Nina Blazon - Rabenherz und Eismund

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Es gibt 5 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • Rabenherz und Eismund von Nina Blazon


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    Zum Inhalt(lt. Amazon):


    Das Land über dem gefrorenen Himmel hat Mailin bisher für ein schönes Märchen gehalten, mehr nicht. Als eines Tages ihre Freundin Silja angeblich ins Reich des Winterkönigs entführt wird, macht die unerschrockene Mailin sich auf einen gefährlichen Weg. Toma aus dem Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, helfen ihr, sich in dessen Schloss einzuschleichen – doch was hat es mit dem rätselhaften Eisprinzen auf sich, den sie in einem geheimen Trakt entdecken und den sie alle drei aus ihren Träumen kennen?


    Zur Autorin(lt.Amazon):

    Nina Blazon studierte Germanistik und Slavistik. Seit 2003 schreibt sie Kinder- und Jugendbücher in den Genres Fantasy, Historischer Roman und Krimi. Alle Infos zu den Kinder- und Jugendbüchern finden sich auf der Seite http://www.ninablazon.de, die Seite für die Erwachsenen-Belletristik ist http://www.ninablazon.com



    Meine Meinung:


    Wer hochwertige All-Age-Fantasy sucht, ist bei Nina Blazon immer auf der sicheren Seite. Schon das wunderschöne Cover und der vielversprechende Klappentext machen Lust auf „Rabenherz und Eismund“. Die Handlung fußt auf einem Panoptikum zahlreicher Märchen und Sagen vermischt mit Anlehnungen an die Rituale und Fabeln alter Naturvölker. Die Autorin schafft es auf kongeniale Weise daraus aber eine ganz eigene phantastische Geschichte zu machen.


    Drei starke junge Frauen stehen im Zentrum des Geschehens. Mailin, das mutige Menschenmädchen, welches immer noch auf der Suche nach der Mutter ist, die angeblich vor vielen Jahren im Fieberwahn im Eis verschwand. Toma, die kampferprobte und kratzbürstige Jägerin, die vor allem für die Freiheit ihres Volkes mit Mailin ins Land des kalten Feindes zieht. Und Brigida, die rothaarige Näherin aus dem Eispalast, die nach der Flucht aus dem Schloss immer erstaunlichere Fähigkeiten entwickelt und zur unverzichtbaren Dritten im Bunde wird. Trotz anfänglicher Differenzen und all ihrer Unterschiede sind sie zusammen ein unschlagbares Trio, welches Eiskönigen und tödlichen Nixen trotz und sich zusammen aufmacht, der Herrschaft des Winters Einhalt zu gebieten und dem Land den Sommer, die Zuversicht und die Liebe zurückzugeben.


    An der Seite der geballten Frauenpower ist ein kühler und geheimnisvoller junger Mann, der sich Eismund nennt, und seine Vergangenheit und seine Pläne lange unter dem Deckmantel von Schweigen und Lüge verborgen hält. Ganz nebenbei fühlen sich auch zwei der Heldinnen gar nicht so magisch einfach zu ihm hingezogen.


    Das Buch ist ein richtiges Wintermärchen, ein Fantasyerlebnis, wie geschaffen zum Lesen in der kalten Jahreszeit. Mit unglaublicher erzählerischer Kraft und einer wunderschönen Sprache zieht Nina Blazon den Leser sofort in den Bann dieser geheimnisvollen Geschichte. Dabei nimmt sie sich sowohl Zeit für die liebevolle Gestaltung ihrer Charaktere als auch für jede Menge Action. Der Spannungspegel ist die meiste Zeit extrem hoch und man muss sich fast zwingen, das Buch nicht gleich in einem Rutsch zu lesen.


    Ich habe jede Seite genossen, wurde vortrefflich unterhalten und immer wieder überrascht, habe die Darsteller ins Herz geschlossen und das Ende mit all seinen traurigen und glücklichen Momenten gefeiert.


    5ratten:tipp:

    :lesen:





    Einmal editiert, zuletzt von gagamaus ()

  • Die Winter sind hart in Falùn und besonders das Winterfieber wird gefürchtet. Mailín ist eines der wenigen Winterkinder an denen das Fieber vorüber ging.

    Besonders hart sollen sie sein, die Winterkinder, fast schon kühl. Umso erstaunlicher, dass gerade Mailín so bestürzt ist über den plötzlichen Fortgang der Fremdländerin Silja.

    Das Silja freiwillig aus Falùn gegangen sein soll, kann Mailín nicht so recht glauben und begibt sich auf die Suche.


    Das war mein erstes Buch der Autorin überhaupt und mich verblüffte vor allen Dingen die vielen Details und Facetten der Geschichte.

    "Rabenherz und Eismund" ist wie eine Ansammlung von allen alten Sagen und Wintermärchen die man so kennt, die wie ein Puzzel zu etwas völlig anderem neu zusammen gefügt wurden.


    In Mailíns Welt in Falùn fühlte ich mich sofort ganz wie zu Hause. Die Autorin beschreibt ein Dorf das durch seine kauzigen Dorfbewohner und Bräuche unheimlich lebendig wirkt. Da möchte man sich gleich zu Mailíns Freunden in die Gaststube ans Herdfeuer setzen um sich aufzuwärmen, und den Geschichten zu lauschen die dort erzählt werden. Die Stimmung in Falùn hatte mir gleich gefallen.

    Dabei war mir Mailín von den Figuren her noch nicht einmal die liebste. Auf ihrer Suche trifft sie auf so viele verschiedene Charaktere, manche von ihnen hätten ein eigenes Buch verdient.


    Das Tempo der Geschichte ist oft so rasant, dass man als Leser kaum noch hinterher kommt. Trotzdem gefielen mir die ruhigeren Momente von Mailíns Reise am besten, weil man da so manch eine Figur noch besser kennenlernen konnte.

    Die Geschichte ist komplett unvorhersehbar. Es ist unmöglich irgendwas von der Handlung vorher zu erraten, denn dafür gibt es einfach zu viele Wendungen. Als Leser wird man ständig getäuscht und am Ende weiß man nicht mehr wem man vertrauen kann, wer gut und wer böse ist.

    Ein Aspekt am Ende hat mir nicht so sehr gefallen den ich aber nicht weiter erläutern möchte, da ich sonst spoilern würde. Jedenfalls ist das Ende der Grund, warum es von mir nur vier von fünf Punkten gibt.


    "Rabenherz und Eismund" ist ein modernes Märchen das gut in die Winterzeit passt weil es den Leser in eine magische Welt aus Eis und Schnee entführt.

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

  • In einer Winterwelt aufgewachsen, begibt sich das Mailin auf die Suche nach einer verschwundenen Freundin. Doch in der Eiswelt hinter den Himmeln lauern viele Gefahren und auch ihre vermeintliche Freundin ist nicht die, für die Mailin sie gehalten hat. Doch sie findet auch neue Freunde, die ihr bei ihrem Abenteuer beistehen.


    In ihrem neuen Fantasyroman entführt uns Nina Blazon in eine Welt voller Sagen und Märchen. Einige Elemente mögen dem einen oder anderen Leser bekannt erscheinen, sind aber hier zu einem ganz neuen fantastischen Märchen verwoben. Die Hauptchharaktere sind vielschichtig und nicht auf den 1.Blick durchschaubar.


    Mir sind besonders die 3 jungen Frauen ans Herz gewachsen. Mailin mit ihrem vermeintlichen Herzen aus Eis, die so sehr für ihre Freunde einsteht und kämpft. Toma, die Jägerin, die eher unfreiwillig in das Abenteuer hineingezogen wird und Brigida, das Mädchen aus dem Eispalast, die richtig aufblüht als sie ihre gewohnte starre Umgebung verlässt.

    Ein paar der Nebenfiguren bleiben leider etwas blass und von der einen oder anderen Person erfahren wir leider viel zu wenig. Da wäre noch Potential für mehr Geschichten.


    Die Welt über den gefrorenen Himmeln ist voller fantastischer Geschöpfe, die oft mehr als erschreckend sind. Dabei ist alles so gut beschrieben, dass ganz oft mein Kopfkino angesprungen ist und mich mitten in die Geschichte hineingeworfen hat. Das Tempo der Geschichte ist rasant, so dass ich als Leser durch die Seiten geflogen bin. Und das Buch passt wunderbar in die aktuelle Jahreszeit, ist ein richtiges Winterbuch


    Tolle märchenhafte Fantasy, ein Jugendbuch auch für Erwachsene.


    5ratten

    Words are, in my not-so-humble opinion, our most inexhaustible source of magic. Capable of both inflicting injury, and remedying it - Albus Dumbledore

  • Abgesehen von einem längeren Mittelteil durchweg magisch, spannend und dramatisch


    Klappentext

    „Das Land über dem gefrorenen Himmel hat Mailin bisher für ein schönes Märchen gehalten, mehr nicht. Als eines Tages ihre Freundin Silja angeblich ins Reich des Winterkönigs entführt wird, macht die unerschrockene Mailin sich auf einen gefährlichen Weg. Toma aus dem Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, helfen ihr, sich in dessen Schloss einzuschleichen – doch was hat es mit dem rätselhaften Eisprinzen auf sich, den sie in einem geheimen Trakt entdecken und den sie alle drei aus ihren Träumen kennen?“


    Gestaltung

    Vor dem schlichten, dunkelblauen Hintergrund kommen sowohl der Titel als auch die Blätterzweige richtig gut zur Geltung. Vor allem gefällt mir die Farbkombination aus hellem eisblau und Lachs- bzw. Rostfarbe. Ich mag es dabei sehr, dass diese beiden Farben das Cover zweiteilen und dass die blaue Farbe beim Titelwort „Eismund“ steht, da die Farbe die Wortbedeutung unterstreicht. Auch mag ich die Blätterzweige, da diese zum Setting des Buches passen und da sie den Titel hübsch umrahmen.


    Meine Meinung

    Ich liebe die Bücher von Nina Blazon und darum lese ich alles, was die Autorin schreibt. Vor allem die Welt, die sie in „Faunblut“ erschaffen hat und in der auch einige ihrer anderen Werke spielten, fasziniert mich. Ich liebe diese Welt einfach und war so froh, dass auch „Rabenherz und Eismund“ in dieser Welt angesiedelt ist. Sie verzauberte mich wieder aufs Neue mit ihren magischen Wesen und der Eislandschaft. Ich habe an der Seite der Protagonistin Mailin Neues und Altbekanntes entdecken können, wobei ich große Freude hatte, denn die Welt ist so unglaublich atmosphärisch.


    Der Schreibstil von Nina Blazon war wieder eine Wucht. Ich liebe ihre Art so bildgewaltig und einnehmend zu erzählen. Ich konnte mir das Setting richtig gut vorstellen und hatte geradezu echte Bilder vor meinem inneren Auge, sodass ich mehr als einmal beim Lesen das Erlebnis eines wahrhaft atemberaubenden Kopfkinos hatte. Auch flog ich angesichts des leicht verständlichen Satzbaus und Wortwahl geradezu durch die Seiten.


    Die Handlung empfand ich als für meinen Geschmack etwas zu ruhig, wobei der Anfang durchaus vielversprechend und spannend war. Es geht recht schnell ins eisige Reich und ich begleitete Mailin auch auf einer Flucht. Als sie dann jedoch auf andere Charaktere traf, fokussierte sich die Handlung sehr auf den Beziehungsaufbau. Dies fand ich grundsätzlich nicht schlecht, da die Figuren so einiges an Tiefe erhielten, aber es fühlte sich auch ein wenig so an, als würde die Handlung ein wenig auf der Stelle treten.


    Nach diesem eher ruhigen Mittelteil nimmt die Handlung dann aber glücklicherweise wieder Fahrt auf, weswegen ich für die Ruhephase zuvor entschädigt wurde. Gut fand ich auch, dass die Liebesbeziehung, die sich entwickelt, nicht im Vordergrund steht, sondern eine gute Ergänzung zur Handlung darstellt. Beides balanciert sich aus und koexistiert miteinander, sodass sich hier ein stimmiges Gesamtkonzeptergibt. Das Ende hat mir persönlich gut gefallen, denn es ist magisch und voller Dramatik.


    Fazit

    Gerade in der aktuellen Winterzeit ist „Rabenherz und Eismund“ die perfekte Geschichte, denn die eisige, gleichzeitig wunderschöne Landschaft passt perfekt zur Jahreszeit. Zudem kann man sich durch Nina Blazons einnehmenden Schreibstil toll in die Landschaft hineinversetzen, da man sie beim Lesen geradezu sieht. Abgesehen von einer ruhigeren Strecke im Mittelteil ist die Handlung nicht nur magisch, sondern auch spannend und teilweise auch dramatisch.

    Gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

  • Mailin hat das Land über dem gefrorenen Himmel immer für ein Märchen gehalten. Doch als ihre Freundin Silja aus ihrem Dorf Falun entführt wird, muss sie sich auf die Suche nach ihr begeben und lernen, dass auch eisige Märchen und Legenden bisweilen einen wahren Kern haben können. In das Schloss des Winterkönigs kann sie nur mit Schläue und der Hilfe ihrer neuen Freundinnen Toma von Clan der Elchreiter und Birgida, selbst eine Gefangene des Winterkönigs, eindringen. Und was ist mit dem toten Jungen, den sie immer in ihren Träumen sieht?


    Ich lese Nina Blazon nun schon seit vielen Jahren und ihre Bücher umgibt immer eine besondere Magie, die mein Herz für die Welt der Protagonisten und ihre Charakterzüge – jeder so einzigartig wie eine Schneeflocke - schlagen lässt. Ich konnte nicht anders, als mich auch auf „Rabenherz und Eismund“ mit hohen Erwartungen zu stürzen.


    Der Beginn vereinnahmte mich gleich voll und ganz. Wir lernen Mailin, aus deren Perspektive das Buch erzählt wird, und ihre kleine Schwester Run kennen – und ihr Lebensumfeld um Dorf Falun – und ich hatte gleich so ein warmes Gefühl im Bauch. Nina hat ein Händchen dafür, Sachverhalte und Situationen so zu beschreiben, dass oftmals das Kopfkino angeworfen wird. Bei mir war das vor allem im ersten Drittel der Fall – ich liebte das Dorf, die Apotheke, das Gasthaus, die Umgebung von Falun. Die Autorin nimmt sich genügend Zeit, die Protagonisten einzuführen und Handlungsfäden so stark zu weben, sodass sie einen unwillkürlich mitreißen. Welches Geheimnis verbirgt Silja? Und wird Mailin irgendwann ihrem Herz folgen oder doch nur der Vernunft folgen?

    Mit Mailin hat Nina einen spannenden Hauptcharakter geschaffen, der selbst mich nicht zum Augenverdrehen gereizt hat. Sie steht im Leben, hat aber ihre Träume und Sehnsüchte, die sie zugunsten ihrer Familie unterdrückt. Schließlich muss sie sich um sie kümmern! – und stolpert mal eben in das größte Abenteuer ihres Lebens.


    Das Land über dem gefrorenen Himmel übte einen ganz eigenen eiskalten Zauber auf mich aus. Nina spielt wirklich gekonnt mit eiskalten Motiven aus der Schneekönigin und webt andere magische Wesen mit ein, so bekommen wir es mit spitzzahnigen Nixen zu tun, Spiegelwesen, Feen und magischen Träumen – und alles so gekonnt verwebt, dass es nicht eindimensional wirkt, sondern so, als wären die Wesen geradewegs für Ninas Welt erfunden wurden. Neue Charaktere kommen hinzu – Toma, die Clanangehörige, fand ich mitsamt ihrer Kultur und ihrer gesamten Lebensweise einfach großartig. Und Birgida, die gerade erst entdeckt, dass es soetwas wie Freiheit gibt, ebenso.

    Der Spannungsbogen wächst in diesem verwunschenen Land rasant an und da tut es gut, dass es auch ruhige Szenen gibt, in denen die Charaktere ihre Fühler ausstrecken und sich sammeln können.

    Ich hatte in der Eiswelt, die so voller wunderbarer Ideen steckt, nur das Gefühl, dass ich eher Bilder sehe und kein Kopfkino mehr – es war so actionreich, dass ich bisweilen Mühe hatte, zu orten, welcher Gefahr die Charaktere gerade entkommen.


    Doch das schmälert den Lesegenuss keinesfalls. Ich habe den Roman sehr genossen und vergebe 4,5 Sterne für eine wunderbare Welt.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Home is people, not a place (Robin Hobb, Live Ship Trader)

  • Es gibt Bücher die holen den Schnee und den Winter direkt ins Schlafzimmer...


    Meine Meinung:

    Zugebenermaßen so richtig Objektiv bin ich nicht. Jedes Buch das ich von Nina Blazon bisher gelesen habe, hat mich bezaubert. Daher waren meine Erwartungen einerseits hoch gesteckt... andererseits hatte ich keine all zu große Angst, das die Autorin es nicht schaffen würde, diesen gerecht zu werden.

    Mich ziehen Romane gerade zu magisch an, die Märchenmotive in ihre Handlung einbinden und gerade das Märchen der Schneekönigin hat es mir sehr angetan. Blazon gelingt es so wunderbar, die einzelnen Motive erkennbar einzubauen und trotzdem eine ganz eigene, neue Geschichte daraus zu machen. Aber wer wie ich auch eine große Schwäche für das Meer und die Sagen und Mythen die sich hierum Ranken hat, wird auch nicht enttäuscht werden.


    Mir persönlich hat dabei die Vermischung von Märchen und Wirklichkeit der Figuren im Roman auf der einen Seite und Märchenmotiven, dir als Leser*innen kennen sehr gefallen. Das Spiel mit der Frage, welchen wahren Kern Märchen so in sich tragen können, fand ich sehr gelungen.


    Doch eigentlich macht noch etwas ganz anderes, den Roman zu etwas besonderem. Der Fokus auf der Freundschaft der drei Frauen, Mailinn, Toma und Brigida hat mich besonders überzeugt. So unterschiedlich sie auch sind, sie werden nicht allein durch ihr Aussehen definiert oder durch eine Konkurenzsituation, die für Konflikte sorgen würde. Das glaubwürdig zu beschreiben, ihre Ängste und auch andere Gefühle der drei, das ist für mich definitiv eine große Stärke des Romans.


    Es ist toll, das der Fokus so ganz auf den Fragen liegt, die Mailinn sich beantworten möchte. Auf dem Abenteuer das sie sich erhofft, aber auch auf Fragen, von denen sie gar nicht wusste, das sie sie Antwort danach gesucht hatte.

    Und der geheimnisvolle Eismund bringt dann ebenfalls so seine Eigenheiten mit in die Geschichte, aber trotzdem bleibt er eigentlich eher am Rande. Auch wenn er schon eine wichtige Figur bleibt.

    Gut und Böse vermischen sich in dieser Welt, keine der Figuren, ob es nun Mailinn ist, oder gar die hmm "Bösewichte" der Geschichte fehlt es an Tiefe und Vielschichtigkeit.


    Der besondere Zauber dieses Wintermärchens hat mich dann sowieso sehr für sich eingenommen. Auch die ruhigen Momente der Geschichte haben für mich die Handlung vorangetrieben und sogar erst dafür gesorgt, das man die Figuren besser verstanden hat.

    Eines dieser Bücher, bei denen ich manchmal erstaunt aufschaute um zu merken, oh da ist ja gar kein Schnee um mich herum ;)


    Von mir:

    5ratten