Monika Feth - Die Julibraut (Erdbeerpflücker Reihe Band 8)

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    Titel: Die Julibraut

    Autorin: Monika Feth


    Allgemein:

    512 S., cbt, 2020


    Reiheninfo:

    1. Der Erdbeerpflücker

    2. Der Mädchenmaler

    3. Der Scherbensammler

    4. Der Schattengänger

    5. Der Sommerfänger

    6. Der Bilderwächter

    7. Der Libellenflüsterer

    8. Die Julibraut


    Inhalt:

    Drei Jahre ist es her, das Jette sich das erste mal verliebt hat. Die große Liebe sollte er für sie sein... Doch drei Jahre ist auch Caros Tod her. Ihr Mörder und Jettes Liebe Georg Taban waren jedoch ein und dieselbe Person. Taban stellte sich als gefährlicher Serienkiller heraus und sitzt dank Jette im Gefängnis.

    Es scheint als ob Jette und ihre Freunde diesen Sommer endlich hinter sich lassen konnten. Doch plötzlich geschehen ihren Freunden merkwürdige Unfälle, Jette verlegt scheinbar ihr Tablet und es taucht an einer seltsamen Stelle wieder auf. Für sich genommen alles noch erklärbare Ereignisse, aber als Jette die ersten Botschaften erhält, ist sie sicher: hier ist ein Stalker am Werk. Doch die Polizei nimmt ihre Ängste nicht ernst. Erst Kommissar Melzig, der eigentlich grade ein Jahr freigenommen hat, nimmt ihre Sorgen ernst. Doch eigentlich kann Jette nicht anders, sie muss ihren Verdacht selbst bestätigt sehn, könnte es sein, das Georg hinter allem steckt? Doch dieser sitzt doch in Haft...


    Meine Meinung:

    Die Julibraut baut sehr stark auf den aller ersten Band "Der Erdbeerpflücker" auf, ich persönlich würde eh raten in die Reihe mit dem Band auch einzusteigen. Vor allem wenn man nicht gespoilert werden möchte und die Entwicklung der Figuren in der chronologischen Reihenfolge erleben möchte. Für mich war es tatsächlich schön noch einmal auf Jette und ihre Freunde zu treffen. Irgendwie hatte mir immer ein richtiger Schluss der gefehlt und ich denke, Feth will damit auch selbst den Fokus lieber auf andere Projekte legen. Auch der Titel lässt es schon erahnen, eine neue Zeit bricht an. Wer genau hinsieht, erkennt: der erste und letzte Titel der nicht auf einen Mann hinweißt.


    Die Autorin nimmt noch einmal einige lose Fäden auf und bringt sie zu einem schönen Ende. Dabei stehen ganz klar Jette und Merle im Mittelpunkt. Die andren Freunde, die im laufe der Zeit hinzukamen, spielen dabei nur ganz am Rande eine Rolle. Ich finde das aber in diesem Fall passend. Der Roman ist eine Hommage an Band 1 im Grunde^^ von der Autorin an sich selbst und alle Fans der Reihe. Für mich ganz persönlich war es noch einmal wie nach Hause kommen. Ich habe alle Bände der Reihe gelesen, kenne die Figuren in und auswendig.

    Auch der Kommissar, Tilo und Jettes Mutter haben ihre Auftritte. Vor allem der Kommissar, den ich von Anfang an sehr mochte. Das fand ich schön, da er eigentlich inzwischen in Feths neuer Reihe ein neues zu Hause bekommen hatte.


    Die Thriller Handlung selbst ist wie immer solide, ich gebe aber zu, das mir das hier immer nicht ganz so wichtig ist. Das Zusammenspiel der Figuren und die besondere Atmosphäre stehen für mich hier stärker im Fokus. Deshalb kann ich Feth da schon Dinge verzeihen, die ich andern Büchern ganz schön in der Luft verreißen würde. Die gewisse Vorhersehbarkeit war hier natürlich auch dadurch gegeben, das man ja schon sehr genau weiß, wer hinter alle dem steckt. Doch wie die Autorin das ganze dann zum Showdown führt, das habe ich einfach gerne gelesen. Sehr gelungen fand ich dabei Jette und ihre ambivalenten Gefühle Georg gegenüber. Für mich eine der stärksten Szenen der gesamten Reihe.


    Stalking war für die Autorin schon in anderen Bänden ein Thema, hier nun betrifft es aber Jette wieder selbst ein drohendes Verbrechen. Ihre Gefühle dazu und auch die Skepsis der Polizei und zunächst auch ihrer Freunde. Langsam steigert sich das Gefühl von Gefahr und der Frage, wann der große Knall erfolgt. Mir hats gefallen.


    Fazit: Wirklich ein schöner Abschluss der Erdbeerpflücker-Reihe in dem Jette und Merle noch einmal ganz im Fokus stehn.


    Für mich einer der besten Bände der Reihe daher:

    4ratten