01. Prolog (S. 5-106)

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Es gibt 31 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von odenwaldcollies.

  • Hallo liebe Phileasson-Fans,


    die Leserunde zum 8. Abenteuer der Phileasson-Sage beginnt hier (ab 24. April).


    hier könnt Ihr etwas zum Prolog Grandezza (Seite 5 bis 106) schreiben.


    Ich freue mich auf einen regen Austausch mit Euch.


    LG Murkxsi

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

    Einmal editiert, zuletzt von Murkxsi ()

  • Dann beginne ich mal, da ich den Prolog bereits am Wochenende gelesen habe, allerdings nicht zum Soundtrack von Eyes Wide Shut, wie von Robert Corvus empfohlen, sondern auf dem Balkon mit Vogelgezwitscher.


    Der Prolog erzählt die Geschichte von Vascal und Leomara. Darauf hatten einige schon lange gewartet. Und es ist ganz unverkennbar, dass Robert Corvus diesen Prolog geschrieben hat. Bernhard hätte niemals Leomara in ein pumeliges Einhornkostüm gesteckt und auch keinen Mann beschrieben, der die Maske einer lieblichen Fee trägt und Sternchen verstreuen kann :D:D:D


    Ich fand gut, dass dieser Prolog über einen gewissen Zeitraum ging und man die Entwicklung von Vascal gut nachvollziehen kann. Übrigens lohnt sich im Nachgang das Personenverzeichnis zum Prolog zu lesen. ich fand die Beschreibungen sehr amüsant und machen nochmal deutlich, wie sich Vascals Einstellung und Position geändert hat.


    Vor 30 Jahren war der junge Vascal noch Feuer und Flamme für diesen Geheimbund, für den er seinen linken Finger geopfert hat. Das war so dumm, dass ich jetzt verstehen kann, warum Vascal darüber nie spricht. Und für mich war ganz offensichtlich, dass dieser Geheimbund nur die Smaragde einheimsen will (sozusagen als moderne Sekte). Die meisten werden beim Essen und spätestens bei der Verführung gescheitert sein. Wirklich eine clevere Geldeinnahme. Es war nur klar, dass Vascal dann mit der Antwort "Antworten findest du in dir selbst oder nirgendwo in der ganzen Weite der Welt" überhaupt nicht zufrieden war, auch wenn sie stimmt.


    10 Jahre später wird er dann vom Nandusgeweihten Acivio abgeworben. Vascal muss sich da schon mächtig gelangweilt haben. Jemand, der seinen Fokus auf das eigentliche Wissen legt, wird mit den ganzen Prozeduren und Schnickschnack rund um diesen Geheimbund nicht glücklich werden.


    Richtig spannend wurde es dann mit dem Kaiserdrachen Shafir der Prächtige. Ich bin ein bekennender Drachenfan und hoffe, dass dieser ein guter Drache ist und dass er uns noch im Laufe des Buches begegnen wird.

    Dieses Buch Kontrakten des Amazeroth fand ich sehr spuky, es scheint eine ganz besondere Macht zu haben und ich bin überzeugt davon, dass es Stella in den Bann gezogen hat. Ob sie deshalb am Ende so skrupellos gegen ihre Tochter war?


    Ist Leomara wirklich ein Teil des Drachen oder wurde das nur behauptet? Ich hatte das zuerst so gedeutet, dass Stella noch nicht wusste, dass sie schwanger war und der Drache es ihr gesagt hat. Was eigentlich Blödsinn ist, denn sie hätte es auch selbst gemerkt :D. Das wäre natürlich sehr interessant, wenn Leomara einen Drachen als Vater hätte. Ob sie da nicht noch viel größere magische Fähigkeiten hat, als sie bisher ahnt?


    Die Verhöre von Vascal waren für mich ein wenig konfus. Was genau wird ihm vorgeworfen? Ist das nur so eine Randgeschichte, dass er sich in der Vergangenheit mehr Feinde als Freunde gemacht hat? Also irgendwie fehlte mir da etwas (oder ich war zu blöd, um das zu begreifen), was da genau der Zusammenhang ist. So unwichtig kann das aber nicht gewesen sein, wenn die Dame des Verhörs mehrmals im Prolog auftaucht.


    Der Maskenball war dann der Hammer. Ich hatte diese Szene schon vorab von den Autoren als Online-Lesung gehört. Dort hat Leomara ihre erste Vision bzw. wird als Medium missbraucht (kann man das so sagen?). Und ihre Mutter hat nichts Besseres zu tun, als sie direkt für ihre Zwecke auszunutzen und dubiose Magier, allen voran dieser Eniglio, an ihre Tochter zwecks Studie ran zu lassen. Das fand ich furchtbar. Und dann diese Herzlosigkeit, ihre bei vollem Bewusstsein ein Loch in den Kopf zu bohren, um zu sehen, was während ihrer Visionen passiert =O=O=O Das hätte sie nicht überlebt oder wäre zum Idiot geworden. Unvorstellbar. Ich war richtig froh, dass Vascal angestürmt kam und sie befreite und für mich das einzig richtige tat und mit ihr zu fliegen.


    Jetzt brauche ich mal das kollektive Gedächtnis: Wie war das nochmal, als Vascal und Leomara auf Phileasson trafen? Waren sie da vorher noch auf der Nachtrose? Irgenwie waren sie doch gestrandet oder?


    Der Einstieg fand ich wieder sehr spannend und ich denke, das eine oder andere kommt im Laufe der Geschichte wieder hoch. Ein wenig Befürchtung habe ich wegen Vascals Feinde. Wenn Stella erfährt, dass er mit Leomara irgendwo unterwegs ist, wird sie dann nicht versuchen, ihre Tochter zurück zu bekommen? Zuletzt hatte sie in ihrem Bereich ja nicht gerade wenig Macht.


    Ich bin gespannt, was Ihr zu diesem Prolog sagt.

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Ein interessanter prolog, etwas ruhiger als man es gewohnt war bisher. Dafür ein Prolog, der sich wiedermal sehr mit unseren Verhältnissen beschäftigt.

    Ja da pummelige Einhorn, überall abgesicher, erinnert uns das an etwas, außer, dass es sicher ein Gag des AUtors ist? Ich mußte sofort daran denken, wie unsere Kinder, besser bei mir Enkelkinder, vor allem bewahrt werden sollen. abgepolstert nach allen Seiten, für körperliche Unversehrtheit. Aber was ist mit den ganzen Kinderstars? Die Parallelen waren für mich unübersehbar.

    Dass man ihr in den Kopf gebohrt hat wußten wir ja, aber es zu erleben war dann noch mal ziemlich schlimm. Oh ich kann Vascals Wut gut verstehen. Wer nicht. Ich muss dann immer an den Film denken als ich das erst Mal von dieser Lobotomie gehört habe. Gruslig, selbst bei Feinden angewendet.


    Die Geheimbünde, die ja jetzt auch wieder an den Unis existieren sollen, sind nun mal etwas, wo man junge Leute mit Romantik an den Haken bekommt. Sie bilden aber auch Netzwerke und wer nicht drin ist hat es schwer in die Netzwerke zu kommen.


    Ich bin immer wieder erstaunt, wie der Adel verteidigt wird. eine Königin, die sich in Lebensgefahr begibt, um ihr Volk zu retten. Auch romantisch. Mag es gegeben haben, aber eigentlich sehe ich König eher als die, die den Reichtum verplempern, den andere geschaffen haben und teilweise werde sie heute noch dafür verehrt.

    Richtig spannend wurde es dann mit dem Kaiserdrachen Shafir der Prächtige. Ich bin ein bekennender Drachenfan und hoffe, dass dieser ein guter Drache ist und dass er uns noch im Laufe des Buches begegnen wird.

    Ich auch. Ich wußte, dass es in Aventurien Drachen gibt, aber nicht, dass sie sozusagen als Ratgeber fungieren.

    Ob sie deshalb am Ende so skrupellos gegen ihre Tochter war?

    Das glaube ich nicht, weder, dass der Drache der Vater war (dann wäre sie sicher vorsichtiger geworden) noch dass sie was gegen das Kind hat. Sie hat lediglich die Prophezeiung des Drachen sehr falsch interpretiert. Ich denke die Tochter wird als Mitglied der Ottajasko berühmt werden. Sie liebt ihre Tochter auf ihre Weise, wie eben die Eltern, die ihre Kinder zu Stars machen. Die reden sich ja auch immer ein, es seien die Kinder die das wollen und die teilweise sehr großen Strapazen ausgeliefert sind. Natürlich bohren sie heute keine Löcher in den Kopf, aber Schönheitsoperationen sollen ja auch dabei vorkommen.

    Die Verhöre von Vascal waren für mich ein wenig konfus. Was genau wird ihm vorgeworfen? Ist das nur so eine Randgeschichte, dass er sich in der Vergangenheit mehr Feinde als Freunde gemacht hat?

    Ich denke, er hat sich eben in vielen Geheimlogen einen Platz gesichert, und sich aber eigentlich aus deren Kreisen entfernt. Damit wußte er nicht mehr was genau los war und vielleicht hat man ihm auch seine Entfernung von diese Bünden übel genommen. Die Verhöre kommen mir vor wie ein Vorwand. Als ob ihm jemand einfach aus NEid ein Bein stellen wollte. Man macht sich aber auch verdächtig, wenn man in Geheimbünden mitmischt und viele Geheimbünde ergeben viele Verdachtsmomente.

    Jetzt brauche ich mal das kollektive Gedächtnis: Wie war das nochmal, als Vascal und Leomara auf Phileasson trafen? Waren sie da vorher noch auf der Nachtrose? Irgenwie waren sie doch gestrandet oder?

    Soweit ich mich erinnere, ja.


    Sie waren zu dem Zeitpunkt durch das Orkland gereist und in Olport. Dort hatte Leomara sie zu einem Verunglückten geführt, worauf alle dachten, sie wäre von Dämonen besessen und sie wollten den beiden kein Nachtlager geben. Sie am liebsten aus der Stadt jagen. Phil nimmt sie mit, weil sie ihm geholfen haben, durch eine Vision Leomaras. (schnell nachgelesen :) )

    2 Mal editiert, zuletzt von Rhea ()

  • Ich mußte sofort daran denken, wie unsere Kinder, besser bei mir Enkelkinder, vor allem bewahrt werden sollen. abgepolstert nach allen Seiten, für körperliche Unversehrtheit.

    An sowas habe ich überhaupt nicht gedacht. Daran erkennt man, dass ich keine Kinder habe :D

    Aber was ist mit den ganzen Kinderstars? Die Parallelen waren für mich unübersehbar.

    An Kinderstars dachte ich jetzt auch nicht, da ist aber sicherlich etwas dran. Zumindest gibt es da Parallelen. Leomara sorgt ja im Grunde mit ihrer "Andersartigkeit" dafür, dass Stella angesehen ist und sicherlich auch damit gut abkassiert.

    Grundsätzlich gehe ich immer davon aus, dass eine Mutter ihr Kind liebt, ob es immer gut für das Kind ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Zustimmung zu geben, dem eigenen Kind ein Loch in den Kopf zu bohren, finde ich allerdings grenzüberschreitend und kann da wenig Liebe, dafür sehr viel Egoismus seitens Stella und diesem furchtbaren Magier erkennen.

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie der Adel verteidigt wird. eine Königin, die sich in Lebensgefahr begibt, um ihr Volk zu retten. Auch romantisch. Mag es gegeben haben, aber eigentlich sehe ich König eher als die, die den Reichtum verplempern, den andere geschaffen haben und teilweise werde sie heute noch dafür verehrt.

    In der Tat haben sich wohl die meisten Könige ihre Taschen voll gemacht und sehr gut gelebt. Die Klugen unter ihnen haben dafür gesorgt, dass es dem Volk gut geht und gesund bleibt, damit es für das Königshaus weiter schaffen kann.


    Unser Königreich heute heißt Bundesregierung 8o

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Unser Königreich heute heißt Bundesregierung

    :D Naja, eigentlich denke ich, dass sich so viele ein Königshaus wünschen, denn die Bundesregierung mit ihren Debatten und Beschlüssen ist ja nun nicht wirklich eine gute Führung. Gerade jetzt wären einheitliche Vorgaben für den Umgang mit der Pandemie und öffentliche Diskussionen der Fragen der Bevölkerung wichtig. Es gibt so viele Unklarheiten und dann schreiben sie auf der Webseite, man könne seine Fragen per email stellen, kann man, es gibt bloß keine Antwort. Statt dessen bringen sie schnell mal noch strengere Strafen für Autofahrer. Die fahren ja nicht selbst und sie leben nicht auf dem Dorf. Aber ich möchte halt auch keinen König wieder haben, es sei denn auf der anderen Seite stünde ein faschistischer Diktator (was leider nicht so weit weg ist)


    Ja, ich denke auch immer, eine Mutter sollte ihr Kind lieben, aber das ist wohl Aberglaube. Es gibt zu viele Mütter, die ihr Kind ermorden, sexuell missbrauchen oder zulassen, dass die Männer es tun. Da fehlt mir völlig jede Spur von Verständnis. Ich weiß ja nicht, ob die Mutter wußte, was sie mit dem Kind machen. Aber allein sie schon mit diesen Männern allein zu lassen wäre schon missbrauch. Nun frage ich mich aber, wenn heute Ärzte sagen, man müsse eine bestimmte Therapie mit dem Kind machen, wieviele vertrauen dann den Ärzten? Gegen sie zu kämpfen ist sehr schwierig. Ich als Großmutter habe nun leider keine Chance mehr.

  • Hallo allerseits :)

    Herzlichen Dank fürs Organisieren und Erstellen der Leserunde!!

    Überraschenderweise habe ich den Prolog tatsächlich zeitnah geschafft, mal schauen wie lange ich am Ball bleiben kann und ob ich bei diesem Band durchhalte... :D


    Dieses Mal also Vascal und Leomara im Scheinwerferlicht des Prologs. Dass ich Leomara mit ihren Visionen bisher nicht als sonderlich interessant empfunden habe hatte ich in den letzten Leserunden schon hin und wieder kundgetan. Vascal hingegen war für mich immer sehr geheimnisvoll, so dass ich gerne mehr über ihn erfahren wollte und mich über die Wahl für den Prolog gefreut habe. Im Nachhinein bin ich mir aber nicht sicher, ob der Prolog bei mir den Zweck erfüllt hat, den Charakter interessanter zu machen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Figur sehr von ihren Geheimnissen profitiert hat, und die sind nun zum Großteil relativ unspektakulär (für mich) aufgelöst worden.


    Gefallen hat mir der Prolog trotzdem sehr, weil er ein richtig gutes Bild der herrschenden Gesellschaft im Lieblichen Feld zeichnet. Logen und Geheimbünde verschiedenster Couleur mit allerlei unterschiedlichen Interessen und Zielen. Intrigen und Heimtücke hinter jeder Ecke. Die Familienehre steht über allem, es gilt unter allen Umständen das Gesicht zu wahren und jeden noch so kleinen Vorteil zu nutzen. Im Zweifelsfall ist das Ansehen sogar wichtiger als das Wohl der eigenen Kinder...


    Auch die Anspielungen auf die ältere Geschichte haben mir viel Vergnügen bereitet. Die vermeintlichen Fabelwesen in dem Mosaik, das vermutlich von den ersten Siedlern angelegt wurde, die aus dem Güldenland kamen und diese Tiere noch kannten. Das Logenmitglied namens Thalionmel - die Bücher über die Löwin von Neetha waren mit die ersten, die jemals für DSA erschienen sind und die ich gelesen habe. :) Die Königin, die noch 1000 Jahre später die Thronfolge des Bosparanischen Reiches für sich beansprucht. Die Hallen der Weisheit als Symbol für die (vermeintliche) intellektuelle Überlegenheit des Königreiches gegenüber seinen Gegnern, insbesondere dem "barbarischen" Mittelreich. Damit verbunden das Dekret der Königin, alle Kinder des Reiches zu unterrichten. Nach außen hin hält man sich hier für etwas Besseres, aber innen sticht man sich gegenseitig ohne Zögern die Messer in den Rücken.


    Die Darstellung des Drachen Shafir hat mir auch sehr gefallen. Die jährliche Gesandtschaft zeigt, welche Stellung Drachen in Aventurien noch immer haben, und die Antworten des Drachen zeigen, wie wenig solche Wesen sich um die kurzlebigen Menschen und ihre Probleme kümmern. Die Idee mit den bedeutungsähnlichen Worten, die gleichzeitig von den Menschen in ihrem Kopf wahrgenommen werden, als für die Menschen verständliches, unvollkommenes Abbild dessen, was der Drache eigentlich sagt, finde ich toll! Es ist immer ein Kunstgriff nötig, um solche Wesen für uns, die wir ja auch nur Menschen sind, begreifbar zu machen, und für mich hat das hier ziemlich gut funktioniert, auch wenn es etwas schwer zu lesen war. Ich war mal in der Situation, als Spielleiter einen dreiköpfigen Riesenlindwurm darstellen zu müssen, bei dem alle Köpfe mehr oder weniger gleichzeitig auf die Spieler telepathisch eingeredet haben. Das war nicht gerade meine glorreichste Stunde... :D


    Was die Familiengeschichte der della Rescati angeht, so war diese natürlich sehr erhellend, was für mich aber wie gesagt zumindest im Bezug auf Vascal nicht unbedingt von Vorteil ist. Dass sein fehlender Finger nichts mit dem Namenlosen zu tun hat konnte man bei einem Nandusgeweihten zwar vermuten, aber so ganz sicher war ich mir trotzdem nicht. Die Erklärung, dass er ihn sich freiwillig abgeschnitten hat und als Erinnerung an diese Dummheit so ließ ist zwar einleuchtend, aber nicht sonderlich spannend. Ebenso seine Entwicklung, vom übereifrigen erstmaligen Logenmitglied über Logengründer und -meister zum Nandusgeweihten. Für mich absolut sinnvoll und nachvollziehbar aber wenig überraschend.


    Am spannendsten fand ich bezüglich Vascal die Dinge, die nicht ausführlich erläutert wurden. Welche Netzwerke und Intrigen hat er in seiner Logenzeit gesponnen? Was waren die Anklagepunkte des Adler-Ordens gegen ihn? Allein mit den Geschichten könnte man ein ganzes Buch füllen und es wäre sicher äußerst lesenswert. Er ist definitiv auch kein unbeschriebenes Blatt, was derartige Umtriebe angeht. So ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ihn seine Vergangenheit diesbezüglich vielleicht noch einmal einholt. Laut Karte wird sich die Ottajasko ja durch das Gebiet des Königreichs am Yaquir bewegen, wenn auch nur am südlichen Zipfel.


    Tja, und Leomara? Hat der Drache sie verzaubert, als Gegenleistung für das Buch? Oder hat er nur gespürt und vorhergesagt, dass sie eine besondere Gabe hat? Wenn ersteres der Fall sein sollte, und irgendwie nochmal daran angeknüpft wird, dann könnte das Leomaras Visionen vielleicht etwas interessanter für mich machen. Ich tendiere aber eher zur zweiten Möglichkeit. Das Martyrium, das sie durchleben musste, war ja weitestgehend bekannt, aber die Szene mit dem Kopfbohrer schwarz auf weiß zu lesen ist natürlich harter Tobak. Warum ist ihre Mutter so grausam? Liegt das ausschließlich am sozialen Druck, dem sie in ihrer Position ausgesetzt ist, oder hat da doch das dämonische Buch einen Einfluss auf sie gehabt, in dem sie -wenn auch nur kurz- gelesen hat? Wie auch immer, ich bin jedenfalls nicht scharf drauf, dass diese Person (oder der verantwortliche Magier) noch einmal im Roman auftaucht, außer sie bekommt was sie verdient.


    Zum Abschluss gab es dann noch einen Miniblick auf das Venedig Aventuriens, mit einem Gondoliere, dem eine gute Geschichte lieber ist als ein paar zusätzliche Silbertaler. Gut organisierte Flucht und gute "Anknüpfung" an Nordwärts. :thumbup:

  • Bernhard hätte niemals Leomara in ein pumeliges Einhornkostüm gesteckt und auch keinen Mann beschrieben, der die Maske einer lieblichen Fee trägt und Sternchen verstreuen kann :D:D:D

    Ja, das war wirklich gut! Über die Kostüme habe ich mich auch sehr gefreut. :D


    Ich mußte sofort daran denken, wie unsere Kinder, besser bei mir Enkelkinder, vor allem bewahrt werden sollen. abgepolstert nach allen Seiten, für körperliche Unversehrtheit. Aber was ist mit den ganzen Kinderstars? Die Parallelen waren für mich unübersehbar.

    Daran habe ich gar nicht gedacht, aber ergibt total Sinn. Stella musste ja auch sichergehen, dass Leomara nichts zustoßen kann, sonst hätte die Vorhersage des Drachen nicht in Erfüllung gehen können.


    ich bin überzeugt davon, dass es Stella in den Bann gezogen hat. Ob sie deshalb am Ende so skrupellos gegen ihre Tochter war?

    Ja, das kam so rüber, oder? Sie schwitzte unnatürlich beim Lesen und das Buch war warm als Vascal es aufgehoben hat...


    Ist Leomara wirklich ein Teil des Drachen oder wurde das nur behauptet?

    Das hab ich überlesen, wo wurde das behauptet?


    Das wäre natürlich sehr interessant, wenn Leomara einen Drachen als Vater hätte. Ob sie da nicht noch viel größere magische Fähigkeiten hat, als sie bisher ahnt?

    Das hatte ich auch erst im Kopf, hielt das dann aber für eher unwahrscheinlich. Wenn man allerdings die Daten nachrechnet, dann kommt man von der Audienz beim Drachen bis zur Geburt auf 250 Tage... hm... :/

    In dem Zusammenhang ist interessant, dass dieser Drache in der aktuellen DSA-Gegenwart (ca. 35 Jahre nach der Wettfahrt) der Vater des amtierenden Monarchen dieses Reiches ist (der dann nicht mehr König sonder Horaskaiser heißt und der Enkel der Königin Amene ist). Dann wäre Leomara seine ca. 25 Jahre ältere Halbschwester.


    Ich bin immer wieder erstaunt, wie der Adel verteidigt wird. eine Königin, die sich in Lebensgefahr begibt, um ihr Volk zu retten. Auch romantisch. Mag es gegeben haben, aber eigentlich sehe ich König eher als die, die den Reichtum verplempern, den andere geschaffen haben und teilweise werde sie heute noch dafür verehrt.

    Also aus heutiger Sicht gebe ich Dir zu 100% Recht. In Büchern wundert mich das aber überhaupt nicht, im Mittelalter wurde das ja auch als gottgegebene Ordnung angesehen und nur von ganz wenigen infrage gestellt. Und die hatten dann meist ein Problem...

  • Die Erklärung, dass er ihn sich freiwillig abgeschnitten hat und als Erinnerung an diese Dummheit so ließ ist zwar einleuchtend, aber nicht sonderlich spannend. Ebenso seine Entwicklung, vom übereifrigen erstmaligen Logenmitglied über Logengründer und -meister zum Nandusgeweihten

    Ja, aber interessant wird es, wenn man als Leser überlegt, was hätte ich getan. Man kann die Überlegungen gut nachvollziehen und eigentlich dachte ich immer, dass alles was er tut ziemlich gut durchdacht ist. Und hat man als Leser nicht auch irgendwas Besonders erwartet? Ich finde die Szene deshalb so schön, weil sie sowohl den REiz eines solchen Geheimbundes zeigt und gleichzeitig seine absolute Sinnlosigkeit. Ich war mal eine Weile in Bayreuth und war dort i Museum der Freimaurer. Das ist schon spannend, welche Zeremonien sie hatten und da steckte ja sogar einiger Sinn dahinter, aber im realen Wirken muss wohl auch viel "Regelauslegung" dazu geführt haben, dass sie nie eine breite Basis hatten.


    Vielen Dank Röllchen für die Zusatzinfos. Ich spiele zwar gern DSA, aber ich bin nicht so, dass ich mich mit der gesamten Geschichte dieser Welt beschäftige. Meist nur das, was ich brauche für die Runde. Mein Sohn ist so ein Kenner der Welt, aber er liest die Bücher jetzt erst, wollte er nicht machen, solange er Runden dazu geleitet hat.

  • Bei der Feier wurde es behauptet als die Schrift erschienen ist. Vor der ersten Vision Leomaras.

    Ach so, die Schrift... stimmt. Da Leomaras Vision das Ganze als hinterhältigen Schwindel enttarnt hat, habe ich auf den Inhalt der Botschaft nichts weiter gegeben. Bzw. ich habe sie nicht wörtlich genommen und auf Leomara bezogen, sondern als "Stella ist dem Drachen Untertan" interpretiert.

    Aber man kann das natürlich so lesen, und wenn es tatsächlich so gemeint war, dann müssen derartige Gerüchte hinter vorgehaltener Hand ja schon vorhanden gewesen sein. Das würde die Drachen-Vater-Theorie stützen... :/

  • Herzlichen Dank fürs Organisieren und Erstellen der Leserunde!!

    Diesem Dank schließe ich mich an. :)


    Bernhard hätte niemals Leomara in ein pumeliges Einhornkostüm gesteckt und auch keinen Mann beschrieben, der die Maske einer lieblichen Fee trägt und Sternchen verstreuen kann

    So ist es! Wenn eine Szene zartes Gefühl erfordert, muss der sensible Teil des Autorenduos ran.


    Ich bin ein bekennender Drachenfan und hoffe, dass dieser ein guter Drache ist und dass er uns noch im Laufe des Buches begegnen wird.

    Ich wußte, dass es in Aventurien Drachen gibt, aber nicht, dass sie sozusagen als Ratgeber fungieren.

    In Aventurien gibt es sehr viele unterschiedliche Sorten von Drachen, und auch in diesem Roman werdet Ihr mehr als nur dieser einen begegnen. ;)

    Shafir ist ein Kaiserdrache. Oder, wie er sagen würde: Er ist der Boss. Er hat viele Könige kommen und gehen sehen, er hat Menschenreiche aufstehen und fallen sehen. Er erteilt zwar Ratschläge, wenn es ihm gefällt, ist aber weit entfernt von der Sorte Ratgeber, die sich als Höflinge sehen. Im Gegenteil: Er hält selbst Hof. Die Menschen haben zu ihm zu kommen, und sie haben sich in seiner Gegenwart angemessen = unterwürfig zu betragen.

    Die Idee mit den bedeutungsähnlichen Worten, die gleichzeitig von den Menschen in ihrem Kopf wahrgenommen werden, als für die Menschen verständliches, unvollkommenes Abbild dessen, was der Drache eigentlich sagt, finde ich toll!

    Diese Idee gefällt mir auch. Sie ist nicht von mir, sondern dem Abenteuer "Shafirs Schwur" entnommen, das 1997 erschienen ist. Ich liebe es, in bestehendem Material zu recherchieren und Dinge aufzugreifen, die ich darin finde. Netterweise schickt Ulisses Spiele uns immer alle PDFs zu, die wir anfordern.

    ich denke, das eine oder andere kommt im Laufe der Geschichte wieder hoch.

    Ich denke, Du könntest recht haben. :) Wobei manches auch erst in Echsengötter aufgegriffen wird.


    Wenn Stella erfährt, dass er mit Leomara irgendwo unterwegs ist, wird sie dann nicht versuchen, ihre Tochter zurück zu bekommen? Zuletzt hatte sie in ihrem Bereich ja nicht gerade wenig Macht.

    Ja ... aber ...


    Leomara sorgt ja im Grunde mit ihrer "Andersartigkeit" dafür, dass Stella angesehen ist und sicherlich auch damit gut abkassiert.

    ... und Leomara ist nun seit einiger Zeit weg. Was denkt Ihr, wie sich das auf Stellas Position auswirkt?


    Ich mußte sofort daran denken, wie unsere Kinder, besser bei mir Enkelkinder, vor allem bewahrt werden sollen. abgepolstert nach allen Seiten, für körperliche Unversehrtheit. Aber was ist mit den ganzen Kinderstars? Die Parallelen waren für mich unübersehbar.

    Diese Interpretation gefällt mir sehr gut. Vielen Dank dafür. :)


    Ich hatte immer das Gefühl, dass die Figur sehr von ihren Geheimnissen profitiert hat, und die sind nun zum Großteil relativ unspektakulär (für mich) aufgelöst worden.

    Das ist tatsächlich immer eine Abwägung. Es ist sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, längere Passagen aus der Innenperspektive einer Figur zu erzählen, ohne ihr das Geheimnisvolle zu nehmen. Licht löst die Schatten auf ...

    Der Prolog von Echsengötter wird das wiederholen, wobei ich hoffe, dass dort auch einige überraschende neue Dinge geboten werden, die die dort betroffene Figur auf neue Art interessant machen.


    die Bücher über die Löwin von Neetha waren mit die ersten, die jemals für DSA erschienen sind und die ich gelesen habe.

    Diese Bücher zählen zu den weitestverbreiteten DSA-Romanen überhaupt, weil sie als einige von Wenigen ins Englische übersetzt und in den USA angeboten wurden. Ich habe sie auch mit Vergnügen gelesen. :)

  • und auch in diesem Roman werdet Ihr mehr als nur dieser einen begegnen.

    Jetzt bin ich schon gespannt... sind zwar nicht alle so imposant wie die Kaiserdrachen, aber ihr Auftauchen ist immer etwas Besonderes.


    Netterweise schickt Ulisses Spiele uns immer alle PDFs zu, die wir anfordern.

    Das dürften sie bei mir auch gerne machen... ich hätte da so eine kleine Liste. :D


    ... und Leomara ist nun seit einiger Zeit weg. Was denkt Ihr, wie sich das auf Stellas Position auswirkt?

    Gute Frage. Mit dem Vertrag für die Semaphore hat sie ja zumindest finanziell ausgesorgt, so wie sich das anhörte. Und der wird ja nicht ungültig, weil Leomara weg ist. Andererseits hat sie nun nichts mehr, was die Leute von ihr wollen würden und weshalb sie sich mit ihr gut stellen müssten. Das werden sicherlich genügend Konkurrenten nutzen, um alte Feindschaften wieder aufleben zu lassen und ihr Steine in den Weg zu legen. Also ich denke, ihr kometenhafter Aufstieg ist gebremst, aber sie hat genug Ressourcen und Erfahrung um ansonsten ihren Status einigermaßen zu behaupten.


    Es ist sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich, längere Passagen aus der Innenperspektive einer Figur zu erzählen, ohne ihr das Geheimnisvolle zu nehmen. Licht löst die Schatten auf ...

    Das stimmt, und dann kommt es darauf an, wie die neuen Informationen auf den Leser wirken. Aufgedeckte Geheimnisse sind ja nicht grundsätzlich schlecht. Die erzählte Geschichte macht eine Figur ja meistens genauso interessant oder sogar noch interessanter, als es die Geheimnisse zuvor taten. Im speziellen Fall Vascal hat das für meine subjektive Wahrnehmung halt mal nicht geklappt.


    Diese Bücher zählen zu den weitestverbreiteten DSA-Romanen überhaupt, weil sie als einige von Wenigen ins Englische übersetzt und in den USA angeboten wurden. Ich habe sie auch mit Vergnügen gelesen.

    Interessant, ich wusste gar nicht, dass überhaupt Romane ins Englische übersetzt wurden. Leider sind meine alten Bücher alle verschollen... ;(

  • Erst mal Danke an Bernd(Robert) für seine Kommentare. Schön Dich doch auch hier zu haben.

    Im speziellen Fall Vascal hat das für meine subjektive Wahrnehmung halt mal nicht geklappt.

    Komisch, für mich war Vascal so unbedeutend, dass ich erst gar nicht wußte, um wen es eigentlich geht. Er war für mich halt der Beschützer von Leomara und der, der immer mal die Sprache verständlich gemacht hat, was normal ist für einen Nandus Geweihten. Ich empfand ihn überhaupt nicht als geheimnisvoll.

    Jetzt habe ich eine ganz andere Sicht auf diesen Mann. Er ist klug (in unserer Gesellschaft wäre er wohl ein Hochbegabter) er ist aber auch erfahren, kann Intrigen erkennen und nutzen, durchschaut sinnlosen Hokuspokus und er ist mutig. Jetzt ist er für mich ein wichtiges Besatzungesmitglied. Das Geheimnis Leomaras ist ja noch nicht bekannt. Also da hat sich doch nichts verändert, oder?

  • Komisch, für mich war Vascal so unbedeutend, dass ich erst gar nicht wußte, um wen es eigentlich geht. [...] Also da hat sich doch nichts verändert, oder?

    Ja, immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und Vorlieben sind. Aber so ist halt für jeden was dabei. ^^

    Für mich war immer Vascal der Hauptcharakter von den beiden und schon länger ein wichtiges Besatzungsmitglied, und Leomara nur sein für die Geschichte unbedeutendes Anhängsel. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich ein wenig gebraucht habe, um mit ihm warm zu werden. Zu Beginn der Fahrt empfand ich sein Verständigungswunder als etwas überstrapaziert, wenn ich mich recht erinnere.

  • Im Nachhinein bin ich mir aber nicht sicher, ob der Prolog bei mir den Zweck erfüllt hat, den Charakter interessanter zu machen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Figur sehr von ihren Geheimnissen profitiert hat, und die sind nun zum Großteil relativ unspektakulär (für mich) aufgelöst worden.

    Vascal war bisher für mich zwar eine Figur, die für die Ottajasko und für Leomara wichtig ist, aber für mich ebenfalls nicht die Interessanteste. Da finde ich Irulla wesentlich spannender und von ihr liest man fast genauso wenig wie von Vascal.

    Die Erklärung, dass er ihn sich freiwillig abgeschnitten hat und als Erinnerung an diese Dummheit so ließ ist zwar einleuchtend, aber nicht sonderlich spannend. Ebenso seine Entwicklung, vom übereifrigen erstmaligen Logenmitglied über Logengründer und -meister zum Nandusgeweihten. Für mich absolut sinnvoll und nachvollziehbar aber wenig überraschend.

    Ich hatte auch auf etwas Spektakuläreres gehofft, kann mich aber mit dieser Auflösung durchaus anfreunden und nachvollziehen.

    Am spannendsten fand ich bezüglich Vascal die Dinge, die nicht ausführlich erläutert wurden. Welche Netzwerke und Intrigen hat er in seiner Logenzeit gesponnen? Was waren die Anklagepunkte des Adler-Ordens gegen ihn?

    Das nicht Geschriebene und Gesagte, ja das finde ich eigentlich auch das Spannendste daran. Aber wir sind ja erst am Anfang der Geschichte. Ich glaube, wir werden im Laufe des Buches noch einiges von Vascal erfahren.

    In dem Zusammenhang ist interessant, dass dieser Drache in der aktuellen DSA-Gegenwart (ca. 35 Jahre nach der Wettfahrt) der Vater des amtierenden Monarchen dieses Reiches ist (der dann nicht mehr König sonder Horaskaiser heißt und der Enkel der Königin Amene ist). Dann wäre Leomara seine ca. 25 Jahre ältere Halbschwester.

    Ich habe nie Rollenspiele gespielt und finde es immer wieder spannend, wenn Ihr darüber schreibt.

    Aber man kann das natürlich so lesen, und wenn es tatsächlich so gemeint war, dann müssen derartige Gerüchte hinter vorgehaltener Hand ja schon vorhanden gewesen sein. Das würde die Drachen-Vater-Theorie stützen... :/

    Eben, deshalb kam ich auf die Idee, dass es so sein könnte. Ich bin gespannt, ob das aufgeklärt wird.

    So ist es! Wenn eine Szene zartes Gefühl erfordert, muss der sensible Teil des Autorenduos ran.

    :D:D:D

    ... und Leomara ist nun seit einiger Zeit weg. Was denkt Ihr, wie sich das auf Stellas Position auswirkt?

    Mit dem Vertrag für die Semaphore hat sie ja zumindest finanziell ausgesorgt, so wie sich das anhörte. Und der wird ja nicht ungültig, weil Leomara weg ist. Andererseits hat sie nun nichts mehr, was die Leute von ihr wollen würden und weshalb sie sich mit ihr gut stellen müssten. Das werden sicherlich genügend Konkurrenten nutzen, um alte Feindschaften wieder aufleben zu lassen und ihr Steine in den Weg zu legen. Also ich denke, ihr kometenhafter Aufstieg ist gebremst, aber sie hat genug Ressourcen und Erfahrung um ansonsten ihren Status einigermaßen zu behaupten.

    Verträge können auch storniert werden, wenn zum Beispiel gewisse Bedingungen nicht mehr erfüllt werden. Um Stella habe ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken mehr gemacht, das ist vielleicht ein Fehler. Wenn sie tatsächlich, nachdem Vascal Leomara entführt hat, wieder ins bodenlose gestürzt ist, ist sie sicherlich eine nicht zu unterschätzende zusätzliche Feindin von Vascal. Das könnte dann spannend werden....

    Mein Lebensmotto: Leben und leben lassen!

  • Mein Sohn ist gerade da und er beschäftigt sich immer intensiv mit den Welten in denen er spielt. Die Bücher liest er jetzt erst, weil er als Meister nicht davon beeinflusst werden wollte. Als ich von Vascals Prüfung erzählte, meinte er, da seien ja einige Symbole des Namenlosen dabei - die 13 und die abgeschnittenen Glieder des kleinen Fingers. nun und Leomara sollte in den Namenlosen Tagen geboren werden.... Kann es sein, dass Leomara das ist was Pardona (genauso ungewollt) bei Beorn war? Eine Möglichkeit des Namenlosen, ihren Weg zu verfolgen und einzugreifen?

    Außerdem meinte mein Sohn, sie könne kein Kind des Drachen sein, weil das die hierarchische Geschichte des Landes total verändern würde. Naja, dürfen die Autoren das?

  • Als ich von Vascals Prüfung erzählte, meinte er, da seien ja einige Symbole des Namenlosen dabei - die 13 und die abgeschnittenen Glieder des kleinen Fingers. nun und Leomara sollte in den Namenlosen Tagen geboren werden....

    Ja, die Symbole traten mehrfach auf, aber für mich bestand da kein Zusammenhang. Bei der Loge schien mir das nur Wichtigtuerei, absichtlich die 13 wählen um mystischer zu erscheinen, oder als Symbol dafür, die Zwölfe abzulehnen, ohne in irgendeiner Weise dem Namenlosen zu huldigen. Und Vascals Finger wurde auch nicht dem Namenlosen geopfert, im Gegenteil. Wenn die Loge wirklich Anhänger des Namenlosen gewesen wären, hätte sich Vascal sofort von denen distanziert. Und Leomaras Geburt: Sie muss kurz vor (oder während?) der Drachenaudienz gezeugt worden sein, und dann kam das rechnerisch halt so hin, dass sie zwischen den Jahren hätte geboren werden können. Sowas kommt vor, Praioslob hatte ja auch an einem Namenlosen Tag Geburtstag wenn ich mich recht erinnere. Und es wurde bei Leomara ja verhindert. Insofern sehe ich da keine belastbare Spur des Namenlosen...



    weil das die hierarchische Geschichte des Landes total verändern würde.

    Wie ist das gemeint, dass es die hierarchische Geschichte verändern würde? Weil der spätere Horaskaiser ein Drachensohn ist?

    Der hat ja seinen Titel nicht vom Drachen geerbt, sondern von der Linie seiner Mutter. Bis zur Vermählung des Drachen mit der Mutter des Horas vergehen auch noch einige Jahre, insofern wäre Leomara als "aus einer früheren Beziehung" stammend in keiner Weise zur Thronfolge oder ähnlichem berechtigt.

    Und eine Rolle würde es sowieso nur spielen, wenn sie jemals wieder (dauerhaft) ins Liebliche Feld zurückkehrt und allgemein bekannt würde, dass sie ein Drachenkind ist, und das sehe ich noch nicht kommen.


    Und was die Autorität der Autoren angeht: Ich vermute mal, dass Ulisses nicht nur PDFs schickt, sondern auch bei "landverändernden" Dingen konsultiert wird und ein Vetorecht ausübt, wenn es nicht in den Kram passt.

  • Ich vermute mal, dass Ulisses nicht nur PDFs schickt, sondern auch bei "landverändernden" Dingen konsultiert wird und ein Vetorecht ausübt, wenn es nicht in den Kram passt.

    Ulisses hat kein Vetorecht. Unsere Namen stehen auf den Büchern, wir bestimmen, was drinsteht. Wenn es ganz hart auf hart käme, hätte Bernhard in allem das letzte Wort (was er noch nie gezogen hat, aber klar vereinbart ist).

    Bislang ist es aber noch nie dazu gekommen, dass Ulisses echte Bauchschmerzen mit etwas hatte und wir es dennoch im Roman belassen haben. Das ist natürlich auch nicht unser Bestreben - im Gegenteil. Wir freuen uns, wenn Setzungen, die wir in den Romanen vornehmen, in Produkte des Rollenspiels übernommen werden. Das ist beispielsweise für die aktuelle Sternenträger-Kampagne geplant, weswegen die Abstimmung hier besonders eng war, als ich an Band X geschrieben habe. Da gab es sogar ein Arbeitstreffen mit den Autoren der aktuellen Abenteuer und dem DSA-Chefredakteur.

  • Ulisses hat kein Vetorecht. [...]

    Interessant, vielen Dank für den Einblick hinter die Kulissen!

    Ich denke auch, dass man sich keinen Gefallen damit tun würde, mit etablierten Fakten komplett zu brechen. Ich weiß nicht, wie groß der Anteil an "DSA-Nerds" in der Leserschaft ist, aber er ist sicherlich nicht vernachlässigbar. Und mit denen würde man es sich unter Umständen verscherzen, wenn es allzu große Diskrepanzen zum etablierten Kanon gibt. Aber echt interessant und super positiv, dass ihr wirklich machen könnt, was ihr wollt!