Maria McCann - The Wilding

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Kaufen* bei

    Amazon
    Bücher.de
    Buch24.de

    * Werbe/Affiliate-Links


    Ein Wilding ist ein wild gewachsener Apfelbaum, aus zufälligen Samen entstanden, im Gegensatz zu einem gezüchteten.


    Das ländliche England im 17. Jahrhundert: Hauptfigur ist Jonathan, ein junger Mann, er lebt noch bei seinen Eltern und ist leidenschaftlicher „cider maker“. Als sein Onkel stirbt, wittert er ein Geheimnis und bietet seiner Tante an, ihre Äpfel zu verarbeiten, um sie so näher kennen zu lernen und herauszufinden, welches Geheimnis rund um den Tod und vielleicht auch das Erbe man ihm verschweigt. Eine junge Bedienstete niedrigster Herkunft scheint mehr über die Angelegenheit zu wissen.


    Die Autorin hat in "Rotes Glas" (As Meat loves Salt) erfolgreich einen absolut hassenswerten Protagonisten geschaffen, ich habe von diesem Buch also einiges erwartet. Jonathan wirkte immerhin zu Beginn ganz nett, aber auch wenn er sich nicht zu einem Ekel wandelt, ging er mir mit seiner unbedachten Art mit Zeit ziemlich auf die Nerven. Mal einmal erst das Gehirn einschalten und dann den Mund oder andere Körperteile benutzen, hätte ihm so einiges leichter gemacht.


    McCann kann allerdings eine realistisch wirkende vergangene Welt schaffen, an ihrem historischen Hintergrund wirkt aber auch nichts geschönt oder durch eine moderne Perspektive verfälscht. Wer wirklich einen historischen Roman und nichts romantisiertes Lesen will, ist bei ihr gut aufgehoben. Da ist es dann auch nicht so schlimm, wenn man die Protagonisten nicht mag.


    4ratten