Band 3: Der kleine Vampir verreist

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kritty.

  • Ich hab das Buch übrigens wirklich hauptsächlich im Zug gehört. Das hat sooo gut gepasst. Meine Lieblingszenen sind auch auf der Reihe der beiden. Rüdiger im Tirolerhut ist echt ein Bild für die Götter :lachen:

  • Ich habe das Hörbuch gestern nun auch gehört - und ich fand es bisher am Besten. Wahrscheinlich weil ich diesen Band früher nicht so oft gehört (oder gar gelesen) habe wie die anderen beiden. Oder auch, weil er einfach echt sehr spannend war!


    Wieder muss ich feststellen, dass ich als erwachsene Person bestimmt einen ganz anderen Blick auf das Geschehene habe als mein Kind-Ich. Mein jetziges ich denkt nur daran, dass Anton noch ganz schön jung für so eine Zugfahrt ist, und dass sie dann abends im Dunkeln da noch rumlaufen in einem Dorf.... mein Kind-Ich allerdings fand das einfach toll und abenteuerlich - auch gruselig, aber dennoch hauptsächlich beeindruckend und cool ;)


    Annas Vampirtags-Party war toll beschrieben, Lumpi war eben ein richtiger Teenager. Ich fand ihn alles andere als nett und hatte Mitleid mit Anna (und den anderen beiden), aber amüsant war es schon auch... :D Ich habe mich zwischendurch ein wenig gefragt, was dieser Exkurs in Annas Vampirtagsparty denn nun bezweckt, denn immerhin geht es ja darum dass Rüdiger und Anton den Urlaub planen müssen, aber es hat dann doch irgendwie gut gepasst. Auf gewisse Weise ist da ja auch viel Charakterentwicklung vorhanden. Anna trinkt nun keine Milch mehr und ist ein "richtiger" Vampir, und es wird auch immer deutlicher, dass sie Interesse an Anton hat. Und er ist ja auch oft peinlich berührt in ihrem Beisein ;)


    Was mir an der Reise in das Urlaubskaff gut gefallen hat war die Tatsache, dass Anton dem kleinen Vampir mal ein bisschen die Meinung gegeigt hat: Er hat betont, dass Rüdiger von ihm abhängig ist und ihn braucht, dass der sich nicht so aufführen und sich mal benehmen soll. Und es hat gewirkt, zumindest für eine kleine Weile. Ich finde es ja besonders bei dieser Freundschaft wichtig, dass immer mal wieder gezeigt wird warum Anton mit Rüdiger befreundet bleiben möchte. Als Kind hat es mir vollkommen gereicht, dass Rüdiger eben ein cooler kleiner Vampir ist, der sogar manchmal Angst hat, und dass sie gemeinsam Abenteuer erleben können. Für mein erwachsenes Ich braucht es hin und wieder ein paar Momente, in denen eine andere Seite von Rüdiger gezeigt wird :) Von daher fand ich viele Momente während der Zugfahrt sehr bezeichnend und wichtig.


    Auch wieder amüsant war die Dynamik von Antons Eltern. Die Mutter war zwischendurch ein wenig arg nervig, da kam wohl ein jugendliches Ich in mir durch ;)

  • Kritty

    (Jetzt hätte ich fast Anna geschrieben :lachen: )

    Ich fand die Zugfahrt war echt richtig spannend, die ganze Zeit diese Angst, das sie doch noch entdeckt werden. Vor allem nachdem diese so neugierige Frau bei ihnen saß.

    Man merkt, das die Autorin auch wusste, das die Jungs eigentlich noch ein klein wenig zu jung für so eine Zugfahrt sind. Da mussten natürlich glaubwürdige Ausreden her. Aber ich bin froh, das ein Schaffner normalerweise etwas misstrauischer wäre.

    Ich musste irgendwie immer an Emil und die Detektive denken, wo Emil dann von einem Erwachsenen bestohlen wird.

    Aber ich weiß was Du meinst, mein Kind-Ich fand die Reise aufregend und ich fand es so witzig, wie begeistert der kleine Vampir von diesem Tiroler Hut war :lachen: Und natürlich den Sarg als Geschenk zu verpacken, echt eine schlaue Idee!


    Die Vampirparty fand ich auch im ersten Moment etwas seltsam, aber andererseits lernt man so nebenbei noch ein bisschen mehr über die Gepflogenheiten der Vampire. Bei Anna und Anton merkt man vor allem bei ihm dann eben doch, das er irgendwie grade so noch kein Teenager ist, aber doch auch langsam auf dem Weg dahin.


    Es stimmt, man muss sich schon auch fragen, was an Rüdiger jetzt so toll sein soll. Er ist ja schon sehr egoistisch. Ich finde es wirkt oft so, das er sich auch nicht so richtig traut, zu zugeben das er Anton sehr wohl mag. Und eigentlich ist es denke ich auch schön für ihn, mit Anton befreundet zu sein. Er kennt ja keine anderen Vampire in seinem Alter, soweit wir wissen.


    Für Lumpi habe ich schon immer eine kleine Schwäche. Als ich die Kassetten das erste Mal gehört habe, war ich ja jünger als Anton und daher war Lumpi der große Bruder, der in etwa so alt wie meine Geschwister zu dem Zeitpunkt war.
    Ich war ganz überrascht das Lumpi eigentlich erst so 14/15 ist (also sein Todesalter). Vielleicht auch, weil er in der Serie ja eher wie 18/19 oder sogar noch älter ist. Ich glaube deshalb empfinde ich ihn als nicht so fies in dem Sinne. Für mich ist er so ein typischer Teenager, der auf immer gelangweilt ist und der deshalb einen Spaß darin hat, seine kleinen Geschwister mal zu ärgern. Gleichzeitig würde er z.B. Anton nie verraten.

  • Man merkt, das die Autorin auch wusste, das die Jungs eigentlich noch ein klein wenig zu jung für so eine Zugfahrt sind. Da mussten natürlich glaubwürdige Ausreden her. Aber ich bin froh, das ein Schaffner normalerweise etwas misstrauischer wäre.


    Ja, stimmt. Ich finde aber, dass sie das ganz gut hinbekommen hat. Vor allem muss man ja bedenken, dass es an erster Stelle ein Kinderbuch ist - und für Kinder erscheint das alles immerhin recht logisch und einfach aufregend. Anton macht das, was sich wahrscheinlich viele Kinder auch gerne trauen würden.



    Die Vampirparty fand ich auch im ersten Moment etwas seltsam, aber andererseits lernt man so nebenbei noch ein bisschen mehr über die Gepflogenheiten der Vampire.

    Auch wahr!

    Um den Faktor habe ich mich als Kind wenig gekümmert (wenn, nur unterbewusst), heute schon: Das Erkunden der Vampirmythologie. Vampirmythologie ist ja recht vielfältig, und ich habe schon einige Herangehensweisen an Vampirismus erkundet. Ich finde jede interessant (sogar die Herangehensweise an Vampirismus in "Twilight" finde ich ganz interessant). Und hinter dieser Kinderbuchreihe steckt mehr Mythologie als man im Vorhinein vielleicht erahnt.


    Es stimmt, man muss sich schon auch fragen, was an Rüdiger jetzt so toll sein soll. Er ist ja schon sehr egoistisch. Ich finde es wirkt oft so, das er sich auch nicht so richtig traut, zu zugeben das er Anton sehr wohl mag. Und eigentlich ist es denke ich auch schön für ihn, mit Anton befreundet zu sein. Er kennt ja keine anderen Vampire in seinem Alter, soweit wir wissen.


    Genau, denke ich auch. Und Rüdiger hat ja auch während der Zugfahrt zugegeben, dass er Anton braucht. Er wollte nicht einmal alleine im Zugabteil sitzen. Das war schon irgendwie goldig.



    Für Lumpi habe ich schon immer eine kleine Schwäche. Als ich die Kassetten das erste Mal gehört habe, war ich ja jünger als Anton und daher war Lumpi der große Bruder, der in etwa so alt wie meine Geschwister zu dem Zeitpunkt war.
    (...) Ich glaube deshalb empfinde ich ihn als nicht so fies in dem Sinne.


    Da haben wir ein unterschiedliches Gefühl, was Lumpi betrifft. Ich finde ihn ein bisschen unausstehlich. Vielleicht, weil ich keine älteren Geschwister habe, nur jüngere ;) Ich finde es schade, dass er sich so verhält wie er es tut.

    Aber cool wirkt er schon ein wenig... :)