Alice Hasters - Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten

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Es gibt 31 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Jaqui.

  • Da ich mit Boxerbraid nichts anfangen konnte, habe ich jetzt mal gegoogelt. Warum sollen diese Zöpfen nur boxenden Frauen vorbehalten sein und seit wann. Diese Zöpfe haben uns unsere Eltern schon vor Jahrzehnten gemacht, weil es eben schön ordentlich aussah.

  • Dreadlocks an Schwarzen: der mach was mit Drogen. Wir noch häufiger als eh schon kontrolliert.


    Dreadlocks an Weißen: Ausdruck von besonderer Wokeness.

    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Hallo allerseits, ich habe in der letzten Zeit etwas in dem Buch weitergelesen und ich denke mir immer mehr, dass diese Diskriminierungen, die Frau Hasters schildert, auch umgekehrt gegen weiße Menschen auftreten können.

    Vieles, was die Autorin dann noch schildert, kriegt bei mir den Prädikat "anekdotische Evidenz", besonders das Kapitel mit der Sexualisuerung ihres Körpers.

  • Vielleicht solltest Du noch mal den Buchtitel reflektieren...

    Ehrlich gesagt habe ich den Eindruck das Du nicht verstanden hast, was Rassismus genau ist und warum weiße Menschen davon so nicht betroffen sein können. (Stichwort Macht und Privilegien)

    Ich finde es ziemlich anmaßend in dieser Form als weiße Person von anekdotischer Evidenz zu sprechen.

    (Nach einem einzigen Buch zu diesem Thema...)


    https://www.quarks.de/gesellsc…sismus-gegen-weisse-gibt/

  • Woher weißt Du, dass es das einzige Buch zum Thema gewesen ist, das Lykantrophin zum Thema gelesen hat, HoldenCaulfield ?


    Ich hab's auch vor einer Weile gelesen und sehe es auch als persönlichen Erfahrungsbericht , und zwar als interessanten, der zum Nachdenken anregt, aber eben doch "anekdotisch".

    Vergleichbar (zu einem völlig anderen Bereich, aber auch da muss Leuten "ein wichtiges Problem nahegebracht werden"..) mit dem da:

    Johanna Romberg - Der braune Bär fliegt erst nach Mitternacht

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    (Auch eine Sammlung persönlicher Erlebnisse)


    Ich denke, dass solch eine persönliche Sicht auf viele Leute auch durchaus nachhaltiger wirkt als ein Sachtext zum Thema.

  • Anekdotisch vielleicht, aber wenn man sich mal andere Literatur zum Thema strukturellen Rassismus anschaut, merkt man, dass das Buch Theorien mit persönlichen Erfahrungen belegt und eben doch nicht nur ein Erfahrungsbericht ist. Ich denke, dass das HoldenCaulfield auch mit ihrem Kommentar meinte.


    Andere Literatur wäre übrigens: "Deutschland schwarz weiß" oder "Exit racism".

  • Ich habe das Buch gestern beendet und fand, nur das letzte Kapitel über ihre Familie und Familienstrukturen war gut und ohne unnötige Ironie gespickt.

    Ich werde den Buch nicht mehr als 3ratten geben.

    Für eine bessere Bewertung kam es mir nicht über die vormals erwähnte anekdotische Evidenz hinaus.

  • Hallo allerseits, ich habe in der letzten Zeit etwas in dem Buch weitergelesen und ich denke mir immer mehr, dass diese Diskriminierungen, die Frau Hasters schildert, auch umgekehrt gegen weiße Menschen auftreten können.

    Nein.

    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • ich empfehle euch wirklich, euch aktiv mit eurem Weißsein auseinander zu setzen. Ein Einstieg bietet dieser Artikel:


    https://www.deutschlandfunk.de…ein-als-privileg-100.html


    Es gibt auch Bücher dazu. Z.B. "Me and White Supremacy"


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    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Ich hab mir das Buch mal ausgeliehen. Das ist ein Thema zu dem ich bisher noch gar nichts gelesen habe.

  • Ich habe das Buch beendet und ich hab mich noch nie so schwer getan ein Buch zu bewerten wie dieses. Es sind persönliche Erfahrungen, aber ich habe manchmal das Gefühl, dass sie sehr verallgemeinert.


    Aber zuerst mal das Positive. Ich habe mir nie wirklich Gedanken über Rassismus gemacht. Ich kenne auch quasi niemanden, der schwarz ist. Aber ein Satz ist mir hier hängen geblieben. "Weiße sind nie Opfer von Rassismus und wenn, ist er positiv besetzt". Dazu gibt es im Buch das Beispiel mit dem Anstarren oder angreifen. Auch weiße Menschen werden angestarrt und angegriffen, vor allem in Gegenden wo weiße Hautfarbe die Ausnahme ist. Aber es ist nie feindlich, sondern immer nur mehr Erstaunen.

    Da geb ich ihr vollkommen recht, das ist sicherlich so.


    Auch dass schwarze Menschen, vor allem Frauen, oft auf das Aussehen reduziert werden. Da hat sie das Beispiel mit dem Po genannt. Jeder glaubt schwarze Frauen haben einen dicken Hintern. Aber: Das Vorurteil kommt ja nicht von irgendwoher. Frauen tanzen in Musikvideos oft sehr aufreizend und reduzieren sich selbst darauf. Man denke nur an Beyonce. Die verdient allerdings Millionen mit ihrem Aussehen. Dass damit dann alle über einen Kamm geschoren werden, ist natürlich nicht in Ordnung.


    Und der letzte Punkt über den ich noch nie so richtig nachgedacht habe: der Verdienst. Sie kritisiert, dass schwarze Frauen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Das ist aber leider generell so. Frauen verdienen weniger, das gehört geändert.

    Dann aber stellt sie den Verdienst von zwei Tennisspielerinnen gegenüber. Die eine verdient weniger, nur weil sie schwarz ist. Jetzt sind sie schon benachteiligt, weil sie Frauen sind. Die Hautfarbe ist dann noch ein Kriterium. Das ist definitiv nicht okay.


    Aber jetzt zu den Punkten mit denen ich ein Problem hatte. Beispiel Schule. "Die Kinder bekommen schlechtere Noten weil sie schwarz sind."

    Die Eltern der Kinder mit Migrationshintergrund haben oft eine andere Muttersprache. Und diese Eltern können den Kindern sehr oft in der Schule nicht helfen, vor allem wenn es um Deutsch geht. Eine Freundin von mir kommt von den Philippinen, ihr Mann ist Türke. Die sprechen beide Deutsch, aber die Grammatik ist oft falsch. Diese Eltern können den Kindern da nicht helfen. Das ist aber nicht rassistisch, sondern eine einfache Tatsache. Wenn ich die Sprache zwar sprechen kann, aber grammatikalisch mich nicht auskenne, kann ich eben nicht helfen.


    Und bei den Ansichten zu Beziehungen habe ich mir oft gedacht: das passiert auch in weißen Beziehungen. Man streitet, man trennt sich. Ob das wirklich was mit der Hautfarbe zu tun hat?


    Alles in allem, waren viele Situationen im Buch beschrieben, die sich ein weißer sicher nicht vorstellen kann.

    Aber ist es rassistisch wenn man die Handtasche fester hält, wenn man angesprochen wird? Ich mach das immer. Ganz gleich wie die Person aussieht. Mir wurde mal das Handy gestohlen, der Mann war jung und weiß. Seitdem bin ich vorsichtig.


    Von mir bekommt das Buch 4ratten


    Es ist ein Buch, dass ich gerne weiter empfehlen würde zu dem Thema.