Leonie Swann - Mord in Sunset Hall

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  • Leonie Swann - Mord in Sunset Hall


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    Gebundene Ausgabe: 448 Seiten

    Verlag: Goldmann Verlag (25. Mai 2020)

    ISBN-13: 978-3442315567

    Preis: 20,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Eine charmante Oldie-Truppe


    Inhalt:

    Sunset Hall ist das Heim einer skurrilen Seniorengruppe. Agnes, Edwina, Bernadette, Lilith, Winston und der Marschall haben sich zusammengetan, um auch im Alter selbstbestimmt zu leben und nicht einem Pflegeheim zu enden. Zwar machen ihre verschiedenen Gebrechen ihnen das nicht leicht, doch sie ergänzen sich immer wieder gut und wursteln sich durch den Alltag. Kompliziert wird es, als Lilith erschossen im Schuppen liegt und die Polizei auftaucht, und noch komplizierter, als es weitere Morde gibt. Doch unsere Helden haben nicht umsonst eine Vergangenheit bei der Polizei oder beim Geheimdienst. Die Ermittlungen in den Mordfällen überlassen sie ganz bestimmt nicht den Jungspunden von der Polizei!


    Meine Meinung:

    Im Gegensatz zu „Glennkill“ oder „Gray“ ist „Mord in Sunset Hall“ kein Tierkrimi, wenngleich es kurze Passagen aus der Perspektive der Schildkröte Hettie gibt. Aber der weitaus überwiegende Teil ist aus Agnes’ Sicht geschildert. Die alte Dame ist aufgrund ihres Hüftleidens nicht mehr gut zu Fuß. Entsprechend langsam geht die Geschichte voran. Das war aber auch schon das Einzige, was mich hier ein bisschen störte.


    Ansonsten fühlte ich mich glänzend unterhalten von einer unerwartet komplexen Handlung mit viel Wortwitz und trockenem bis schwarzem Humor sowie einer Sammlung wunderbar charmanter Protagonist*innen, die ich ruckzuck in mein Herz geschlossen habe, samt Schildkröte Hettie und Wolfshund Brexit.


    Jeder der Senioren hat sein Päckchen zu tragen, ob er/sie nun blind, gehbehindert oder übermäßig vergesslich ist. Gerade auch die zuweilen auftretende geistige Verwirrung bringt Spannung ins Spiel, da man als Leser nicht weiß, ob etwas tatsächlich so passiert ist oder ein erzähltes Ereignis auf Einbildung beruht.


    Die letzten etwa hundert Seiten arbeiten auf den Showdown hin. Hier wird es super spannend. Sämtliche Todesfälle werden aufgeklärt, wobei mich Leonie Swann gut überraschen konnte.


    Fazit:

    Ein warmherziger Cosy Krimi um eine skurrile Senioren-WG, deren Mitglieder manchmal recht unorthodoxe Ansichten von Recht und Ordnung haben. Leichte Spannung ist durchgehend vorhanden, am Schluss sogar ganz viel. Humor, aber auch Nachdenkliches gibt es zur Genüge.


    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Cosy Krimis.


    ★★★★☆

  • Brexit ist toll :err:

    Ich lese das Buch momentan und es unterhält mich blendend. Nicht nur wegen Brexit :elch: sondern auch wegen all der schön mysteriösen Geheimnisse und dem tollen Humor, der aber die Spannung nicht in den Hintergrund drängt. Swann dosiert finde ich genau an der richtigen Stelle. Außerdem finde ich persönlich auch, das sie alt sein und alt werden realistisch beschreibt. Gerade auch die Gefühle dazu.


    Und die großartige Hetti, tolle Schildkröte. Sie faucht so schön an den richtigen Stellen :err:


    Alice Einstellung zum Brexit: Seit der nämlich ständig im Fernsehen ist, kann man das Gerät auch gleich in den Keller stellen (dort steht er nun und fristet ein einsames Dasein).

  • Update: Ich bin fertig^^


    Es war wirklich sehr unterhaltsame, kurzweilige Lektüre. Auch wenn ich mal wieder die Lösung hatte, bevor Agnes drauf kam. Aber hier störte mich das nicht großartig, erstens weil es einfach nicht unbegrenzt viele Strickmuster gibt, die man als Autor*in benutzen kann. Zweitens weil "Mord in Sunset Hall" einfach Spaß gemacht hat. Hi und da hätte ich vielleicht gerne noch mehr über die Bewohner des Hauses erfahren. Es gibt zahlreiche Andeutungen die auf ziemlich interessante Biographien schließen lassen. Ich mochte die Figuren einfach auch sehr gerne, auch wenn es manchmal nicht ganz leicht war allen Gedankengängen zu folgen, weil die Autorin schon auch versucht hat, die Denkweise von älteren Menschen ein zu fangen, die zum Teil hi und da nicht mehr ganz klare Tage haben.


    Es war einfach in sich eine schöne Runde Sache. Der Fall schön mysteriös, die Ermittlungen klassische Detektivarbeit, und der Humor auf den Punkt.

    Von mir gibts: 4ratten