Stefano Nardella & Vincenzo Bizzarri - Stadt der drei Heiligen

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    OT: Il Paese dei Tri Santi

    Leseprobe


    Drei Schutzheilige hat die italienische Stadt, in der dieser Comic spielt und auch drei Hauptfiguren: Nicà verdient sich ein wenig Geld als Kleindealer, nachdem er die Schule abgebrochen hat und will mit seiner Freundin weg, irgendwoandershin. Michè ist ein heroinabhängiger Ex-Boxer, der seine Wut in Gewalt entlädt. Marciano würde gerne sein Geld ehrlich in seinem Imbiss verdienen, aber Schutzgelderpresser hindern den Ex-Knacki daran.


    Hier geht es um die kleinen Fische, denen noch nicht ganz klar ist, dass sie die Verlierer sind, in einer Stadt in der kaum jemand der allgegenwärtigen Mafia überhaupt entgegenzutreten wagt. Sonst wird nur Gott und dem Priester noch ein wenig Respekt entgegengebracht, allerdings nur genug, um die Verbrechen nicht vor seiner Nase auszuführen. Die Chancenlosigkeit ihrer Zukunft ist mir als Leserin deutlich klarer als den Figuren selbst.


    Farblich dominieren gelb und ein grau-blau die Zeichnungen, die so stimmungsvoll sind, dass ich dem Zeichner auch die für meinen Geschmack etwas übertrieben langgezogenen, unansehnlichen Gesichter verzeihe.


    Ein gelungener Comic in der Tradition von Geschichten wie Gomorrha und Co.


    4ratten

    Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen. (Friedrich Nietzsche)