Handlungsstränge, von denen ich nicht genug bekommen kann.

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Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Herzblatt.

  • Nur als Gegenpol zum anderen Thread über Handlungsstränge, die man nicht mehr lesen möchte. Was sind Handlungsstränge, die euch besonders gefallen, und die ihr immer wieder lesen möchtet, oder sogar eure Bücher danach aussucht?


    Ich mag es gerne, wenn Geschwister sich nahe sind. Hänsel und Gretel scheint mich stark geprägt zu haben. Anyways.


    Was mögt ihr gerne?

  • Ich kann von Krims/Thrillern nicht genug bekommen, die alte Mordfälle aufgreifen. Also solche, die in der Handlung schon viele viele Jahre zurückliegen, aber dann doch noch geklärt werden. Sowas liebe ich total.

    Daran hab ich mich auch noch nicht sattgelesen^^


    Sehr gerne mag ich es, wenn sich ein Pärchen (egal in welcher Konstellation) nicht leiden kann, sich das dann aber im laufe der Handlung ändert. Sowohl bei Liebespärchen aber auch bei Freundschaften, die dann entstehen. Es macht einfach Spaß, wenn sich die Personen kabbeln und dann nach und nach zugeben, das sie sich eigentlich doch mögen oder sogar verliebt sind. Das mag ich in jedem Genres.


    Sehr cool finde ich auch, wenn Figuren sich mal sehr mochten, aber man erst nach und nach dann erfährt, warum sich das geändert hat.

  • Sehr cool finde ich auch, wenn Figuren sich mal sehr mochten, aber man erst nach und nach dann erfährt, warum sich das geändert hat.

    Das mag ich auch. So lernt man die Charakter meist viel besser kennen, als wenn sie einfach nur Freunde oder Feinde sind.

  • Zeitreisen finde ich nach wie vor klasse. Da sind ja auch so viele Konstellationen denkbar, dass es nicht langweilig wird.


    Geheimnisse aus der Vergangenheit mag ich auch gerne.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Generell mag ich seit Neuestem Bücher, in denen mir nicht der x-te psychisch kaputte Kommissar, der als "einsamer Wolf "Cold Cases" aufklären muss / Die Dreieckskonstellation in Liebesromanen/ die strahlende wunderschöe tapfere Heldin aus historischen Romanen / die 19459594te Queste unterschiedlicher Helden in Fantasy-Romanen etc. präsentiert wird, sondern ich würde einfach mal was Ungewöhnliches lesen, mit interessanten Plots und Figuren, die vielschichtig sind. Dafür schaue ich auch abseits der Verlagsvorschauen von Random House, Gruppe Holtzbrinck, Droemer Knaur etc. bei mittleren ud kleineren Verlagen.

  • Lykantrophin

    Generell keine schlechte Idee, kleinere Verlage sind da oft mutiger in ihrem Programm oder haben stärkere Spezialisierungen.


    Valentine

    Finde ich schwierig, die meisten Autoren*innen ignorieren die Prämissen dabei. Nach wie vor mein Favorit bei dem Thema ist Die Frau des Zeitreisenden, aber das liegt an der Handlung an sich und nicht so sehr am Zeitreisen allein :lachen:

  • Die diversen Paradoxa bei Zeitreisen sind mir eh zu hoch, insofern ist mir das mit den Prämissen dann auch relativ egal ;)

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Ich habe eine Schwäche für Geschichten über komplizierte Bruder- oder Freundschaftsbeziehungen. Das praktische ist, das findet sich in jedem Genre. So kann man mich schon mal zu einem Buch locken, wenn ich zuerst skeptisch bin.

    Außerdem mag ich Schicksalsgemeinschaften, unterschiedliche Menschen, die zufällig zusammengewürfelt werden und irgendetwas gemeinsam lösen oder bilden müssen. Da, schätze ich, hat mich Stephen King ein bisschen geprägt.

  • Ich mag gerne taffe Anti-Heldinnen, also Frauen, die nicht angepasst und auf den ersten Blick auch nicht unbedingt liebenswert sind, die aber in ihrer rauen Schale natürlich einen "weichen" wahrhaftigen Kern haben - Mia in Nevernight, Lisbeth bei Stieg Larsson, Kya Clark im Gesang der Fluskrebse.


    Und ich liebe epische und auch gerne tragische Geschichten. Die Arthur-Trilogie von Cornwell, Troja-Trilogie von Gemmell.


    Alles über Indien. ^^


    Und als letztes mein "geheimstes" Laster; ich "liebe" Bücher über den Krieg (besonders den ersten Weltkrieg). Eine Leidenschaft, die ich selber etwas fragwürdig finde. Aber wahrscheinlich ist es diese Mischung aus Zeitkolorit (die Industrialisierung steckt gerade im großen Aufschwung), Tragik, Dramatik, gesellschaftliche Veränderungen, die durch den Krieg erzwungen wurden - vor allem, was die Stellung der Frauen betrifft - und ähnliches.

    :lesen:





  • Ich lese auch gerne Bücher über die beiden Weltkriege und finde das Interesse überhaupt nicht fragwürdig (wir reden ja nicht von glorifizierenden Büchern).


    Zum einen finde ich es grundsätzlich interessant, über Menschen in Krisenzeiten zu lesen, zum anderen ist es wichtig, die Erinnerung aufrechtzuerhalten. Auch und gerade jetzt, in einer Zeit, in der so viele lieber die Vergangenheit vergessen würden und sich rechtes Gedankengut breitmacht.

    The west-winds blow, and, singing low,
    I hear the glad streams run;
    The windows of my soul I throw
    Wide open to the sun.

    (John Greenleaf Whittier)




  • Außerdem mag ich Schicksalsgemeinschaften, unterschiedliche Menschen, die zufällig zusammengewürfelt werden und irgendetwas gemeinsam lösen oder bilden müssen. Da, schätze ich, hat mich Stephen King ein bisschen geprägt.

    Genau, das gefällt mir auch sehr ! Zu sehen, wie sie trotz ihrer Unterschiede versuchen an einem Strang zu ziehen.


    Mir gefällt es auch immer gut, wenn der Außenseiter/in sich an die Spitze kämpft und die Arroganten und Großmäuligen deklassiert.

    Mein Patronus ist eine Büchereule :leserin:

  • Puh, was fällt mir denn da ein:


    Zunächst mal das Mittelalter als historischer Schauplatz. Mich fasziniert diese Zeit einfach.


    Ansonsten, dann eher in der Fantasy: Gutes Wordbuilding. Szeneriebeschreibungen, die gerne mal cineastisch ausfallen können, so dass man als Leserin oder Leser die Welt vor Augen hat und mit den Charakteren mitwandern kann. Sehr gerne mit ganz viel Forscher- und Erkundungsdrang.


    In der Science Fiction: Beziehungen zwischen Spezies, eher soziologische als kriegerische Komponenten. Konfliktsituationen, gerne Mensch vs. Maschinen/KI. Postapokalyptische Szenarien und Dystopien, gerne vom Menschen verursacht.


    Von Charakterdarstellungen mag ich gerne ausführliche Hintergrundgeschichten. Gerne mal einen Charakter in den Fokus rücken und ihn erzählen lassen oder über ihn erzählen. Warum sind Charaktere so, wie sie sind? Nicht klischeemäßig "die Guten" und "die Bösen", sondern auch Gute, bei deren Handlungen man nur den Kopf schütteln kann. Oder Böse, die mal ihre lichten Momente haben :-D

    Hier wird gesubt und gesammelt! :-)

  • Eine gute Frage:


    Ich mag unglaublich gerne zuweilen einen Genremix im Buch - also Romane, die teils Familien-, Geheimnis-, Historie- und gerne auch Krimianteile haben.


    Immer wieder zugetan bin ich auch Handlungssträngen und Romanverläufen, denen etwas mysteriöses anhaftet ;-) also teils im Genre Mystery ablaufen (je intelligenter geschrieben, desto besser).


    Bei historischen Romanen mag ich besonders die Hintergrundinformationen; wie sie z.B. Daniel Wolf in der Fleury-Saga beschreibt. Das ist für mich "Lesen mit allen Sinnen" ;-)


    Und ich mag Bücher (in diversen Genres), die mich direkt in die Handlungsstränge hineinziehen, ihre Figuren so nahebringen, dass man denkt, den oder die kennste doch?


    Last but not least liebe ich Figuren in Romanen, die sehr witzige Dialoge abliefern - oder Handlungsstränge, die trockenen Humor beinhalten und die Figuren auch mal schräg sind (Bsp: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" - oder "Der Vater, der vom Himmel fiel" oder auch "Jacke wie Hose") - bei diesen habe ich stellenweise Tränen gelacht - urkomisch eben :breitgrins:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Seit eh und je mag ich Familiengeschichten, die mehrere Generationen umfassen, wie etwa die "Buddenbrooks" oder die "Forsyte-Saga".

    Bücher, die Geschichten auf zwei Zeitebenen erzählen, lese ich ebenfalls sehr gerne, wobei mir meist der in der Vergangenheit spielende Handlungsstrang besser gefällt als der gegenwärtige.