommen in Ordnung so.

    Letzte Woche saß ich mit meinen Mädchen im Kino und wir haben die Eiskönigin geschaut und wir hatten großen Spaß. :)

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

    Einmal editiert, zuletzt von nanu?! ()

  • Habe ja nichts dagegen, aber Man sollte das Original benennen "Nach einer Geschichte von..."gläubige Menschen ist das Mädchen ja bei Gott angekommen. Da ich nicht an Gott glaube war ich auch immer sehr traurig. Aber es gab sie, die vielen Kinder, die kein Weihnachten hatten und es gibt sie noch heute. Insofern finde ich es nicht schlimm, wenn man Weihnachten auch mal traurig ist. Ich finde sowieso nicht, dass es ein sehr lustiges Fest ist. Leider fehlt die Erhabenheit des Winters ...

  • Ich kenne Andersen, aber mal ehrlich, seine Märchen deprimieren total.

    Ich kannte als Kind nur wenige Märchen von ihm - Die kleine Meerjungfrau (traurig am Ende, aber faszinierend), Das hässliche Entlein (fand ich schön und hoffnungsvoll), die Schneekönigin (klar, ich glaube, die kennt jeder) und Däumelinchen (war ich froh, dass sie den Maulwurf nicht heiraten musste. ;)) Viele seiner Kunstmärchen sind aber, glaube ich, eher für Erwachsene nachvollziehbar. Dennoch liebe ich seine Märchen und spiele gerne mit diesen Motiven. In Lillesang hatte ich der kleinen Meerjungfrau deshalb auch einen versöhnlichen "Biographiedreh" verpasst - natürlich mit Hinweis im Nachwort.

  • Habe ja nichts dagegen, aber Man sollte das Original benennen "Nach einer Geschichte von..."

    Die Schüler sind immer völlig perplex, wenn ich bei den Lesungen erkläre, dass Arielle eine Adaption ist. ;)

  • Habe ja nichts dagegen, aber Man sollte das Original benennen "Nach einer Geschichte von..."

    Die Schüler sind immer völlig perplex, wenn ich bei den Lesungen erkläre, dass Arielle eine Adaption ist. ;)

    Schade, dass Märchen immer mehr aus der Mode kommen. Sie sind doch die Fantasy von gestern. :) Ich hatte in letzter Zeit auch mehrmals Debatten darüber, ob Märchen wirklich zu brutal für Kinder sind. Ich finde, wenn sie mit dem Eltern gelesen / vorgelesen werden sind die meisten durchaus Kindertauglich. Es geht ja meist mehr um Gut oder Böse, um Gott oder die Liebe oder andere Grundsätzliche Dinge, die Kinder durchaus verstehen. Und auch der kleine Grusel ist für die meisten Kinder eher spannend als bedrohlich. Viel netter geht es in vielen Kinderfilmen und Kinderserien auch nicht zu und in Märchen sind die Rollen meist viel klarer verteilt.

    Ich finde es schön, wenn Kinder die alten und die neuen Geschichten kennen.

    :lesen:





  • Okay, da hast Du vielleicht recht. Aber wie gesagt, mit dem Eltern zusammen und einem Gespräch über den Inhalt der Märchen kann ich sagen, meinen Söhnen hat es überhaupt nicht geschadet und sie sind nicht in alte Geschlechterrollen verfallen. Liegt sicher auch daran, dass die Mama ihnen da was anderes vorlebt. Aber Fantasy-narrisch sind sie wie ich. :D


    So ein paar Märchen machen noch kein falsches Rollenverhalten, denke ich. ;)

    :lesen:





  • gagamaus Nein, aber im Zusammenhang schon, sie werden ha nicht im Luftleeren Raum erzählt. Gerade z. B. das Mädchen darin oft passiv sind und die Jungen aktiv macht sehr wohl etwas mit beiden Seiten. Vorallem wenn dann die allgemeinen gesellschaftlich anerkannten Muster dazu kommen. Märchen reproduzieren das und damit wird das indirekt als normal und richtig so gezeigt.

    Deshalb ist es mir auch so wichtig das Frauwnfiguren in Romanen differenzierter dargestellt werden. Deshalb finde ich die drei hier im Roman so toll. Weil sie sich nicht in Klischees verfangen, eine aktive Rolle einnehmen und auch auf Augenhöhe agieren.

  • Also ich weiß nicht, ob das wirklich so viel ausmacht. Wenn ich jetzt mal von mir selber ausgehe, ich bin mit Märchen aufgewachsen - und den ganzen ollen Kamellen (wobei auch Pipi Langstrumpf dazu gehörte) - habe immer die alten Filme geliebt (Western z.B.), in denen das alte Rollenverhalten meist vorgelebt wurde (wobei ich Katherine Hepburn schon immer Klasse fand) und habe auch eine Mutter, die glücklich im alten Rollenklischee gelebt hat (Hausfrau und Mutter). Ich glaube, sehr wichtig war, dass ich mich frei entwickeln durfte. Also meine eigenen Wünsche entdecken und diese dann auch in Angriff nehmen. Niemand hat mich eingeengt, niemand hat mich zurückgehalten oder gesagt, das dürfen Mädchen nicht. Schlimmer als die alten Bücher finde ich, was heute in den Medien (Germanys Topmodel etc.) und der Gesellschaft allgemein vorgelebt wird. Das sind keine Geschichten mit Gut und Böse und der Gute gewinnt sondern hier gewinnen die Hübschen, die Reichen, die Angepassten. Und nicht Tapferkeit, Mut und Gewitztheit führen zum Sieg, sondern wer die Schnellste und Beste ist. Und wenn man schaut, was Mädchen heutzutage gerne lesen, dann kommen da auch moderne Prinzessinnen und Prinzen vor und böse Schwiegermütter. Aber oft fehlt denen der Charme, den viele der alten Mären für mich noch hatten.


    Dass die Frauenfiguren in normalen Romanen dringend mehr Mädels wie Mailin, Toma oder Mia;) brauchen, da hast Du aber so was von Recht. 8o

    :lesen:





  • Ich habe vergangenes Jahr ein Märchenbuch geschenkt bekommen, da hatte ich nach drei Märchen die Nase voll. Die Autorin war der Meinung, dass alle Frauen gut und alle Männer Schweine sind und hat die Märchen dementsprechend umgeschrieben. Sie meinte, in den alten Märchen seien die Frauen immer die Bösen Hexen und die Männer die guten Ritter. Sie hat die guten Feen vergessen und die eitlen Könige und Prinzen.


    Wenn man alte Märchen erzählt, sollten sie so bleiben wie sie sind, denn es ist Geschichte und Denken der Menschen dieser Zeit verankert. Längst sind nicht alle Frauen dabei das schwache Geschlecht. Interessant ist es zum Beispiel bei russischen Märchen, in denen die Frauen meist stark sind. Sie kämpfen wie Löwen für ihre Kinder und teilweise auch in Ritterrüstungen. In einem (arabisch beeinflussten) Märchen wettet die Frau des Padischahs, dass eine Frau der Reichtum des Mannes ist und geht daraufhin zum ärmsten Mann im Ort als dessen Frau und sorgt dafür, dass aus dem Bettler ein reicher Mann wird. Ich habe Märchenbücher gesammelt und es gibt auch bei den alten Märchen so viele Unterschiede. Bis hin zu Tuwinischen Märchen, die noch grausamer sind als die Grimmschen. Nicht zu vergessen die Göttersagen. Wenn man andere Märchen erzählen will, dann gibt es genug neue. Aber will ich auf die Hauff-Märchen verzichten? Schon gar nicht auf die tollen Verfilmungen. Und ja, Kinder wollen sich gruseln. Wenn ich meine 3jährigen gefragt habe, welches Märchen sie hören wollen, dann stand an erster Stelle immer "Die sieben Geislein" (naja, nach dem Grüffelo :) )

  • Also vom Gruselfaktor her verdamme ich Märchen auf jedenfall nicht. Ich glaube als Erwachsener sieht man da viel rationaler drauf und denkt gerne mal, Kinder werden traumatisiert dadurch, aber eigentlich zeigen sie js oft das es doch a Hoffnung gibt, selbst wenn etwas ausweglos erscheint.

    Ich fand den Gruselfaktor schon sehr cool als Kind. ^^

  • Viele meiner Kolleginnen geben als Grund, warum sie Märchen ihren Kindern nicht mehr vorlesen an, dass sie zu gruselig/brutal werden (Hexe in den Ofen etc.). :/

    :lesen:





  • Naja, es gibt wirklich Kinder, die Mitleid mit der Hexe haben. Mein Enkel war mit mir das erste Mal in der Hänsel und Gretel- Oper, die hier in Leipzig sehr schön inszeniert wird und der Ofen explodiert geradezu. Als sich dann alle verbeugten atmete mein Enkel hörbar aus und meinte er sei aber froh, dass die Hexe noch lebt.

  • Naja, es gibt wirklich Kinder, die Mitleid mit der Hexe haben. Mein Enkel war mit mir das erste Mal in der Hänsel und Gretel- Oper, die hier in Leipzig sehr schön inszeniert wird und der Ofen explodiert geradezu. Als sich dann alle verbeugten atmete mein Enkel hörbar aus und meinte er sei aber froh, dass die Hexe noch lebt.

    Das find ich schön, dass ein Enkel so viel Empathie hat. :love:


    Ich suche ja bei den "Bösewichten" auch immer nach Positivem. Und freue mich, ehrlich gesagt, wenn auch der Autor da was angelegt hat. So ein bisschen grau zwischen schwarz und weiß.

    :lesen: