Philipp Gurt - Chur 1947

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Aber wer jetzt hier weiter Panik verbreitet, bekommt eine Zwangs-Forenpause verordnet!

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Valentine.

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    Das Buch spielt, wie der Titel schon verrät, 1947 in Chur in der Schweiz. Hauptfigur ist der Ermittler in einer Frauenmordserie, ein „Landjäger“ (nicht die Würstchen). Ich stelle bei ausländischen Krimis ja immer wieder fest, wie ich mich heillos überfordert fühle, sobald mehr als eine Polizeiinstitution beteiligt ist. Ich verstehe die unterschiedlichen Aufgaben und Befugnisse selbst nach mehreren Büchern nicht so recht und mit der Schweizer Polizei ist dies noch dazu meine erste Begegnung.

    In diesem Fall ist Landjäger Caminada jedenfalls in seinen Ermittlungen zunächst auch dadurch eingeschränkt, dass sein Vorgesetzter wenig von modernem Kram wie Telefonen, Schreibmaschinen, Autos, Fingerabdrücken oder sonstiger Spurensicherungstechnik in seiner Einheit hält, wodurch Chur im Vergleich zu den Nachbarbezirken etwas hinterwäldlerisch herüberkommt. Dazu kommt die Hitzewelle unter der alle leiden. (Der Temperaturrekord von 1947 hielt Jahrzehnte.) Immerhin bringt der Fall - und die Begegnung mit einer netten Ärztin - ihn dazu mal mit dem Trinken aufzuhören und so langsam den Tod seiner Frau zu verarbeiten.


    Die Hauptfigur und die Krimihandlung gefielen mir prinzipiell gut, aber letztlich war es mir doch fremd. Mit der 1940er-Jahre-Mentalität, insbesondere im Umgang mit allen Menschen, die nicht ins brave Muster passen („Irrenanstalt“), kam ich nicht zurecht und zudem war es mir, sorry lieber SchweizerInnen, zu schweizerisch. Die immer mal wieder eingeworfenen Stücke wörtliche Rede in graubündner Dialekt oder „normalem“ schwyzerdütsch oder was auch immer verstehe ich zwar sinngemäß, finde sie aber trotzdem irritierend. Dazu kommen auch immer wieder genutzte Begriffe wie „Maitli“ oder „Velotöffli“, die mich bis zuletzt im Lesefluss unterbrachen.


    Als einmaliger Ausflug gefiel „Chur 1947“ ganz gut, aber für eine ggf. mögliche Fortsetzung reicht es bei mir nicht. Zu fern sind mir Zeit und Ort und dabei nicht verlockend genug.


    :schweiz::schweiz::schweiz::schweiz:

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • Übersetzt Du bitte noch Maitli und Velotöffli? :lachen: (Letzteres könnte irgendwas mit Fahrrädern zu tun haben, aber bei Maitli bin ich überfragt.)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Mädchen und Mofa, habe ich mir zusammgereimt.:schweiz:

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)

  • :lachen:


    Velotöffli hört sich ja schon sehr putzig an :herz:

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)