Kristen Harnisch - Die Tochter des Winzers

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Inhalt:

    Sara wächst als Tochter eines Winzers in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts auf. Nachdem ihre Schwester Lydia einen Weinhändler heiratet, der Sara so gar nicht sympathisch ist, gerät alles aus den Fugen. Die beiden jungen Frauen müssen fliehen.


    Es handelt sich um den Auftakt zu einer Trilogie.


    Meine Meinung:

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auch wenn an vielen Stellen vorhersehbar ist, was passieren wird, war es durchwegs spannend. Vielleicht gibt es ein paar viele Zufälle, aber wenn man dann das große Ganze sieht, ist es nicht so abwegig dass alles so kommen musste. Nicht alles ist von vorne herein klar, es gibt durchaus die ein oder andere Überraschung. Außerdem war es extrem spannend auch einfach herauszufinden, wann gewisse Dinge geschehen werden. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es fast in einem Rutsch ausgelesen.

    Die Sprache ist sehr angenehm, das Buch liest sich schnell aber nicht zu einfach.


    Man fühlt sich gut ins 19. Jahrhundert zurückversetzt - die Beschreibungen wirken allesamt plausibel, ohne dass ich hier aber viel dazu recherchiert hätte. Die damalige Zeit steht allerdings nicht im Vordergrund, es dreht sich alles um die Geschichte rund um Sara. Trotzdem erfährt man natürlich einiges über das Leben zu jener Zeit, besonders aber über den Weinbau (sehr interessant da mal einen Einblick zu bekommen).

    Inhaltlich ist eine Mischung aus vielen Dingen: ein Drama mit viel Spannung, eine Liebesgeschichte (die zwar nicht im Vodergrund steht und nur einen kleinen Teil des Buches einnimmt, aber doch wichtig ist), eine Familiengeschichte, vielleicht sogar eine Art Thriller.


    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und man kann sich in sie hineinversetzen. Die Hauptfiguren lernt man als Leser sehr gut kennen, manche habe ich sogar ins Herz geschlossen und freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Band. Für mich war da alles sehr stimmig. Zum Wohlfühlcharakter des Bucher beigetragen hat wahrscheinlich auch, dass nur die "guten" Personen intensiv beleuchtet wurden. Das ist mir gerade erst bewusst geworden. Alle sind sehr sympathisch, die nicht so sympathischen werden nicht in dieser Tiefe beschrieben.


    Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie. Er ist auch einzeln sehr gut lesbar, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass der erste Teil nicht übertrumpft werden kann. Aber wer weiß, was sich die Autorin hat einfallen lassen.


    5ratten

  • Ich habe mittlerweile auch die beiden Folgebände gelesen. Da ich keine eigene Rezension dazu schreiben möchte, erwähne ich das einfach hier kurz:


    Beide Bände können jedenfalls mit dem Auftakt der Serie mithalten. Wider meines Erwartens gibt es noch einiges zu erzählen, die Spannung lässt nie nach. Sara ist weiterhin die Person, die alles zusammenhält, es stehen in den anderen Bänden aber teilweise andere Personen im Vodergrund.

    Zum dritten Band sei noch gesagt, dass sich dieser etwas von seinen Vorgängern unterscheidet. Der 1. Weltkrieg wird detailliert beschrieben, Grausamkeiten gehören hier leider dazu. Dadurch hat sich der Stil etwas verändert, was aber perfekt zu den geschilderten Geschehnissen passt.


    Ich hab keine Informationen dazu gefunden, ob die Serie nun beendet ist. Nachdem das dritte Buch aber mit ENDE abgeschlossen wird, gehe ich davon aus.


    Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Serie, die mich von Anfang an bis zum Ende durchgehend überzeugt hat. Die Spannung reißt nie ab und Emotionen spielen eine große Rolle.