Graham Bowley - Kein Weg zurück: Leben und Sterben am K2

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Inhalt

    Am 11.August 2008 ereignete sich am zweithöchsten Berg der Welt eine nie dagewesene Katastrophe: von den 30 Bergsteigern, die an diesem Tag aufbrachen, um den Gipfel zu erreichen, kamen elf ums Leben. Der amerikanische Reporter Graham Bowley begab sich auf die Suche nach den Gründen. Seine Reise führte ihn zu den Bergsteigern, die überlebt haben, zu den Familien der Toten und ins Karakorum, um den Berg mit eigenen Augen zu sehen.


    Meine Meinung

    Auf den ersten Blick scheint die Idee, jemand ohne die geringste Ahnung vom Bergsteigen ein Buch über die bis dahin größte Katastrophe auf einem Achttausender zu schreiben, abwegig. Aber gerade weil Graham Bowley so unwissend ist, war er für mich der perfekte Berichterstatter. Denn er kannte keinen der großen Namen und ging deshalb neutral mit allen Informationen um, die er bekam.


    Sicher ist, dass vieles schief gegangen ist. Es waren zu viele Menschen am Berg, es fehlte den Sherpas teilweise an wichtiger Ausrüstung und es waren nicht ausreichend Fixseile gespannt. Das führte zu einem Stau am sogenannten Flaschenhals, was wiederum dazu führte, dass Viele zu spät auf den Gipfel kamen und dort teilweise wertvolle Zeit mit Fotografieren und auch Telefonieren verbrachten.


    Beim Abstieg passierte die Katastrophe: ein Serac löste sich und versperrte den Einstig zum Flaschenhals. Die Bergsteiger, die ohnehin schon zu spät auf dem Gipfel und auf dem Rückweg waren, hatten keine Chance mehr.


    Aber es gab auch menschliches Versagen. Manch einer wollte unbedingt den Gipfel erreichen und drängelte sich vorbei, andere ließen ihre Kameraden zurück und wieder andere trafen einfach falsche Entscheidungen. Wenn man die Berichte der Überlebenden liest, widersprechen sie sich teilweise. Auch hier hat Graham Bowley keine Partei ergriffen, sondern das seinen Lesern überlassen.


    Kein Weg zurück zeigt, wohin der Massentourismus am Berg führen kann. Auch wenn die Weite unendlich scheint, ist doch nicht genug Platz für alle.

    5ratten


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.