Mattias Edvardsson - Der unschuldige Mörder

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    Als Zack bei der Zeitung seinen Job verliert, zieht er zurück zu seiner Mutter und will ein Buch schreiben. Es soll dabei um seinen Freund Adrian gehen, der zusammen mit ihm und zwei anderen Studenten das Kernstück des literarischen Studiums waren und dabei den Erfolgsautor Leo Stark kennenlernen durften. Dieser ist vor 12 Jahren verschwunden und Adrian saß wegen Mordes 8 Jahre dafür in Haft.

    Das Cover des Buches ist typisch für einen Skandinavien-Krimi und passt daher gut zum Buch, ist aber jetzt nicht wirklich außergewöhnlich.Interessant ist, dass das Genre am Cover einfach mit "Roman" angegeben wird, wo es sich eigentlich doch um einen Krimi handelt.

    Ebenso interessant ist, dass dieses Buch im Gegensatz zu anderen "Schweden-Krimis" kaum düster ist, was aber nicht stört.

    Es ist im deutschsprachigen Raum der zweite Roman des Autors, der mit "Die Lüge" einen großen internationalen Erfolg verbuchen konnte. In Schweden ist dies allerdings sein 1. Buch, das 2016 erschienen ist.

    Und in einigen Bereichen merkt man ihm auch das Debüt an. In einigen Kritiken stand, dass "Die Lüge" um Welten besser sei. Da ich seinen Bestseller noch nicht gelesen habe, kann ich dies nicht beurteilen, allerdings konnte mich dieses Buch doch ausgezeichnet unterhalten.

    Der Schreibstil des Autors wirkt - passend zum Thema - teilweise sehr literarisch. Die Charaktere und Orte werden perfekt dargestellt. Die Spannung zieht sich das ganze Buch über auf hohem Niveau.

    Der deutsche Titel wurde brillant gewählt und sagt schon viel über das Buch aus.

    Ausgezeichnet gefiel mir auch, dass die Geschichte aus der Sicht von Zack geschrieben ist und man daher auch als Leser nie mehr weiß als Zack, der hier ja "ermittelt". Genauso brillant fand ich die Erzählweise in 2 Zeiten, wobei die Vergangenheit Zacks Buch war.

    Fazit: Solider Krimi, der mich gut unterhalten konnte. 4,5 von 5 Sternen

  • Broschiert: 459 Seiten

    Verlag: Limes Verlag (4. November 2019)

    ISBN-13: 978-3809026846

    Originaltitel: En nästan sann historia

    Übersetzung: Annika Krummacher

    Preis: 15,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Fesselnd, hat aber auch Längen


    Inhalt:

    Lund, 1996. Vier junge Leute freunden sich in einem Kurs für Literarisches Schreiben an. Sie lernen den berühmten Schriftsteller Leo Stark kennen und geraten in seinen Bann. Eines Tages verschwindet Leo, und obwohl keine Leiche gefunden wird, wird Adrian wegen Mordes zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.


    Jahre später verliert der Journalist Zack seinen Job. Um Geld zu verdienen, will er einen Roman über den Fall Leo Stark schreiben in dem festen Glauben, dass sein damaliger Freund Adrian unschuldig ist. Doch bei seinen Gesprächen mit den ehemaligen Freunden stößt er auf Widersprüche und auf absolut Unerwartetes.


    Meine Meinung:

    Mir gefällt Mattias Edvardssons Schreibstil sehr gut. Er vermag mich zu fesseln und vieles interessant zu beschreiben. Allerdings gibt es auch einige Längen, wo zum Beispiel die Theorie des Schreibens ellenlang ausgeweitet wird, oder Wiederholungen. Insgesamt hätte man den Roman also durchaus gestraffter erzählen können. Aber ich finde das nicht wirklich schlimm.


    Die Story ist dafür ganz gut erzählt. Zack redet mit seinen ehemaligen Freunden, um aus den Erinnerungen ein Buch zu schreiben. So wechselt die Zeitebene zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, wobei die Vergangenheit in Form von Kapiteln aus Zacks Roman „Der unschuldige Mörder“ dargestellt wird - eine nette Idee.


    Aus den verschiedenen Perspektiven von Fredrik, Adrian, Betty und Li setzt sich nach und nach die Wahrheit zusammen. Keiner von ihnen wusste alles, jeder nur ein Stück. Das hat mir gut gefallen.


    Ich fand diesen Spannungsroman lesenswert, wenn ich nicht ganz so gelungen wie Edvardssons Überraschungserfolg „Die Lüge“.


    ★★★★☆