03 - Seite 184 bis Seite 273 (Kapitel 26 bis einschl. Kapitel 37)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt Ihr zum dritten Abschnitt, Seite 184 bis Seite 273 (Kapitel 26 - einschl. Kapitel 37), schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    :lesen:





  • Marguerite Danby findet heraus, dass Julia sie belogen hat und sie erzählt nun auch ihrem Mann, was sie im Museum herausgefunden hat. Ihn belastet das Alles noch mehr als sie.


    Tom liest etwas in der Zeitung und Charlotte schaut sich das am Obelisken an. Dort trifft sie auf Fludd, von dem sie auch das erfährt, was nicht in der Presse war. Zum Glück konnte sie die Parallelen zu den Zeichen bei Limehouse erkennen, bevor der Regen alles verwischte.


    Welch ein Zufall, dass Charlotte Marguerite Danby im Museum trifft. Charlotte macht es wirklich Spaß, Detektiv zu spielen.


    Tom will noch mal mit Alfie sprechen. Alfie ist sehr krank und Tom nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause. Charlotte ist gar nicht so begeistert. Sie erkennt, dass sie ihr Lebensglück auch ohne Kinder finden kann und muss sich erst einmal selbst klar werden, was sie will. Sie fühlt sich überrumpelt. Tom aber hat schon sein Herz an Alfie gehangen.


    Mrs. Clovis ist wirklich eine penetrante Person, der nichts entgeht. Mir hat gefallen, wie Tom ihr ein Ohr abgeredet hat.


    Alfie hat Albträume. Charlotte findet die Kette und macht Alfie klar, dass er sie zurückgeben muss. Sie geht zu den Danbys. Es gibt immer mehr Informationen, die zusammengefügt werden müssen.


    Die freundliche Iris hat also noch eine andere Seite, die Charlotte bei ihrem Kaffeeklatsch zu spüren bekommt. Die Münze weckt Begehrlichkeiten. Eine der Damen taucht dann auch beim Lesekreis auf, wo Charlotte mehr herausfinden will. Die Welt ist ein Dorf.


    Tom will Alfie eine gute Zukunft ermöglichen, Charlotte will erst herausfinden, was sie will, und Alfie will seine Träume verwirklichen und zu seinem Bruder. Mal sehen, was draus wird.

  • So richtig viel weiter sind wir ja noch nicht mit der Auflösung. :) Immer noch ist unklar, was mit Julia passiert ist. Zwar wissen wir inzwischen, dass die Hohepriesterin (Iris?) und noch eine Anhängerin des Kults von ihrem Tod wissen, aber die anderen Anhängerinnen eben nicht. Das deutet darauf hin, dass es kein Ritual war sondern eher etwas, was schief gelaufen ist - oder doch Selbstmord? :/


    Das war natürlich schon ein Zufall, dass Charlotte Julias Mutter getroffen hat und sie bis nach Hause verfolgen konnte. Und mutig von ihr, der Frau das Amulett wiederzubringen und sich dann so quasi als Privatdetektivin anzubieten. Charlotte hat wirklich ihren Beruf verfehlt. Schade, dass es das damals noch nicht für Frauen als Job gab. :D Auch Tom ermittelt, allerdings eher in der Vergangenheit. Ich frage mich, ob in allen großen "alten" Stätten so viele okkulten Plätze waren und so viele Herrschaften lebten, die dem okkulten nachweislich zugetan waren. Muss mal googeln, ob es da nicht spezielle Stadtführungen bei uns gibt. Das wäre eine Marktlücke.


    Und dann Archie. Hach ich hätte ja so gerne, dass der Junge bei Tom und Charlotte bleibt. Aber im Augenblick schaut es ja nicht danach aus. Er ist wieder zurück in seinen Schuppen. Vielleicht auch, weil er merkt, dass Charlotte sich schwer mit ihm tut. Ich bin noch unschlüssig, ob es mehr ist, weil Tom sie vorher nicht gefragt hat - das hätte er wirklich machen müssen - oder weil sie mit einem so großen "Kind" erst mal überfordert ist. Was ja kein Wunder wäre. An das eigene Kind und dessen Eigenarten kann man sich ja gut gewöhnen. Aber plötzlich "Mutter" eines Teenagers sein, der noch dazu gewohnt ist, selbst über sich zu bestimmen, das ist echt schwer. Da ist Tom etwas blauäugig.

    Wie war es damals eigentlich mit adoptieren? Das kann doch nicht so schwer sein. Also aus dem Waisenhaus ein Kind holen, mein ich.

    Ich frage mich auch, ob Archies Bruder wirklich wieder kommt und ihn dann mit zur See nimmt? Steht irgendwo, wie lange er schon weg ist. Hab ich im Eifer sicher überlesen. Wennn Archie vorher die Schule macht könnte er ja immer noch zur See fahren aber dann könnte er mehr werden, als ein einfacher Matrose. Das wäre doch gut.

    :lesen:





  • Das war natürlich schon ein Zufall, dass Charlotte Julias Mutter getroffen hat und sie bis nach Hause verfolgen konnte.

    Es gibt ja eine Reihe Zufälle: Ned und sein Münze, Tom trifft Alfie und erfährt von den Kerzen, Charlotte ist gerade noch am Obelisken vor dem Regenguss...

    Er ist wieder zurück in seinen Schuppen. Vielleicht auch, weil er merkt, dass Charlotte sich schwer mit ihm tut.

    Ich denke aber, dass Alfie seine Freiheit braucht, denn er war ja schon lange auf sich gestellt.

    Ich bin noch unschlüssig, ob es mehr ist, weil Tom sie vorher nicht gefragt hat - das hätte er wirklich machen müssen - oder weil sie mit einem so großen "Kind" erst mal überfordert ist.

    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    Wennn Archie vorher die Schule macht könnte er ja immer noch zur See fahren aber dann könnte er mehr werden, als ein einfacher Matrose. Das wäre doch gut.

    Natürlich hätte er größere Chancen, aber ich kann mir Alfie auch nicht so gut in einer Schule vorstellen, obwohl er clever und wissbegierig ist.

  • Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    Das hast du sehr schön gesagt. Es drückt ihren inneren Zwiespalt, den ich beabsichtigt habe, sehr gut aus. :)

  • Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    Dann wäre zumindest ein Halbwüchsiger einfacher zu händeln als ein Baby. Ein bisserl muss sie ja auch an Tom denken und der sehnt sich nach dem Vatersein schon sehr.

    :lesen:





  • Charlotte stößt auf Julias Mutter und bietet ihr Hilfe an, was ich sehr gut finde, da Charlotte an das Ganze viel ruhiger ran gehen kann, weil sie nicht direkt betroffen ist. Ich glaube Marguerite hätte ihre Probleme, wenn sie etwas rausfindet, sich die Betroffenheit nicht von anderen anmerken zu lassen. Trotzdem fand ich sie sehr mutig.


    Miss Clovis wird eindeutig mein Hass- Charakter in dem Buch. Stalkt sie etwa ihre Nachbarn, dass sie weiß dass Alfie da ist? Eigentlich muss man sie ja bedauern, da in ihrem Leben offenbar nichts Spannendes passiert. Solche Nachbarn hatte ich leider auch. Ich bin da dann weggezogen, weil sie sich sehr in mein Leben eingemischt haben, Besucher abgefangen und vorher ausgefragt haben, bevor die es zu mir überhaupt in den 4. Stock geschafft haben. Und am schlimmsten: wenn ich mal zu Hause war: "Was machen Sie denn hier, von dann bis dann sind Sie doch auf Arbeit. Faulenzen Sie hier nur rum oder wie." Da war klar, dass das nicht mehr geht.


    Zum Thema Charlotte und Alfie, da habe ich sie so sehr gefühlt, denn mir geht es gerade ähnlich. Ich bin nun seit fast 5 Jahren alleine und meine Eltern hätten so gern, dass ich jemanden an meiner Seite habe. Ich vermisse abeer aktuell rein gar nichts, sondern genieße es durch die Natur streifen zu können wann ich will, zu lesen wo und wann und wie lange ich möchte und ähnliches. Ich kann voll und ganz verstehen, dass sie Angst hat durch ihn ihre Freiheiten zu verlieren. Sicher wäre das nicht ganz so krass wie bei einem kleinen Baby, aber es würde Einschränkungen für sie bedeuten. Ich denke, dass trotz Alfies Weggang das letzte Wort dazu noch nicht gesprochen ist.


    Ansonsten ist das Thema "Keine Kinder bekommen können" sehr sensibel und mit zarter Hand angefasst. Da ich selbst davon betroffen bin, rührt mich die Thematik sehr und macht mich betroffen, aber es triggert mich nicht zu arg, dass ich das Buch jetzt nicht weiterlesen könnte oder so. Sehr geschickt gemacht.


    Gut fand ich übrigens wie ganz nebenbei die Kodak 1 erwähnt wird, da musste ich direkt googeln ob es die wirklich damals schon gab und ja, so war es auch.


    Stutzig wurde ich übrigens als Charlotte beim Lesezirkel einer Frau begegnet, die zuvor auch bei der Kaffeerunde bei Iris dabei war. Die hat doch bestimmt Julia nicht nur vom Lesezirkel gekannt.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Die freundliche Iris hat also noch eine andere Seite, die Charlotte bei ihrem Kaffeeklatsch zu spüren bekommt. Die Münze weckt Begehrlichkeiten. Eine der Damen taucht dann auch beim Lesekreis auf, wo Charlotte mehr herausfinden will. Die Welt ist ein Dorf.

    Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die beiden Frauen etwas mit dem Zirkel und dem Tod von Julia zu tun haben. Da war wirklich eine seltsame Stimmung.


    Mrs. Clovis ist wirklich eine penetrante Person, der nichts entgeht. Mir hat gefallen, wie Tom ihr ein Ohr abgeredet hat.

    Und sie geht dabei ja wirklich clever vor, dass sie mit einem Vorwand da anrückt, aber gleich so, dass klar ist was sie wissen will. Dumm ist sie nicht, aber enorm lästig. Ich mochte auch, dass Tom seine Liebste vor dieser Schrulle gerettet hat.


    Und dann Archie. Hach ich hätte ja so gerne, dass der Junge bei Tom und Charlotte bleibt. Aber im Augenblick schaut es ja nicht danach aus. Er ist wieder zurück in seinen Schuppen. Vielleicht auch, weil er merkt, dass Charlotte sich schwer mit ihm tut. Ich bin noch unschlüssig, ob es mehr ist, weil Tom sie vorher nicht gefragt hat - das hätte er wirklich machen müssen - oder weil sie mit einem so großen "Kind" erst mal überfordert ist.

    Ich denke es wäre in jedem Fall Toms Pflicht gewesen sie zu fragen und ehrlich gesagt auch was Alfie überhaupt will, denn wirklich unglücklich ist der Junge nicht. Ich denke das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Ich würde es auch schön finden, wenn die drei ein erfülltes Leben zusammen haben.


    Nun ja und bei einem eigenen Kind hat man 9 Monate Zeit sich drauf vorzubereiten und hier wird Charlotte von einem Tag auf den anderen damit konfrontiert, dass sie sich um jemanden kümmern soll. Das kommt dann vielleicht etwas plötzlich für sie. So wie ich sie einschätze, wird sie sich mit dem Thema aber bestimmt noch beschäftigen.

    Wie war es damals eigentlich mit adoptieren? Das kann doch nicht so schwer sein. Also aus dem Waisenhaus ein Kind holen, mein ich.

    Ich könnte mir fast vorstellen, dass das kein Problem ist, denn sie würden dafür sorgen, dass es einen Streuner weniger auf der Straße gibt. Mich hat überrascht wie gut er schreiben konnte obwohl er ja scheinbar nie eine Schule besucht hat. Ansonsten weiß ich auch nicht wie lange sein Bruder weg ist und ich bin mir auch unsicher, ob das überhaupt irgendwo stand. Ich hatte das Gefühl, dass das schon länger der Fall ist und finde es fraglich, ob er überhaupt wieder zurückkommt.

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  • Ich denke aber, dass Alfie seine Freiheit braucht, denn er war ja schon lange auf sich gestellt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass er es mit der Zeit sehr schön finden würde, wenn man ihn umsorgt. Da gibt es dann nur eins: dass er raus darf wann immer er möchte. Draußen zu sein, scheint ihm ein richtiges Gedürfnis zu sein.


    Natürlich hätte er größere Chancen, aber ich kann mir Alfie auch nicht so gut in einer Schule vorstellen, obwohl er clever und wissbegierig ist.

    Ich würde sogar denken, dass ihm das richtigen Spaß macht und er unter anderen sich angespornt fühlt noch mehr zu lernen. Mal sehen ob dazu noch etwas kommt.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Miss Clovis wird eindeutig mein Hass- Charakter in dem Buch. Stalkt sie etwa ihre Nachbarn, dass sie weiß dass Alfie da ist? Eigentlich muss man sie ja bedauern, da in ihrem Leben offenbar nichts Spannendes passiert.

    Ich habe so das Gefühl, als wenn ihr Interesse an den Ashdowns über normale nachbarschaftliche Neugier hinausgeht. Bin gespannt, ob da noch was kommt.

  • Ansonsten ist das Thema "Keine Kinder bekommen können" sehr sensibel und mit zarter Hand angefasst. Da ich selbst davon betroffen bin, rührt mich die Thematik sehr und macht mich betroffen, aber es triggert mich nicht zu arg, dass ich das Buch jetzt nicht weiterlesen könnte oder so. Sehr geschickt gemacht.

    Ich bin sehr froh, dass du es so empfindest. Ich selbst bin nicht betroffen und habe mich bemüht, es so sensibel wie möglich anzugehen, es nicht zu verharmlosen oder billig zu dramatisieren. Ich freue mich besonders, weil ich von einer Leserin eine sehr heftige Reaktion bekommen habe, die ich so nicht erwartet hatte.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass er es mit der Zeit sehr schön finden würde, wenn man ihn umsorgt. Da gibt es dann nur eins: dass er raus darf wann immer er möchte. Draußen zu sein, scheint ihm ein richtiges Gedürfnis zu sein.

    Wahrscheinlich muss er sich wie Charlotte erst an die Situation gewöhnen. Oder die drei finden eine Art Kompromiss. Ich fände toll, wenn es mal zu einem Gespräch zwischen Alfie und Charlotte käme. (Ich muss mich übrigens dazu zwingen, sie nicht liebevoll Charlie zu nennen. :D)

    :lesen:





  • Ich bin sehr froh, dass du es so empfindest. Ich selbst bin nicht betroffen und habe mich bemüht, es so sensibel wie möglich anzugehen, es nicht zu verharmlosen oder billig zu dramatisieren. Ich freue mich besonders, weil ich von einer Leserin eine sehr heftige Reaktion bekommen habe, die ich so nicht erwartet hatte.

    Es gibt bestimmt ein paar Leser, die das enorm triggert, weil ihr Kinderwunsch immer noch stark ausgeprägt ist und die Akzeptanz fehlt, dass die Natur das leider nicht vorgesehen hat. Ich hatte bereits mehr als 5 Jahre Zeit das zu verdauen und so böse das klingt, bin ich in der aktuellen Situation froh nicht alleinerziehende Mama zu sein mit einem Vorschulkind. Das muss ein enormer Kraftakt sein und ich bewundere gerade alle Eltern, die das irgendwie durchstehen.


    (Ich muss mich übrigens dazu zwingen, sie nicht liebevoll Charlie zu nennen. :D

    Bei Charlie denke ich automatisch an die aus Volkers Kutschers Gereon Rath Büchern.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Es gibt bestimmt ein paar Leser, die das enorm triggert, weil ihr Kinderwunsch immer noch stark ausgeprägt ist und die Akzeptanz fehlt, dass die Natur das leider nicht vorgesehen hat.

    Das kann sein. Aber ich finde es auch furchtbar, wenn man sich zu sehr verbeißt. Wie ich schon geschrieben habe, musste ich zwölf Jahre warten. Natürlich waren die Behandlungen belastend. Aber ich habe auch nie auf Teufel komm raus, mich nur auf Kinder festgelegt. Ich wollte alles versuchen um mir später keine Vorwürfe machen zu können. Auch eine Adoption haben wir in Betracht gezogen. Doch ich habe daneben auch immer ein Weiterkommen im Beruf angestrebt. Es hat zwar viele kleine Enttäuschungen gegeben, die mich aber nicht niedergestreckt haben.

    Als ich dann durch die Hormone einen Knoten in der Brust hatte, haben die Ärzte von weiteren Behandlungen abgeraten oder ich sollte erst einmal eine längere Zeit warten. Aber ab einem bestimmten Alter hat man nicht mehr die Zeit zu warten. Da war dann für mich das Thema abgeschlossen, ich habe mich beruflich umorientiert und war gerade richtig drin, als ich schwanger wurde. Drei Jahre nach dieser Entscheidung wurden meine Zwillinge geboren. Natürlich war ich glücklich, aber ich glaube, dass ich auch ohne glücklich und zufrieden geworden wäre.

  • Das kann sein. Aber ich finde es auch furchtbar, wenn man sich zu sehr verbeißt. Wie ich schon geschrieben habe, musste ich zwölf Jahre warten. Natürlich waren die Behandlungen belastend. Aber ich habe auch nie auf Teufel komm raus, mich nur auf Kinder festgelegt. Ich wollte alles versuchen um mir später keine Vorwürfe machen zu können. Auch eine Adoption haben wir in Betracht gezogen. Doch ich habe daneben auch immer ein Weiterkommen im Beruf angestrebt. Es hat zwar viele kleine Enttäuschungen gegeben, die mich aber nicht niedergestreckt haben.

    Als ich dann durch die Hormone einen Knoten in der Brust hatte, haben die Ärzte von weiteren Behandlungen abgeraten oder ich sollte erst einmal eine längere Zeit warten. Aber ab einem bestimmten Alter hat man nicht mehr die Zeit zu warten. Da war dann für mich das Thema abgeschlossen, ich habe mich beruflich umorientiert und war gerade richtig drin, als ich schwanger wurde. Drei Jahre nach dieser Entscheidung wurden meine Zwillinge geboren. Natürlich war ich glücklich, aber ich glaube, dass ich auch ohne glücklich und zufrieden geworden wäre.

    Vielen Dank dafür, dass du uns teilhaben lässt an deinem langen Weg zu deinen Kindern. :*

    Ich finde es toll, dass du dich nicht triggern lässt, wenn das Thema in Büchern behandelt wird. Daran merkt man vielleicht, dass du gelernt hattest, das zu akzeptieren, was man nicht mit Gewalt erzwingen kann. Und die Natur manchmal hat ihren eigenen Plan hat. Umso schöner, dass es dann doch geklappt hat. Ich kenne da einige ähnliche Geschichten aus meinem Umfeld. Ich habe aber auch einige Freundinnen, die den passenden Mann gar nicht erst gefunden haben, um mit ihm Kinder zu bekommen. Und dieses "Schicksal" erfordert auch, dass man erkennt, dass Kinder nicht ALLES im Leben sind. Und so wie du schreibst, man kann auch ohne glücklich und zufrieden sein. Ich finde es sehr traurig, wenn man das nicht schafft. Oder wenn die Gesellschaft einem ständig ein schlechtes Gefühl macht.

    :lesen:





  • Jetzt will ich auch mal endlich meinen Senf zum 3. Abschnitt dazugeben ... irgendwie ist bei mir gerade zu viel los ...


    Der Obelisk mit den Sphinxen als Schauplatz hat mir gefallen, daran erinnere ich mich noch gut von meinem allerersten London-Besuch. Auch an diesem ägyptisch angehauchten Ort findet Charlotte wieder rätselhafte Symbole, und auch dort wurde ein Ritual mit fünf Kerzen durchgeführt. Das klingt doch sehr nach den Töchtern der Isis. Und auch Toms Recherchen führen auf ägyptische und womöglich kabbalistische Spuren. Ob die Frauen bewusst Kultorte von früher für ihre Rituale wählen? Und irgendwie scheint ja auch John Dee eine wichtigere Rolle zu spielen.


    Alfie hatte Riesenglück, dass Tom ihn gefunden hat, diese Krankheit hätte er sonst womöglich nicht überlebt. Dass Charlotte von Toms Idee, Alfie dauerhaft bei sich aufzunehmen, nicht so begeistert ist, kann ich nachvollziehen, das kommt ja ein bisschen sehr plötzlich und würde ihr Leben extrem auf den Kopf stellen (mich beschleicht so langsam das Gefühl, dass Tom sich Kinder mehr wünscht, als sie das tut). Und ehrlicherweise wäre mir das auch ein bisschen zu viel Happy End :redface: Mir gefiel es deshalb ganz gut, dass Alfie ihnen die Entscheidung abgenommen hat und einfach abgehauen ist. Aber ob er es wirklich schafft, zur See zu fahren? Oder sehen wir ihn doch noch mal wieder?


    Wie Charlotte Alfie überzeugt hat, den Danbys die Kette zurückzugeben, fand ich aber klasse. Sie hat ihn behandelt wie einen verständigen Menschen, nicht wie ein dummes Kind. Und die Kette liefert natürlich auch einen prima Vorwand, Mrs. Danby aufzusuchen. Wenn Tom, Charlotte und Marguerite ihre Kräfte bündeln, sollten sie doch gemeinsam herausfinden können, was Julia zugestoßen ist.


    Bei Toms Unterredung mit Jellicoe war ich ganz Toms Meinung, dass es vielleicht nicht so klug war, bestimmte Dinge zu erwähnen, nicht dass Sir Tristan die Golden-Dawn-Vereinigung bedroht sieht und irgendwie überreagiert :entsetzt:


    Was für ein Zufall, dass eine der Freundinnen von Iris Jellicoe dann auch in Julias ehemaligem Lesezirkel auftaucht. Liegt hier das Bindeglied zwischen Julia und den Töchtern der Isis?


    Toms Ausflug mit der Kamera hat mir sehr gefallen. Ich wusste gar nicht, dass es damals schon die ersten Kameras mit spulbaren Filmen gab! Und wie schön, dass Blakes "Tyger" zitiert wird :herz: Später hab ich ziemlich gegrinst, als Tom und Charlotte sich vorgestellt haben, hüllenlos in den Garten zu gehen wie das Ehepaar Blake :lachen: Da wären Miss Clovis bestimmt die Augen rausgefallen!


    Die kurze Episode im Tempel hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt. Sich um Anna zu "kümmern" heißt, sie zum Schweigen zu bringen - oder gar zu beseitigen? :entsetzt:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Ich frage mich, ob in allen großen "alten" Stätten so viele okkulten Plätze waren und so viele Herrschaften lebten, die dem okkulten nachweislich zugetan waren. Muss mal googeln, ob es da nicht spezielle Stadtführungen bei uns gibt. Das wäre eine Marktlücke.

    Ich glaube, da hat jede Stadt so ihre besonderen Örtlichkeiten und könnte mir auch vorstellen, dass es vielerorts Themenführungen gibt :herz:

    Wie war es damals eigentlich mit adoptieren? Das kann doch nicht so schwer sein. Also aus dem Waisenhaus ein Kind holen, mein ich.

    Ich denke auch, dass das nicht allzu schwierig gewesen sein dürfte. Kein Vergleich mit all den Prüfungen und dem Papierkrieg heute. Schätzungsweise ließ sich mit Geld vieles regeln.

    Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Charlotte klar wird, wie sich ihr Leben ändern würde. Sie muss für sich klären, was sie will. Sie ist wohl im Moment ganz zufrieden, so wie es läuft, denn ihr gefällt das "Herumschnüffeln". Sie ist kein Mensch, der mit dem zufrieden ist, was andere als normal ansehen.

    Genau so habe ich das auch empfunden. Wie ich oben schon geschrieben habe, glaube ich, dass Tom mehr unter der Kinderlosigkeit leidet als Charlotte, die gar nichts dagegen hat, dass sie sich frei bewegen kann und nur für sich selbst verantwortlich ist. Vielleicht genießt sie das auch gerade, weil sie zuvor so lange als Gouvernante gearbeitet hat.

    Dann wäre zumindest ein Halbwüchsiger einfacher zu händeln als ein Baby. Ein bisserl muss sie ja auch an Tom denken und der sehnt sich nach dem Vatersein schon sehr.

    Eltern werden (egal auf welchem Weg) muss eine gemeinsame Entscheidung sein, wenn es was werden soll. Toms "Überfall" war nicht ganz so geschickt eingefädelt, fand ich.


    Und ich bin ganz Eurer Meinung, dass Alfie vielleicht gar nicht adoptiert werden wollte. Er kam mir in seinem Leben bei aller Härte nicht unglücklich vor.

    Miss Clovis wird eindeutig mein Hass- Charakter in dem Buch. Stalkt sie etwa ihre Nachbarn, dass sie weiß dass Alfie da ist?

    Ein schreckliches Weib! Bestimmt ist das eine von denen, die den ganzen Tag hinterm Vorhang kleben und ihre Nachbarschaft ausspionieren.

    Bei Charlie denke ich automatisch an die aus Volkers Kutschers Gereon Rath Büchern.

    Ich auch, aber eine gewisse Seelenverwandtschaft zwischen den beiden Charlottes scheint mir gar nicht so abwegig ;)

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Wie Charlotte Alfie überzeugt hat, den Danbys die Kette zurückzugeben, fand ich aber klasse. Sie hat ihn behandelt wie einen verständigen Menschen, nicht wie ein dummes Kind.

    Charlotte hat ja nun auch viel Erfahrungen mit Kindern in dem Alter, schließlich hat sie ja früher als Gouvernante gearbeitet. Da musste sie ja auch auf ihre Schüler eingehen.

    Die kurze Episode im Tempel hat mir kalte Schauer über den Rücken gejagt. Sich um Anna zu "kümmern" heißt, sie zum Schweigen zu bringen - oder gar zu beseitigen?

    Das fand ich auch gruselig und ich hatte auch gleich Angst um Anna.

    Toms "Überfall" war nicht ganz so geschickt eingefädelt, fand ich.

    Ich denke nicht, dass Tom da etwas eingefädelt hat. Er hat nicht nachgedacht, sondern ganz impulsiv gehandelt.