Gemütliche Lesestube - Lesethread zum Plaudern und wohlfühlen

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1.149 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Alexander90.

  • HoldenCaulfield ich fand auch, dass Turton bei Evelyn Hardcastle einfach zu sehr übertrieben hat. Die Handlung war nicht komplex, sie war einfach nur mehr chaotisch.

    Aber gleichzeitig fand ich das Setting und die Stimmung super und war immer gespannt, was als nächstes kommt.

    Dass es ein neues Buch gibt, habe ich nicht mitbekommen, aber das wandert direkt auf die Leseliste.

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • tári

    Ich fand tatsächlich er hätte an ein paar Stellen weniger Übersinnliches einbringen müssen, dann hätte manches für mich besser funktioniert (das Ende fand ich totalen Quark :lachen: ) und ich fand die Idee, das die Hauptfigur alles immer wieder in dem Körper der jeweiligen Person erlebt, nicht gut umgesetzt.

    Ich hatte den Eindruck, das er so viele Ideen hatte und dann einfach alles in einen einzigen Roman gepackt hat.


    Sein neuer Roman gefällt mir weiterhin besser. Es bewegt sich aber auf jedenfall wieder in diesem Bereich Übersinnliches. Wenn man das vorher weiß, kann man sich denke ich mal besser darauf einlassen. Es hat für mich daher ein klein wenig Gruselfaktor - aber ich bin definitiv dermaßen leicht zu erschrecken dass das nichts heißt^^


    Ansonsten juckt gerade mein Impfarm wie blöde... Er ist immer noch angeschwollen und immerhin nicht mehr ganz so rot. Aber es juckt :ohnmacht: ich versuche es zu ignorieren. Zum Glück tuts beim berühren immer auch ein bissl weh, das hält mich etwas davon ab zu kratzen.

  • Ich habe am Wochenende mit "The Plague Charmer" von Karen Maitland begonnen.


    Maitlands Bücher spielen in der Regel im Mittelalter, gerne zur Pestzeit, und sind ein atmosphärisch-düsterer Mix aus Historienroman und leichtem Fantasytouch, bevölkert von toll ausgemalten Charakteren. Diesmal sind wir in Porlock Weir, einem Fischerörtchen im Süden Englands, wo eine Sonnenfinsternis die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, kurz bevor eine für tot gehaltene Frau aus dem Meer gefischt wird, die wider Erwarten unbeschadet überlebt hat und eine schreckliche Forderung stellt: ein Menschenleben gegen den Schutz der Dorfbewohner.


    Die Dorfgemeinschaft geht darauf nicht ein, doch nur wenig später ist zu hören, dass die große Pestilenz wieder ausgebrochen ist, und es dauert nicht lange, bis sie die von schlechten Ernten sowieso schon niedergeschmetterte Bevölkerung von Porlock Weir unmittelbar bedroht. Man setzt alles daran, eine Ausbreitung zu verhindern - ob das von Erfolg gekrönt sein wird?


    Wetterkapriolen, Seuchen und Uneinigkeit unter den Menschen, das kommt einem irgendwie bekannt vor ... und obwohl ich in der momentanen Zeit eher wenig Lust auf "Seuchenbücher" habe, mache ich für Maitland doch gerne eine Ausnahme, weil sie unfassbar gut darin ist, Atmosphäre zu schaffen und dabei eine hochspannende Geschichte zu erzählen.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Mitte Juli habe ich mit Evelina von Frances Burney begonnen und bin irgendwie von abgekommen. Dabei gefällt es mir sehr gut.

    Es ist Wahnsinn, was sich Frauen von Männern bieten lassen mussten. Evelina hat bei ihrem Ziehvater eine gute Erziehung genossen. Er hat sie gelehrt, für sich einzustehen. In London, wo sie sich auf Bällen Verehrern ausgesetzt sieht, nutzt ihr das herzlich wenig. Ein Nein, ja Hunderte Neins lassen die ehrenwerten Herren der Gesellschaft nicht gelten. Sie sieht sich gedrängt, begründen zu müssen, warum sie nicht tanzen möchte. Sie sieht sich gedrängt, die Gesellschaft ehrenwerter Männer ertragen zu müssen, die ein Nein nicht akzeptieren. Lehnt sie es ab, mit einem zu tanzen, der ihr nicht genehm ist, ist es ihm gegenüber ein Affront, mit einem anderen zu tanzen. Einer treibt es dermaßen auf die Spitze, dass man das heute Stalking nennen würde.


    Im Büro beginne ich heute Am Ende war die Tat von Elizabeth George - ein Inspector-Lynley-Roman. Im letzten Teil



    Kommt gut in die Woche.

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

    DDR-Buchblog

  • Anne: Deine Fragen werden beantwortet werden ;) Es ist kein expliziter Lynley-Krimi, sondern geht mehr darauf ein, was zu den Geschehnissen im Vorgängerband geführt hat.

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    Leonard Cohen





  • Danke, Valentine . Wo ich jetzt dieses Lynley-Krimi sehe: Ich müsste mir mal angewöhnen, Havers-Krimi zu sagen, ihren Charakter finde ich nämlich wesentlich interessanter.

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    DDR-Buchblog

  • Normalerweise nenne ich sie auch "Lynley & Havers"-Krimis, war nur gerade etwas schreibfaul :breitgrins:


    Ich mag ja beide Figuren sehr, aber ja, Havers ist manchmal wirklich die Interessantere von beiden.

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    Leonard Cohen





  • HoldenCaulfield ich fand auch, dass Turton bei Evelyn Hardcastle einfach zu sehr übertrieben hat. Die Handlung war nicht komplex, sie war einfach nur mehr chaotisch.

    Aber gleichzeitig fand ich das Setting und die Stimmung super und war immer gespannt, was als nächstes kommt.

    Dass es ein neues Buch gibt, habe ich nicht mitbekommen, aber das wandert direkt auf die Leseliste.

    Mir hat das damals gefallen. Weiß gar nicht mehr, ob ich es übertrieben fand, aber das Konzept fand ich großartig. Witzig ist, dass ich mich tatsächlich nicht mehr erinnern kann, wer denn der Mörder war...

    Was ist wertvoller, Wissen oder Fantasie? Es ist die Fantasie, denn das Wissen hat Grenzen.  - Albert Einstein

  • Witzig ist, dass ich mich tatsächlich nicht mehr erinnern kann, wer denn der Mörder war...

    Ich auch nicht, aber andere Dinge sind mir schon in Erinnerung geblieben:

    “Grown-ups don't look like grown-ups on the inside either. Outside, they're big and thoughtless and they always know what they're doing. Inside, they look just like they always have. Like they did when they were your age. Truth is, there aren't any grown-ups. Not one, in the whole wide world.” N.G.

  • Ich hänge gerade an Das flammende Kreuz fest. Eigentlich gefällt mir der reRead wirklich gut. Uneigentlich finde ich, seit wir aus den Niederlanden zurück sind, tausend andere Sachen die ich lieber mache als zu lesen. Lust auf ein anderes Buch habe ich aber auch nicht. Vielleicht sollte ich mir eingestehen, dass ich an einer kleinen, aber gemeinen Leseflaute leide.

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.

  • Moin miteinander, ich habe eine schlechte Nacht hinter mir. Gestern fegte zehn Minuten von uns entfernt ein Tornado durch. Wettermäßig stürmt es hier eh ein bisschen. Da bin ich ziemlich unruhig ins Bett und habe so richtig schlecht geschlafen.


    Ich fange heute mit "Spuk in Hill House" an, mein letztes deutschsprachiges Buch von Shirley Jackson ;(

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

    DDR-Buchblog

  • Oh krass! :entsetzt:


    Hier war es gestern aber auch ganz schön stürmisch.


    Ich lese, wie schon irgendwo anders erwähnt, gerade "Der Pfau" von Isabel Bogdan und amüsiere mich bestens. Mein Mann ist schon ganz irritiert, weil ich dauernd kichern muss. Aber die Vorstellung, wie zwei Männer mit Decken rumwedeln und einen angepissten Pfau anbrüllen, um ihn zu vertreiben, ist einfach zu schön :elch:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Anne


    Ich hab die Bilder heute gesehen - c'est pas normale - würde der Franzose sagen: Aber WAS ist heute überhaupt noch normal... - Zum Glück hat es Deinen Wohnort nicht erwischt bzw. Dich.... Tornados gab es eigentlich in Deutschland nicht, soweit ich mich erinnern kann. Die Häuser sahen wirklich grauslig aus -bzw. das, was von ihnen übrigblieb.


    Ich hoffe, du kannst die nächsten Nächte beruhigter schlafen.... und vor allem, dass für uns alle die nächsten Jahre nicht noch "ungemütlicher" werden, als sie es jetzt schon sind.


    Ich habe mich recht erfolgreich von den ständigen bad news etwas distanziert und bin noch völlig geflasht von Elizabeth George's "Glaube der Lüge"


    Vor Ü20 Jahren habe ich begonnen, die Kriminalromene von ihr (Lynley/Havers-Reihe) zu lesen und sie sind auch Teil meiner Lesereise geworden: Vor Jahren waren sie mir zu wenig kriminologisch, nur noch sozialkritisch - nun bin ich dank des Forums wieder eingestiegen und muss sagen, dass George für mich wirklich - un.an.tast.bar - ist. In ihrer Art, Spannung zu erzeugen, Dinge auf den Punkt zu bringen, ohne viel Blut zu vergießen Spannung zu halten auf höchstem Niveau.

    Ich habe es schon lange nicht mehr erlebt, dass mich ein Buch so fesselte (im wahrsten Sinne des Wortes, ich konnt' ja nicht mehr aufhören ;-)

    wie "Glaube der Lüge".

    Ich halte es für eines - wenn nicht das stärkste Buch - der ganzen Reihe, bei der ich mich gerade "zurückarbeite" und noch 2 Bücher von 21 fehlen....

    Hoffentlich wird es noch weitere geben. "Ähnliches ist nicht dasselbe" ;)

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

    Einmal editiert, zuletzt von Sagota ()

  • Was für ein Loblied auf Elizabeth George, aber dem kann ich mich voll und ganz anschließen, Sagota . Ich wollte ja das nächste - "Am Ende war die Tat" - wieder im Büro auf dem Smartphone lesen. Aber ich werde mir doch zu Hause das Printbuch in die Hand nehmen, um es nicht nur häppchenweise lesen zu können. Und ich staune gerade, dass ich in den letzten Jahren auch schon 14 dieser Krimis gelesen habe.


    Das es bisher in Deutschland keine Tornados gibt, ist ein Trugschluss, dem ich auch erlag, schau mal: https://tornadoliste.de/.

    https://www.daserste.de/inform…-wissen/tornados-102.html

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

    DDR-Buchblog

  • Sagota: ich mag George auch nach wie vor sehr gerne, selbst wenn die Serie wie jede länger laufende Reihe auch ihre Hänger hatte. Aber die letzten 2-3 Bände fand ich wieder richtig gut.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • und genau auf DIE bin ich durch Deinen lieben Hinweis gekommen: Merci nochmal dafür Valentine :daumen::breitgrins:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Ich hoffe ja, dass wir 2022 endlich den nächsten in die Finger kriegen (und dass es dann auch wieder eine schöne Leserunde hier dazu geben wird).

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Moin tosamen, ich wünsche euch einen schönen Wochenstart. Irgendwie trauere ich immer noch ein bisschen dem Homeoffice nach.


    "Spuk in Hill House" von Shirley Jackson wird von Kapitel zu Kapitel spannender. Ich will nicht wieder ein Loblied anstimmen für die Autorin, das habe ich schon zur Genüge getan :-) Ich verstehe aber immer mehr, dass sich so einige Autoren ein Beispiel an ihr genommen haben.


    In den Büropäuschen lese ich "Das Lügenhaus" von Anne B. Ragde. Da bin ich im norwegischen Trondheim, wo sich ein Junge eventuell aus Liebeskummer das Leben genommen hat. Was kein Spoiler ist, denn man findet seine Leiche schon gleich zu Beginn des Buches.

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

    DDR-Buchblog

  • Moin tosamen, ich wünsche euch einen schönen Wochenstart. Irgendwie trauere ich immer noch ein bisschen dem Homeoffice nach.

    Mir geht es genau so. Hin und wieder darf ich mal ins Home Office ausweichen, in der Regel bin ich aber im Büro und ich vermisse es doch sehr - bei der Ruhe zuhause (zumindest in meinem Fall) kann ich schön konzentriert arbeiten, es kommt nicht ständig jemand rein.


    Aktuell lese ich zuhause "Der Astronaut" von Andy Weir und bisher gefällt es mir ziemlich gut. Ein ähnlich mit Wissenschaft vollgepackter Roman wie schon "Der Marsianer", jedoch mit einigen Unterschieden, bedingt durch die andere Thematik und neue Inhalte, bei denen man sich nicht in dem Ausmaß an bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren konnte, als das beim Marsianer der Fall war.


    In den Büropausen lese ich "A very stable genius", eines der - ich nenne es mal "Trump-Enthüllungsbucher". Zum Haareraufen, was um diese Annoying Orange herum passiert.:ichweissauchnicht:

    "Wir hatten das erste, ja. Aber was ist mit dem zweiten Frühstück?"

    "Ich glaube nicht, dass er weiß, dass es sowas gibt."

    "Und der Elf-Uhr-Imbiss? Mittagessen? Vier-Uhr-Tee? Abendessen, Nachtmahl? Das kennt er doch wohl, oder?"

    "Ich würde mich nicht darauf verlassen."