Hermann Broch - Die Schlafwandler

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von sandhofer.

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    Inhalt

    Deutschland zu Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts: die alten Werte haben ihre Gültigkeit verloren, nur noch Logik und Rationalität bestimmen das Handeln der Menschen. Vor diesem Hintergrund leben drei Männer mehr oder weniger vor sich hin. Sie haben kein konkretes Ziel im Leben, sondern lassen sich treiben und ihre Entscheidungen von anderen treffen. Alle drei haben Ängste, die sie nicht näher benennen können. Sie sind mehr wie Schlafwandler als wache Menschen.


    Meine Meinung

    Sei es Joachim von Pasenow, August Esch oder Wilhelm Huguenau: keiner der drei Männer ist mir bei der Lektüre wirklich nahe gekommen. Für Joachim von Pasenow konnte ich mich noch am ehesten erwärme, die beiden Anderen haben mich durch ihre kalte und gewaltbereite Art eher abgeschreckt.


    Die Gewalt war allgegenwärtig in der Erzählung. Oft hatte ich den Eindruck, als ob es für die Protagonisten die einzige Möglichkeit war, ihren Gefühlen ein Ventil zu geben, weil sie sich ihnen anders nicht stellen konnten.


    Der Ton war harsch. Von anderen wurde meistens von oben herab geredet, als ob Zuneigung oder Lob eine Schwäche sind. Das hat mir das Lesen oft schwer gemacht, denn ich habe selten eine Geschichte gelesen, die auf mich so kalt gewirkt hat.

    2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Liebe Grüße

    Kirsten

    Failure is success in progress. Either you win or you learn.

  • Sei es Joachim von Pasenow, August Esch oder Wilhelm Huguenau: keiner der drei Männer ist mir bei der Lektüre wirklich nahe gekommen.

    Nun, dass man sich seinen Protagonisten nahe fühlt, war wohl auch nicht das Ziel Brochs ... :)

    Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)