Boris Panteleimonow - Onkel Wolodja

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  • Ich habe dann auch mal wieder ein Buch vom SUB gelesen, diesmal fiel meine Wahl auf den Onkel Wolodja von Boris Panteleimonow.


    Kurz zum Plot, es geht um einen Neffen, der über seine Abenteuer mit dem Onkel Wolodja berichtet. Dieser wird fast schon ikonisch verehrt. Ihr fragt euch jetzt sicher, wer ist dieser Onkel Wolodja. Onkel Wolodja ist ein Kerl wie ein Bär, der sich das Gemüt und die Phantasie eines Kindes bewahrt und zu einem guten Tropfen nicht nein sagen kann und auch mal unter den Einfluss gewisse Getränke ein lustiges Wesen annimmt. Zu Beginn ist er noch Dampferkapitän, auch wenn das Aufkommen an Passagieren und zu transportieren Gütern überschaubar ist. Sein Neffe darf als Hilfskapitän mitfahren. Die Crew ist einem guten Tropfen ebenfalls nicht abgeneigt und schon sehr dilettantisch organisiert. Es gibt zahlreiche humorvolle Szenen. Auf der Rückfahrt erleidet der „heilige Wladimir“ (so heißt das Schiff) Schiffbruch und das Kapitel Dampfschifffahrt hat sich erstmal erledigt. Aber dank seiner Phantasie heckt sich Onkel Wolodja zusammen mit dem Neffen und einem befreundeten Kaufmann schon wieder neue Geschäftsideen aus, die dann auch umgesetzt werden, aber natürlich in der Praxis nach kurzer Zeit auch grandios scheitern, sei es als Müller, Gestütsbesitzer, Goldsucher u.v.m. Alle diese Episoden werden humorvoll geschildert.


    Wie ich kürzlich in einer Literatursendung aufgeschnappt habe, soll Reich-Ranicki mal über ein Buch gesagt hat, wenn man bei der Lektüre eines Buches lachen kann, dann ist es nicht so ganz schlecht. Panteleimonow schafft es auch mit der Situationskomik den Leser zum Lachen zu bringen, deshalb gibt es 4,5 Ratten für diese Perle der russischen Literatur.


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

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