Birger Brand - Tödliches Sylt

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Gute, sehr solide kriminelle Unterhaltung


    Seit ich im vergangenen Sommer eine Woche auf der Insel der Reichen und Schönen ganz im Norden unseres Landes verbringen durfte, springen mich die Krimis, die auf dieser Insel gesettet sind förmlich an. So war es auch mit „Tödliches Sylt“. Ein interessantes Cover und


    Kriminalkommissarin Jenny Arens ist kaum von Rostock zur Dienststelle Niebüll versetzt worden, bekommt sie schon den ersten Mordfall zugeteilt. Eine junge Frau wird im Hotel Arosa von einer Putzfrau mit einem Stich ins Herz aufgefunden. Wer ist diese Frau?

    Ihr Kollege Oberkommissar Horst Böckler lässt keine Gelegenheit aus, um Jenny zu provozieren. In das gleiche Horn stößt ihr Chef Otto Spengler. Nur gut, dass Jenny gute Nerven und eine so ruhige und besonnene Art hat und sich nicht provozieren lässt.

    Je mehr Jenny Arens und ihr neuer Kollege Kriminalkommissar Simon Kaarst ermitteln, desto mehr kommen neue scheußliche Verbrechen auf, die ebenfalls geklärt werden müssen. Hängen diese Fälle alle zusammen?



    Mit seiner flotten, eingängigen Schreibweise zieht mich Birger Brand sehr schnell in diesen Nordseekrimi hinein. Neben der kriminellen Handlung, die sehr schnell an Spannung gewinnt und vorwiegend aus den Recherchen und Ermittlungen der Kripo besteht, ziehen mich die bildhaften, farbigen Beschreibungen der Insel magisch an. Ich kann mir alles sehr gut vorstellen, die Wellen rauschen hören und sehe vor meinem geistigen Auge, wie sich das Seegras im Wind biegt.


    Jenny Arens ist mir sofort sehr sympathisch. Von ihr erfahre ich, was sie aus Rostock nach Niebüll verschlagen hat und bekomme noch weitere private Einblicke in ihre Vergangenheit und Gegenwart. Der krasse Gegensatz ist ihr Kollege Horst Böckler, Mitte 40, geschwätzig, ein ätzender Typ, ein arrogantes, selbstgefälliges A… Wer einen solchen Kollegen hat, der braucht keine Feinde. Gut, dass Jenny ziemlich bald einen anderen Kollegen zugeteilt bekommt. Alle anderen Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten und sich so menschlich beschrieben, dass sie Menschen aus meiner Nachbarschaft sein könnten.

    Sehr gut gefällt mir der Anhang zum Personal des Krimis. Hier werden mir die Haupt- und Nebendarsteller noch einmal näher vorgestellt.


    Ein spannender, interessanter Nordseekrimi, der mir bis auf einige Längen im Mittelteil sehr gut gefallen hat. Ich würde mich freuen, wenn mir Jenny Arens bald wieder mit einem neuen Fall begegnen würde.

    4ratten