Karin Slaughter - Belladonna

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Es gibt 48 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Hey,


    Kirsten: Für mich gilt schon fast: Je schlimmer desto besser... Gab erst ein Buch, wo selbst mir übel wurde ("Blut und Knochen" von Stuart MacBride), irgendwie langweile ich mich zu schnell :breitgrins:

  • Ich habe das Buch vor kurzem beendet. Da Slaughters aktuelles Buch Pretty Girls gerade sehr präsent ist, wollte ich - bevor ich dieses eventuell lese - erst mal schauen, was die Autorin bisher geschrieben hat. Daher ist dies auch mein erstes Buch von Slaughter gewesen.


    Das Setting in einer amerikanischen Kleinstadt und der berufliche Spagat zwischen Kinderärztin und Pathologin haben mich angesprochen. Allerdings dachte ich zuerst, dass Buch wäre nur aus Sicht der Protagonistin geschrieben. Dass hier auch andere Charaktere zu Wort kommen, hat mich zwar nicht gestört, im Nachhinein finde ich aber, dass die eigentliche Protagonistin hier doch etwas zu kurz kommt.
    Ansonsten ist das Buch flüssig zu lesen und der Stil ist recht einfach, was ich bei Krimis aber durchaus bevorzuge.


    Was die Darstellungen von Gewalt angeht, so bin ich zwiegespalten. Ich bin normalerweise nicht zimperlich, allerdings hatte ich bei diesem Buch schnell den Eindruck, dass Slaughter einfach nur schockieren will und deswegen konnte ich mich auch nicht richtig ekeln oder gruseln. Die Handlung wirkte diesbzeüglich zu künstlich auf mich und die vielen Schock-Faktoren, die Slaughter immer weiter drauf setzt, machen einen eher zynischen Eindruck auf mich.
    Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war das Verhalten von Sarah ihrem Ex-Mann gegenüber. Dass sie sich nicht mit ihm aussprechen kann, weil ihr es scheinbar wichtiger ist, weiterhin ihre Kränkung vor sich herzutragen und noch dazu mit eher seltsamen Verhalten auffällt, lässt sie nicht gerade wie eine erfahrene Ärztin in der Mitte ihres Lebens wirken. Selbst wenn man ihre Vergangenheit miteinbezieht, fand ich dieses Verhalten eher anstrengend.


    Zusammenfassend war ich aber trotz der Mängel von dem Buch unterhalten und bin gespannt, wie sich die Reihe und der Stil der Autorin weiterentwickeln.

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • Da Slaughters aktuelles Buch Pretty Girls gerade sehr präsent ist, wollte ich - bevor ich dieses eventuell lese - erst mal schauen, was die Autorin bisher geschrieben hat.


    Die beiden Bücher kann man meiner Meinung nach nicht miteinander vergleichen. Sie gehören nicht zusammen und sind in großem zeitlichen Abstand geschrieben worden. Ich habe erst kürzlich wieder einen der älteren Krimis von Karin Slaughter gelesen und festgestellt, dass mir die neueren Bücher viel besser gefallen.

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.

  • Ich werde wohl noch den zweiten Teil der Reihe um Sara Lindon lesen und mich soweit vorangeln, wie ich Lust habe. Und dann möchte ich irgendwann Pretty Girls lesen, das ist jetzt aber nicht an oberster Stelle meiner Prioritäten.
    Wenn die älteren Büchern schwächer sind, kann ich ja nur positiv von den neueren überrascht werden :breitgrins:

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • Karin Slaughter


    Belladonna


    Blindsighted


    Grant-County-Serie Teil 1


    Kinderärztin Sara und Polizist Jeffrey sind zwar seit Monaten geschieden, sind miteinander aber noch nicht fertig. Dann kommt es zu einem brutalen Mord an einer wehrlosen Blinden. Sara findet die Leiche und bleibt auch anschließend in den Fall involviert. Der Mord hat religiöse Aspekte und berührt in Sara Erinnerungen an ein eigenes traumatisches Erlebnis.


    Ach ja, der Krimi war mir etwas zu brutal. Dabei hat mich das bei den anderen Teilen, die ich von dieser Serie schon kenne, nicht gestört. Noch mehr Anstoß habe ich an emanzipatorischen Fragen genommen, die mir längst überholt vorkommen. Das Buch ist 2001 erschienen, wirkt von dieser Warte aus aber älter auf mich.


    Vermutlich werde ich sehr lange oder auch nie wieder was aus dieser Serie lesen.


    2,5 von 5 Punkten 2ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Bechdel-Test: :daumen:

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kiba ()

  • Ach ja, der Krimi war mir etwas zu brutal. Dabai hat mich das bei den anderen Teilen, die ich von dieser Serie schon kenne, nicht gestört.

    Das hat mich auch an dem Krimi gestört. Und wie du fand ich andere Krimis aus der Reihe nicht so schlimm. Aber die Reihe gefällt mir immer noch gut.

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.

  • Meine zweite Meinung

    Und ich ecke öfters mal mit der Sprache an, so wie manche meiner Vorredner schon schrieben, stört mich dieses "Yeah" immer mehr :rollen:


    Das kann ich verstehen, der Südstaatenflair ist auch mir manchmal zuviel :winken:

    Das ist mir beim zweiten Lesen extrem aufgefallen. Genauso übrigens wie der offene Rassismus bei der örtlichen Polizei. Bei den späteren Teilen ist das nicht mehr so, wenn ich mich richtig erinnere. Was allerdings geblieben ist, ist das typische Essen der Südstaaten, das immer wieder erwähnt wird.


    Weil ich mich gerade wieder quer durch die Reihe lese und das Verhältnis zwischen Lena (die übrigens Salina heißt, was ich sehr lustig fand :-) ) und Sara immer wieder thematisiert wird, habe ich diesmal mehr auf die beiden Frauen geachtet. Sara hat recht, Lena benimmt sich manchmal wirklich sehr anmaßend. Auf der anderen Seite stimme ich auch Lena zu wenn sie sagt, dass Sara sich oft sehr von oben herab benimmt.


    Den Täter hatte ich schon früh auf dem Schirm. Ob es daran liegt, dass ich das Buch schon gelesen habe oder ob ich einfach die Hinweise besser gedeutet habe, weiß ich nicht.


    Alles in allem ein gelungener reRead.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.

  • Belladonna war der zweite Krimi von Karin Slaughter den ich gelesen habe.


    Insgesamt war mir der Krimi eindeutig zu brutal. Ich brauche in einem Krimi nicht die genauen Details der Tat, da mag ich eher die Krimis die psychologisch angelegt sind anstatt jedes Detail zu erwähnen.

    Karin Slaughter hat aber einen sehr netten Schreibstil und der Rest der Handlung wo es um das Privatleben der Figuren geht fand ich dann sehr interessant. Aber Slaughter ist alles in allem nicht mein Fall, ich werde wohl eher zu anderen Krimi Autoren in nächster Zeit greifen.


    3ratten

  • Ich brauche in einem Krimi nicht die genauen Details der Tat, da mag ich eher die Krimis die psychologisch angelegt sind anstatt jedes Detail zu erwähnen.

    Es stimmt, Karin Slaughter geht immer sehr ins Detail. Bei ihr stört mich das aber nicht so sehr, weil es für mich zum Gesamtpaket passt.

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.