Buch zu Ende lesen oder nicht?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 323 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • Meine Antwort ist hier schon vertreten: Ca. 80 - 100 Seiten gebe ich einem Buch. Wenn wir nicht zueinander finden, kommt es wieder ins Regal, bekommt irgendwann eine zweite Chance. Wenn die auch nicht hilft, geht es weg.
    Durchquälen tue ich mich nicht mehr, da ist mir die Lesezeit zu schade, und ich habe genug Bücher.

  • Ich habs bestimmt auch schon mal geschrieben, aber in der Regel kämpfe ich mich durch. Da ich viele Bücher in Leserunden lese oder als Rezensionsexemplare, ist es eben der "Preis", dass ich meine Zeit auch mal einem Buch widmen muss, das mir eigentlich nicht gefällt.

    LG, Dani


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  • Meine "Abbrecherquote" (hab in der Umfrage "jedes 4. oder 5. angegeben..) ist sicherlich auch darum relativ hoch, weil ich einer Bücherei eng assoziiert bin (arbeite ehrenamtlich mit) und daher Zugriff auf eine Menge frischen "Stoff" habe. Da nimmt man schon mal was mit, das nicht unbedingt ins Beuteschema passt und gibt ihm eine Chance.. lohnt sich oft, aber halt nicht immer.
    Bei selbstangeschafften Büchern ist meine Abbrecherquote jedenfalls definitiv geringer.


    Insgesamt stelle ich fest, dass ich es mit steigendem Alter immer weniger als "Charakterstärke" und immer mehr als "Zeitverschwendung" betrachte, mich durchzubeißen, wenn's einfach überhaupt nicht passt zwischen dem Autor und mir (wobei meine Bandbreite da eigentlich recht groß ist, bilde ich mir ein.. ;) ).

    Wenn einer, der mit Mühe kaum

    Gekrochen ist auf einen Baum

    Schon glaubt, dass er ein Vogel wär -

    So irrt sich der. (Wilhelm Busch)

    Einmal editiert, zuletzt von Alice ()


  • Insgesamt stelle ich fest, dass ich es mit steigendem Alter immer weniger als "Charakterstärke" und immer mehr als "Zeitverschwendung" betrachte, mich durchzubeißen


    Das geht mir auch so.
    Früher wäre es für mich undenkbar gewesen, ein Buch einfach abzubrechen, egal wie mies es war.
    Heute fällt mir das deutlich leichter.

  • Ich breche eigentlich fast nie ein Buch ab, ich habe meistens die Hoffnung, das Buch wird zum Ende hin noch besser *g*. Außerdem habe ich dann das Gefühl, nur eine halbe Sache gemacht zu haben ... andererseits ihr habt sicher recht, dafür ist die Lesezeit fast zu schade ...

    "Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken." (Hermann Hesse)

  • Du bist ja auch noch so jung.. :breitgrins: .. da kommt einen die erschreckende Erkenntnis noch nicht, dass eventuell schon die 2. Hälfte der Lebenslesezeit angebrochen ist.. :rollen:


    Life is too short for bad books..

    Wenn einer, der mit Mühe kaum

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  • Du bist ja auch noch so jung.. :breitgrins: .. da kommt einen die erschreckende Erkenntnis noch nicht, dass eventuell schon die 2. Hälfte der Lebenslesezeit angebrochen ist.. :rollen:


    Life is too short for bad books..


    Volle Zustimmung meinerseits... :rollen: :zwinker: :breitgrins:

    //Grösser ist doof//

  • Also ich breche selten ein Buch ab. Auch wenn ich auf den ersten Seiten ein paar Probleme habe oder nicht in die Geschichte reinkommen, ich lese mindestens erst mal 100 Seiten. Wenn ich dann merke, ich quäle mich nur durch und würde am liebsten was anderes lesen, dann lege ich das Buch weg. Vielleicht bekommt es dann später noch eine zweite Chance. Manchmal lese ich dann aber auch noch schnell zumindest das Ende. :breitgrins:
    Ich finde, es gibt einfach zu viele gute Bücher und zu wenig Zeit, um diese mit Büchern zu "verschwenden", die mir nicht gefallen.
    Letztes Jahr habe ich z.B. "Böse Träume" abgebrochen, das war war nicht mein Ding. Und "Der Besucher" zog sich für mich eeeeewig dahin und ich wurde auch mit den Figuren nicht warm.

    Ich kaufe keine Bücher. Ich adoptiere sie. :hexe:

  • Früher meinte ich auch, jedes Buch lesen zu müssen - egal ob gut oder schlecht. Das habe ich mir mittlerweile abgewöhnt. Aber ich muss sagen, das passiert wirklich selten, dass ich ein Buch so schlecht finde, dass ich es nicht zu Ende lesen mag.

    Wer lesen will, der liest, und jedes Buch wird gefunden von dem, der es sucht.<br />(Eduard Engel)


  • Aber ich muss sagen, das passiert wirklich selten, dass ich ein Buch so schlecht finde, dass ich es nicht zu Ende lesen mag.


    Geht mir auch so, vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr.

    Ich kaufe keine Bücher. Ich adoptiere sie. :hexe:

  • Hallo allerseits,


    Ich breche selten Bücher ab, außer in dem Fall, dass ich nach 100 Seiten nicht in das Buch reinkomme.

    Einige Bücher stelle ich wieder zurück ins Regal. Andere Bücher sortiere ich für immer aus. Dann wandern die aussortieren Bücher entweder in den Bücherschrank oder ich verkaufe sie.

    Ich muss mich nicht durch jedes Buch quälen, dafür ist die Lebenszeit zu kostbar.

  • Schön, dass du den Thread wiederbelebst :winken:


    Ich habe immer mal wieder ein Buch abgebrochen, das mir nicht gefallen hat. Dann habe ich während einer Leseflaute Andy Miller - A year of reading dangerously. How fifty great books saved my life gelesen und das hat mich dazu inspiriert, Bücher nicht mehr abzubrechen. Unterm Strich habe ich damit mehr positive als negative Überraschungen erlebt und bleibe seitdem dabei.

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.

  • Bücher komplett abbrechen kommt relativ selten vor. Öfter wandern sie angelesen in Regal zurück und warten auf eine zweite Chance. Allerdings kommt es auch vor, dass solche Kandidaten trotzdem raus geworfen werden, wenn ich zwischenzeitlich ein anderes Buch von dem/der Autor/in abgebrochen habe. Dann passen wir halt nicht zusammen und fertig.

  • Ich breche schon seit Jahren Bücher ohne schlechtes Gewissen ab. Es schärft auch meinen eigenen Geschmack und manchmal zeigt es mir auch die ein oder andere Geschmacksänderung auf.


    Es sind aber auf jedenfall weniger geworden, was sicher auch daran liegt, das ich mein Leseverhalten einfach gut kenne und im großen und ganzen einschätzen kann, ob ein Buch für ich funktioniert oder nicht. Mittlerweile hab ich auf Goodreads auch eine Abbruchkategorie eingepflegt. ^^

  • Ich breche auch schon länger jedes Buch ab, das nicht gefällt/nicht fesseln kann.

    Manche werden ausgesetzt und andere bekommen eine 2. Chance. Manchmal ist es ja nur das falsche Buch zum falschen Zeitpunkt.

    Ich hab einfach zu wenig Zeit, um mich durch jedes Buch hindurchzuquälen. ;)

    Vernunft, Vernunft...

  • Warum sollte man ein Buch auch nicht abrechen können. Filme schaltet ich ja auch weg, wenn sie merkwürdig werden.

    Allerdings lese ich grundsätzlich noch das Ende, damit ich zumindest weiß, wie es ausgeht.