Wolfgang Hohlbein - Odysseus

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    Autor: Wolfgang Hohlbein

    Titel: Odysseus

    Verlag: Ueberreuter (HC) / Heyne (TB)

    Erschienen: 1997

    Seiten: 304


    Klappentext der Taschenbuchausgabe:

    Der Trojanische Krieg ist gewonnen, die Helden fahren nach Hause.

    Doch die Reise nach Ithaka wird für Odysseus und seine Krieger zu einer viele Jahre andauernden Irrfahrt. Ein Sturm treibt das Schiff an unbekannte Küsten, wo menschenfressende Riesen lauern, die Zauberin Circe verwandelt die Männer in Schweine, sie landen auf der grauenhaften Toteninsel und werden von einem Meeresungeheuer angegriffen. Endlich erreicht Odysseus den heimatlichen Palast- aber dort lagern fremde Könige, die um seine Frau Penelope werben.

    Die wohl spannendste Abenteuergeschichte der Weltliteratur von Wolfgang Hohlbein neu erzählt.



    Meine Meinung:

    "Odysseus" stellt eine Neuerzählung des Epos von Homer dar. Der Held der griechischen Mythologie Odysseus und seine Männer haben den Krieg in Troja endlich gewonnen, doch kurz bevor sie endlich wieder zu Hause bei ihren Familien ankommen, treibt sie ein Sturm aufs offene Meer hinaus und in unbekannte Gefilde. An dieser Stelle beginnt das Buch von Hohlbein.


    Ich muss zugeben, dass ich das Original nicht gelesen habe (auch nicht in einer Übersetzung) und die Abenteuer des Odysseus nur ausschnittsweise bzw. aus anderen Nacherzählungen und Filmen kenne. Insofern kann ich dieses Buch nicht wirklich beurteilen, da ich nicht sagen kann, wie nah es am Original dran ist und wie viel Freiraum Hohlbein sich genommen hat. Deshalb möchte ich es davon losgelöst als eigenständiges Werk betrachten:


    Im Hohlbeintypischen Stil ist die Geschichte gut erzählt. Mich stören oft seine ausschweifenden Kampfszenenbeschreibungen, doch das kann ich hier nicht kritisieren. Ich fand die Handlung spannend und vor allem am Schluss des Buches habe ich richtig mitgefiebert (ihr merkt: Ich wusste wirklich nicht, wie es ausgehen wird). Es ist eine Aneinanderreihung verschiedener Abenteuer. Odysseus und sein Gefolge kommen von einer unheilbringenden Insel zur Nächsten und so wie die Anzahl der Männer immer weiter dezimiert wird, summt man im Kopf beim Lesen schon "Zehn kleine Seefahrer...". Da habe ich mich schon gefragt, warum sie auf dieser Heimreise überhaupt noch irgendwo Halt machen (um Nahrung zu finden, ja). Einige kurze Ausschnitte der griechischen Mythologie von Nymphen bis zur Unterwelt des Hades sind auf der Reise unvermeidlich. Leider werden die Themen alle nur kurz angeschnitten.


    Ich hätte mir ein paar nähere Erläuterungen zu den mythologischen Figuren gewünscht - entweder in Odysseus' Gedanken oder gerne auch in einem Nachwort. Auch fand ich persönlich es etwas schade, dass das Buch nur die Irrfahrt abdeckte und auf das Vorher und Nachher nicht eingegangen wurde. Auch hierfür hätte sich beispielsweise ein Nachwort angeboten. So wirkte es ein bisschen wie ein zweiter Teil einer Trilogie, die es nicht gibt (Was war vorher im Trojanischen Krieg? Wie ging es nach Odysseus' Heimkehr weiter?).


    Insgesamt vergebe ich - wie gesagt, ohne das Original als Vergleich heranziehen zu können - 3ratten.