Frédéric Beigbeder - 39,90

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Inhalt: Octave Parango hat einen Topjob in einer noblen Pariser Werbeagentur, Geld und Luxus ohne Ende – und die Schnauze so voll, dass ihm davon schlecht würde, gäbe es nicht den Koks, die Frauen und den Zynismus. Schonungslos verdammt er seine Welt, in der einfach alles käuflich ist, er selbst eingeschlossen. Sein einziges Ziel: er will entlassen werden. Aber das ist schwerer als gedacht.


    Meine Meinung: Das Buch steht schon länger bei mir herum, aber irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt dafür. Aber nun hab ich das Buch in zwei Tagen gelesen. Und es war gar nicht mal so schlecht.

    Das Buch hat eine Besonderheit, die ich so noch nirgends gesehen habe. Es ist in 6 Abschnitte unterteilt und jeder Teil ist in einer anderen Form geschrieben. Es beginnt in der Ich-Form, wechselt dann in die Du-Form und anschließend kommen Er, Wir, Ihr und Sie.

    Gemeinsamer Nenner ist immer Octave, der mit seinem Job unzufrieden ist, seinen Kollegen in der Agentur und das ausschweifende Leben in Paris zwischen Koks, Prostituierten und der sinnlosen Werbung. Das Buch ist im Grunde eine kleine Abrechnung mit der Manipulation von Werbeagenturen, wie sie uns Konsumenten dazu bringen Dinge zu kaufen von denen wir nicht mal wussten dass wir sie brauchen. Wie Slogans, sogenannte Claims, entstehen und wie viel Geld in Werbespots fließt die nicht mal 30 Sekunden dauern.


    Ich habe mich köstlich unterhalten. Vor allem wenn es darum ging wie Octave und seine Kollegen einen Werbespot für ein Joghurt produzieren. Wie sie krampfhaft versuchen scheinbar politisch korrekt zu sein. Ja kein schwarzes Model, das kommt nicht an. Das perfekte Model, dass sie dann gefunden haben hat noch immer zu dunkle Haut, also muss sie per Photoshop heller gemacht werden. Zu sexy darf sie auch nicht sein, immerhin sollen auch Kinder angesprochen werden und Frauen kaufen es dann auch nicht weil sie in Konkurrenz treten. Vollkommen absurd wenn man länger drüber nachdenkt.


    Was ich nicht gebraucht hätte ist die teils sehr derbe Sprache und teils echt heftige sexuelle Sätze, die mitten im Text auftauchen und die für die Handlung eigentlich keine Bedeutung haben. Aber ich glaube der Autor wollte einfach darstellen wie heftig sich das Koks auswirkt.


    Der Schluss hat mich dann ein bisschen aus dem Konzept gebracht, denn da wird es plötzlich unglaublich brutal. Damit hätte ich nicht gerechnet, aber es passt dann zur restlichen Handlung und hat daher seine Berechtigung.


    Alles in allem ein gutes Buch.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus: