Martin Gries - Das Konsortium

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch



    Klappentext


    „1. Gesetz: Die Leuchttürme gehören dem Konsortium. Wer sie nutzt, zahlt.


    2. Gesetz: Die Sterne gehören dem Konsortium. Wer sie beobachtet, ist des Todes.


    3. Gesetz: Die Zeit gehört dem Konsortium. Wer Zeit genau misst, stirbt.



    Das Konsortium fackelt nicht lange. Als auffliegt, dass Mariettas Vater heimlich an einer genauen Uhr gearbeitet hat, wird er sofort verhaftet. Entsetzt nimmt Marietta die Uhr aus ihrem Versteck und ergreift die Flucht.


    Ganz woanders erbt Charles, Sohn eines Leuchtturmbauers, einen Sextanten und beginnt, die Sterne zu beobachten. Als das Aufmerksamkeit erregt, muss er ebenfalls fliehen.


    Auf verschlungenen Wegen lernen Marietta und Charles sich kennen. Beide besitzen sie etwas, das die Grundfesten des Konsortiums erschüttern kann …“



    Gestaltung


    Ich finde das Cover total interessant und auffällig, weil es sich von anderen Jugendbüchern abhebt. Das pastellige Orange in Kombination mit dem sandfarbenen Beige wirkt richtig hübsch. Das Highlight ist für mich aber das Motiv des Leuchtturms vor einem Ziffernblatt. Dies greift wunderbar wichtige Elemente aus der Handlung auf und gleichzeitig ist die Illustration sehr detailreich, sodass man viel entdecken kann, wenn man sich das Cover genau ansieht.



    Meine Meinung


    Als ich zum ersten Mal von der Handlung von „Das Konsortium oder die ungenaue Zeit“ gehört habe, war ich sofort interessiert, denn die Geschichte klang außergewöhnlich. In dem Buch von Martin Gries geht es um das sogenannte Konsortium, das knallharte Gesetze aufstellt. So ist es beispielsweise verboten die Sterne zu beobachten oder die Zeit zu messen. Doch sowohl Marietta als auch Charles tun genau dies und fliehen vor dem Konsortium. Auf ihrer Flucht lernen sie sich kennen und merken, dass sie Gegenstände besitzen, die gefährlich für das Konsortium werden können…



    In meinen Augen ist „Das Konsortium“ eine Geschichte, die sich nicht einfach so nebenbei lesen lässt. Vielmehr verlangt sie ihrem Leser einiges ab, da man sich beim Lesen konzentrieren und aufmerksam sein muss, um die Handlung zu verstehen. Ich persönlich hatte zu Beginn leichte Startschwierigkeiten, weil ich nicht so richtig rein fand in die Geschichte. Es war zwar rätselhaft und mysteriös, was ich eigentlich liebe, aber mir anfangs noch zu trocken und zu schwer zu durchschauen. Dies legte sich jedoch mit der Zeit, denn es wurde immer spannender.



    Wie gesagt: ich bin ein Leser, der gerne Rätsel und Geheimnisse löst und mit „Das Konsortium“ habe ich hier ein anspruchsvolles Werk gefunden, das meine Rätselvorliebe angesprochen hat. Hier muss man wirklich mitdenken und auch aufmerksam zwischen den Zeilen lesen. Auf diese Weise wird eine fesselnde Sogwirkung erzeugt, da ich durch immer neue Indizien immer wieder Theorien aufstellte, wieder verwarf und mir neue Vermutungen überlegte. Es gefiel mir, dass ich immer wieder in Unsicherheiten bezüglich meiner Ideen gestürzt wurde und meine Vorahnungen nur selten eintrafen, da ich so immer wieder überrascht wurde.



    Dennoch denke ich, dass gerade auch die Komplexität der Geschichte dem Leser viel Aufmerksamkeit abverlangt und dies nicht für jeden Leser gemacht ist. Dieses sollte einem also vor dem Lesen bewusst sein, denn zwischendurch geht es auch mal etwas langatmiger zu. Generell kann und möchte ich auch nichts Genaueres über die Handlung verraten, außer dass mir persönlich die Idee des Konsortiums mit den strengen Regeln echt gut gefallen hat. Das Setting hat mich sehr fasziniert und mir eine Welt präsentiert, die ähnlich zu der unseren war und doch gänzlich für sich stand. Es ist ein unglaubliches Erlebnis in die Welt von „Das Konsortium“ einzutauchen!



    Fazit


    Mit „Das Konsortium“ hat Martin Gries ein Buch geschaffen, das in meinen Augen ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch darstellt. Die Geschichte ist ziemlich komplex und gründlich geschildert, wobei sie die volle Aufmerksamkeit des Lesers abverlangt. Dies sollte dem Leser bewusst sein, bevor man zum Buch greift. Ich hatte leichte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden und fand es auch stellenweise etwas trocken. Doch dass das Buch mich zum Spekulieren und Rätseln animiert hat, fand ich richtig klasse.


    4 von 5 Sternen!



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