Ella Danz - Eisige Weihnachten

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Kerstin (mit Sohn und neuem Ehemann) trifft sich mit Geschwistern und ihren Familien und ihrem Vater mit Freundin zu einem gemeinsamen Weihnachten in einem abgelegenen Hotel. Dass auch ihr Ex-Mann auftaucht ist kein Problem, im Gegensatz dazu, dass das Hotel eigentlich geschlossen ist und der Familie nur als leeres Gebäude ohne Personal von der „nur noch mal eben nach der Heizung sehenden“ Chefin überlassen wird. Und dann häufen sich die „Unfälle“…


    Ich habe von Ella Danz mehrere Bände ihrer Angermüller-Reihe gelesen, die ich als nette Krimis mit etwas Landschaft und schönen Kochrezepten geschätzt habe. Als ich mir nun Weihnachtslektüre herausgesucht habe, habe ich bei „Eisige Weihnachten“ gerne zugegriffen, eine bewährte Autorin mit einem Krimi-Einzelband klang genau richtig.


    Tja, das war wohl nichts. Die Geschichte stolpert auf Groschenromanniveau daher, so langweilig und vorhersehbar ist die Handlung. Die Hälfte der Figuren besteht aus nur einer Eigenschaft („kann kochen“), so dass ich mir kaum merken konnte, wer wer ist und zu wem gehört, der Rest ist aber auch nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Echte Details, die einem die Figuren näher brächten fehlen völlig. Und wer es auf Kerstin abgesehen hat, war mir auch deutlich schneller klar als ihr selbst, die fast bis zuletzt noch an eine Unfallhäufung glaubte.


    Falls die Autorin nicht jegliches Talent verloren hat, tippe ich auf eine lieblos im Eiltempo heruntergeschriebene Auftragsarbeit. Jedenfalls keine Empfehlung, da gucke ich zu Weihnachten lieber zum 22. Mal „Michel aus Lönneberga“ im Fernsehen, das ist spannender.


    2ratten

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • Die Tücken einer romantischen Waldweihnacht


    Familienweihnacht? Mit 10 Erwachsenen und 3 Kindern irgendwo in der thüringischen Einöde? In einem Hotel?

    Dazu hat Kerstin absolut keine Lust. Aber vielleicht ist dort genau der richtige Zeitpunkt und Platz um ihrem Mann beizubringen, dass sie die Scheidung anstrebt. Auf dem Hinweg beginnt es kräftig zu schneien an und wie sich bei der Ankunft herausstellt, ist das Hotel seit dem 21. Dezember geschlossen. Als dann Hotelchefin Nicole Winter (was für ein passender Name) auftaucht, sie in ihrem Hotel bei freier Zimmerwahl übernachten lässt und auch die Kühlkammer und der Weinkeller benutzt werden darf, scheint alles gut. Doch dann häufen sich Zwischenfälle, bei denen Katrin immer gerade noch unbeschadet bleibt. Bis sie es zum Schluss fast doch noch erwischt.


    Mit ihrer spritzigen, leicht zu lesenden Schreibweise versteht es Ella Danz mich ganz schnell in die frostige Winterhölle hinein zu ziehen.


    Besonders gelungen finde ich die so derart verschiedenen Protagonisten. Allen voran Anke, die kleine Schwester von Kerstin, die sich nicht immer im Griff hat und gerne dem Alkohol zuspricht. Kerstins Ehemann, der auch mich mit dem Kosenamen „Schneckchen“ derart nervt. Und Papas neue Gefährtin Lilo, die ihren Schnabel einfach nicht halten kann. Richtig sympathisch sind mir Pamela, die Freundin von Kerstins Bruder Jörg, und Kerstins Ex Burkhard mit dem gemeinsamen Sohn Lukas. Aber auch alle Anderen haben ihre Macken, kommen sehr menschlich und nahbar rüber. Trotzdem bin ich mit ihnen nicht warm geworden.


    Es muss nicht immer eine vor Spannung triefende Geschichte sein. Hier in der Winterlandschaft ist die Spannung ganz leise, aber hintergründig immer da. Und der Schluss wartet dann noch mit einem ganz besonderen Knaller auf.


    Eine winterliche Weihnachtsgeschichte mit interessanten Protagonisten und einer Geschichte, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Die aber auch sehr vorhersehbar ist. Ein genau in die Jahreszeit passendes und unterhaltendes Buch.

    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus: