Monatsrunde Januar 2020 - Großbritannien

Bitte achtet auf euch und eure Lieben! Lasst euch warnen von der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes - bleibt gesund!

Aber wer jetzt hier weiter Panik verbreitet, bekommt eine Zwangs-Forenpause verordnet!

Es gibt 126 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von illy.

  • Michael Cordys "Mutation" habe ich gestern beendet. Es hat spannend begonnen und konnte den Bogen auch halten, aber man merkt schon, dass das Buch 20 Jahre auf dem Buckel hat. Manche Vorstellungen, wie weit die Wissenschaft im Jahr 2008 sein wird, mutet 2020 in der Retrospektive schon sehr abstrus an.

  • Manche Vorstellungen, wie weit die Wissenschaft im Jahr 2008 sein wird, mutet 2020 in der Retrospektive schon sehr abstrus an.

    Nichts altert so schlecht wie Science fiction (wozu ich das hier im weitesten Sinne auch mal zähle).

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ein Buch hätte ich noch im Angebot für diese Runde: George Simenon - Maigret meets a Milord


    Die Frau des besagten "Milords" wurde erdrosselt aufgefunden. Maigret muss nun den Mörder finden und befragt den seltsam ungerührten Ehemann der Toten, einen waschechten Engländer mit dem Namen Sir William Lampson, ein Colonel im Ruhestand.


    Ist dir das britisch genug für diese Runde?


    Kaufen* bei

    Amazon
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    Buch24.de
    LChoice (lokal)

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  • Hallo dodo ,


    sorry nein, das passt nicht :) Der Autor Belgier, die Handlung komplett in Frankreich angesiedelt und der Milord ist nicht die Hauptfigur.


    Dennoch viel Spaß beim lesen und miträtseln. Ist es ein Re-Read und du kennst die Lösung des Falls bereits? :lupe:

  • Firiath: Kein Problem. Fragen kostet bekanntlich nix. ^^


    Zu deiner Frage: Nein, die Handlung und den Fall kenne ich noch nicht. Ich habe mir die obigen Infos aus dem Klappentext zusammengereimt.

  • Mein letztes Buch habe ich gerade beendet. Jetzt kann der Brexit kommen ;)

    Über letzteren bin ich gar nicht erfreut. War gestern sehr bewegend, die britischen Abgeordneten weinend zu sehen... ;(


    Hoffe sehr, dass das alles nicht ein Schuss in den Ofen wird - und die Reisebestimmungen auch nach 1.1.2021 noch so, dass ich möglichst oft nach Großbritannien fahren kann....


    Ich lese übrigens sehr begeistert (wenn auch nicht angemeldet hier) ein Buch von


    Tracy Chevalier - Violet


    Die Autorin ist zwar Amerikanerin, aber der Roman spielt in Winchester und Umgebung.... Muss mal Anne das Buch vorstellen (Rezi folgt) - es geht sehr viel um das Kunsthandwerk des Stickens ;)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Muss mal Anne das Buch vorstellen (Rezi folgt)

    Die Inhaltsangabe klingt schon mal gut. Hab es auf die Wunschliste gesetzt. Nebenbei lese ich häppchenweise einen Krimi, wo der Ermittler (ein pensionierter Polizist) leidenschaftlich gerne stickt.

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst

  • Hoffe sehr, dass das alles nicht ein Schuss in den Ofen wird - und die Reisebestimmungen auch nach 1.1.2021 noch so, dass ich möglichst oft nach Großbritannien fahren kann....

    Ich bin immer noch der Überzeugung, dass der Brexit weder für UK noch für den Rest der EU gut ist :grmpf: Jetzt können wir echt nur noch das Beste hoffen.

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    (John Greenleaf Whittier)




  • Valentine

    Davon bin ich auch überzeugt. Aber leider sehen die Leute nur die populistischen kurzzeitigen Versprechungen und Parolen, nicht aber, was das eigentlich langfristig wirklich bedeutet. Ich vermute, das es nun sowieso erst richtig losgehen wird. Schottland steht ja z.B schon in den Startlöchern für ein neues Unabhängigkeitsreferendum, die Nationalisten dort reiben sich schon die Hände. Ehrlich gesagt macht mir der Brexit mehr sorgen und Ängste für die Stabilität der EU, als ich das erwartet hätte.

  • Genau dieser fehlende Weitblick ärgert mich so, und natürlich auch das Kästchendenken. Die Welt ist inzwischen doch so stark in allen möglichen Bereichen vernetzt, dass man sich nicht ohne Schaden für alle einfach zurückziehen und glauben kann, dass dann alles wieder so schön wird wie früher. Falls es das jemals überhaupt war.

    The west-winds blow, and, singing low,
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    (John Greenleaf Whittier)




  • Und alleine diese Denke, dieses Früher war alles besser... Wenn man sich mal den Kolonialismus dieses ach so tollen Old Britain anschaut... Ich finde es schrecklich, das damit überhaupt geworben wurde. Dieser Wohlstand wurde eiskalt auf dem Rücken der Kolonialländer aufgebaut und die gesamte Macht auf Rassistischen Strukturen. Das nicht mit zu reflektieren ist ein Schlag ins Gesicht aller heutigen Commonwealthländer.


    Das zeigt aber auch gleichzeitig, wie überfordert viele mit der Schnelligkeit der Globalisierung gleichzeitig sind. Das schafft Unsicherheiten, weil wir uns an der Schwelle zu verschiedenen Veränderungen befinden, die alte Wirtschaftszweige abschafft, zwar neue Entstehen lässt, aber dafür zunächst leider Arbeitsplätze abbaut. Das schafft Unsicherheiten, weil es nicht immer leicht ist die Zusammenhänge zu sehen. Vor allem wenn man selbst von Arbeitslosigkeit betroffen ist, sicher auch sehr verständlich. Es ist immer einfacher dann ein Feindbild zu erschaffen, weil die Komplexität vieler Entwicklungen eben auch beängstigend sein kann.


    Ich fände es falsch, im Gegenzug dazu ein Feindbild der Brexitbeführworter aufzubauen, weil die Ängste der Menschen, die dafür waren, real sind und man sie ernst nehmen sollte. Sie basieren auf anderen Informationen und auf einem Blickwinkel, den wir selbst nicht einnehmen könne, weil wir in einer andren Postition sind. Gleichzeitig haben wir aber auch ähnliche Denkmuster und Ängste innerhalb der EU. Sonst würden ja bestimmte Parteien (die AfD, der Franc National z.B. sind ja nur eine von vielen innerhalb der EU) nicht an Zulauf gewinnen.

    Die Aufgabe kann nicht sein, das Feindbild quasi nur umzudrehen. Die Aufgabe muss sein, demoktratische Strukturen wieder zu stärken und ins Bewusstsein zu bringen, das die EU eine Chance für Europa war und ist.

  • Mein zweites angemeldetes Buch Michael Morpurgo - Le secret du renard habe ich nun auch beendet.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Ding-Dong! The Witch Is Dead ... Großbritannien hat die EU verlassen und so endet unsere Januar - Runde. Es hat viel Spaß gemacht und wer noch mal unser aller Lektüre Revue passieren lassen möchte, kann das mittels Tabelle auf Seite 1.


    Wie immer könnt ihr eure Januar - Bücher, die erst im Folgemonat beendet werden können, gerne nachmelden.


    Und jetzt auf zum Februarsport mit Firiath :banane:

  • Muss mal Anne das Buch vorstellen (Rezi folgt)

    Die Inhaltsangabe klingt schon mal gut. Hab es auf die Wunschliste gesetzt. Nebenbei lese ich häppchenweise einen Krimi, wo der Ermittler (ein pensionierter Polizist) leidenschaftlich gerne stickt.

    Ich hab es ausgelesen - und es wird ein 5-Sterner - bin ziemlich sicher, dass es Dir gefallen könnte. Da es mich noch nicht loslässt (Rezi morgen, gleich will ich noch den 1. Glasgow-Krimi weiterlesen), hab ich ein wenig recherchiert. Und um DIE


    https://www.quilts.de/reiseber…athedrale-von-winchester/


    geht es im Roman - hab sogar "das eine" gesucht :-)


    "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" ;-)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Genau dieser fehlende Weitblick ärgert mich so, und natürlich auch das Kästchendenken. Die Welt ist inzwischen doch so stark in allen möglichen Bereichen vernetzt, dass man sich nicht ohne Schaden für alle einfach zurückziehen und glauben kann, dass dann alles wieder so schön wird wie früher. Falls es das jemals überhaupt war.

    Holdens Meinung weiter unten finde ich auch zutreffend: Ich finde nicht alles an der Politik in Brüssel gut (mein Vater war übrigens ein großer Gegner der EU, aber das war seinem Geburtsjahr und seiner politischen Meinung wohl geschuldet; er war im Grunde Monarchist ;-) und verstehe auch zuweilen, dass es da wirklich schwierige Konflikte geben muss, da die Beitrittsländer vor allem wirtschaftlich eben nicht auf einer Grundlinie stehen (können), aber letzten Endes ist man im 21. Jahrhundert, so wie die Welt sich momentan darstellt (siehe Entwicklungen in den USA, China, Iran, Russland - letzter Schlag gegen die Palästinenser - ähem, "Vorschlag" - aber einer mit dem Hammer, meines Erachtens:

    Wenn die Europäer tatsächlich "always united" wären, würden sie an Größe nicht verlieren - und wären sicher auch besser außenpolitisch aufgestellt. Ich hoffe dennoch für GB (und die EU) nur das Beste:Mögen Populisten an Macht verlieren, das ist die einzige Chance und das, worum es geht....

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte"

    Absolut, danke für den Link, was für ne Arbeit. Das Buch werde ich mir besorgen :-)

    Ein Leben ohne Bücher? - Unvorstellbar! - Von mir höchstselbst