04 - Seite 274 bis Seite 358 (Kapitel 38 - einschl. Kapitel 48)

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Hier könnt Ihr zum vierten Abschnitt, Seite 274 bis Seite 358 (Kapitel 38 - einschl. Kapitel 48), schreiben.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    :lesen:





  • Alfie wollte also tatsächlich nur seine Freiheit, weil er wie sein Bruder zur See fahren will. Doch dann findet er bei seinem Schuppen das Metallplättchen mit der Drohung und bekommt Angst. Mir hat es gefallen, dass er sich vertrauensvoll an Tom und Charlotte wendet.


    Ned ist auch verschwunden und Charlotte sucht ihn. Das ist wirklich mutig, aber sind findet dann ja auch etwas heraus.


    Anna Carhill verschwindet und ihre Tante ist so besorgt, dass sie die Polizei einschaltet und sogar in der Zeitung nach ihr gesucht wird. Der Sache muss Charlotte natürlich auch nachgehen und auch in diesem Fall findet sie wieder etwas heraus. Der Angler hatte einen Schrei gehört, der von den Trauerweiden an der Themse kam.


    Anna hat sich mit einem Brief bei Marguerite Danby angemeldet, ist aber nicht erschienen. Marguerite wendet sich daher an Charlotte und gemeinsam besuchen sie die Tante. Natürlich sind sie sehr verblüfft, als sie dort Anna entdecken. Die Erklärungen sind ziemlich unglaubwürdig.


    Miss Clovis zeigt ein ziemliches Interesse an den Ashdowns, so dass es sogar Daisy auffällt. Alfie darf sich nicht blicken lassen. Dieses Eingesperrtsein gefällt ihm gar nicht, was ich gut nachvollziehen kann, wo er doch seine Freiheit so liebt. Aber er will alle schützen. Ich stelle mir gerade das Bild vor – ein Junge mit einem Spazierstock.


    Tom wohnt einer Theaterprobe bei, die ihm nicht gefällt. Den vorgeschlagenen Rollentausch finde ich witzig, der Regisseur weniger. Aber auch hier gibt es wieder eine Spur. Die Schauspielerin Sally hat ein ägyptisches Amulett, das ein Glücksbringer und ein Geschenk einer wichtigen Frau ist. Ich denke mal, dass Iris diese Frau ist. Wie panisch Sally reagiert, als Tom Charlotte ins Spiel bringt.


    Der Glücksbringer hat gewirkt, die Premiere verlief besser als die Generalprobe. Als sich Charlotte in der Garderobe mit Sally unterhält, taucht Iris auf und die ist gar nicht erfreut. Ich befürchte Schlimmes.


    Anna ist auserwählt, wie die Hohepriesterin feststellt, die vernichtet will, was ihnen schadet. Mir erscheint sicher, dass es sich um Iris handelt.

  • Alfie ist ein pfiffiges Kerlchen und weiß, was er will. Es ist jammerschade, dass er in so unglücklichen Umständen lebt (auch wenn er selber ja gar nicht so unglücklich scheint und seine Unabhängigkeit durchaus zu schätzen weiß). Ich bin ganz Toms Meinung, dass aus dem Jungen etwas werden kann. Vielleicht hat er ja Glück und kann sogar ein wenig Karriere machen bei der Seefahrt. Die Liebe zum Wasser scheint ihm im Blut zu liegen, so wie er die Themse vermisst hat.


    Der Fund dieser Fluchtafel hat mich überrascht. Das ist ja fies :entsetzt: Die Vermutung, man könne auch dem alten Ned so ein Ding unter seiner Tür durchgeschoben haben, ist durchaus naheliegend. Was wohl die Liste bedeutet, die Charlotte gefunden hat?


    Und ich wette, die Frau, die ihn mitgenommen hat, ist jemand, die wir kennen. Wahrscheinlich will sie wissen, wo die Münze abgeblieben ist.


    Diese grässliche Miss Clovis wird mir immer unsympathischer. Hängt die am Ende auch noch mit drin in all den Geheimbundverstrickungen? Oder ist sie einfach nur die typische Fensterglotzerin?


    Auf jeden Fall gut, dass Alfie wieder da ist und so klug, sich den Ashdowns anzuvertrauen. Bahnt sich da am Ende doch noch ein Happy End an? ;)


    Anna war eine der Teegäste von Iris Jellicoe! So allmählich schließt sich hier ein Kreis, und ich glaube nicht, dass Iris, was Annas Verschwinden betrifft, so unschuldig ist, wie sie tut.


    Der größte Knaller in diesem Abschnitt war die Entdeckung, dass Anna weder tot noch verschwunden ist, sondern bei ihrer Tante zu Hause sitzt! Als von dem Schrei am Ufer die Rede war, dachte ich, sie sei dort umgebracht worden, aber womöglich hat man ihr nur eine Lehre erteilen wollen und sie dann nach Hause geschickt mit der Auflage, dort zu bleiben und sich bloß nicht sehen zu lassen, damit sie weiterhin für tot gehalten wird.


    Nur zu welchem Zweck das passiert ist, bleibt mir noch ein Rätsel. Soll es eine Lektion für die anderen Isistöchter (jetzt hab ich doch glatt erst Iristöchter geschrieben :lachen: ) werden, damit die schön brav die Klappe halten und keine unangenehmen Fragen stellen? Wollte man Anna töten und hat es nicht gewagt? Hat es nicht funktioniert? Oder war es von Anfang an nur als kleine Schocktherapie gedacht, um sie gefügig zu machen? Fragen über Fragen ...


    Im Theater laufen weitere Fäden zusammen. Nicht nur, dass Sally Beacon offenbar auch eine Isis-Verehrerin ist, jetzt wissen wir auch, dass Iris tatsächlich mit dem Bund zu tun hat. Ob das so schlau von Sally war, ihr zu erzählen, dass sie gegenüber Charlotte die Beschwörungsformel aufgesagt hat? :rollen: Das Ende von Kapitel 48 verheißt nichts Gutes für Menschen, die die Isistöchter als Gegner empfinden, und ich hoffe, bei dem Fest bei Jellicoes bringen sich Charlotte und Tom nicht in Gefahr.


    Bei all den gruseligen und ernsten Themen mag ich übrigens auch den Humor, der sich immer wieder ins Buch einschleicht. Charlottes Gesprächsaufhänger mit dem Fischer zum Beispiel, der sie erst mal gepflegt ignoriert :breitgrins:

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Und ich wette, die Frau, die ihn mitgenommen hat, ist jemand, die wir kennen. Wahrscheinlich will sie wissen, wo die Münze abgeblieben ist.

    Aber sie hat ihn doch nicht mitgenommen, sondern ihm etwas unter der Tür durchgeschoben, worauf Ned später geflüchtet ist.

    Diese grässliche Miss Clovis wird mir immer unsympathischer. Hängt die am Ende auch noch mit drin in all den Geheimbundverstrickungen?

    Ich habe ja schon zuvor gedacht, dass es über normale Neugier hinaus geht. Daher gbesteht die Möglichkeit, dass sie mit drin steckt.

  • Bei all den gruseligen und ernsten Themen mag ich übrigens auch den Humor, der sich immer wieder ins Buch einschleicht. Charlottes Gesprächsaufhänger mit dem Fischer zum Beispiel, der sie erst mal gepflegt ignoriert :breitgrins:

    Freut mich. Meine Geschichten sind oft so ernst, da finde ich ein bisschen Humor sehr wohltuend. ;)

  • Aber sie hat ihn doch nicht mitgenommen, sondern ihm etwas unter der Tür durchgeschoben, worauf Ned später geflüchtet ist.

    Stimmt, sorry.


    SusiGo: ich bin ganz großer Fan von "comic relief", gerade in schwierigen Situationen.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Tom und Charlie kommen der Lösung immer näher. Immer wieder neue Verbindungen und Hinweise tun sich auf. Egal, wo Charlotte auch hingeht, überall findet sie ein neues Puzzleteil. Aber inzwischen ist auch die Gefahr, in der sie Schweben, fast greifbar. Ich denke, die größte Bedrohung ist Iris. Mir kommt sie vor wie eine Spinne in ihrem Netz und unsere beiden Helden zupfen an den Enden und bringen das Netz zum Schwingen. Auch das was Anna geschehen ist - oder wohl eher fast geschehen - hat darin wohl seinen Auslöser. Wie auch Neds Verschwinden. Ich frage mich immer noch, ob der Vater von Iris Bescheid weiß. Wenn ja, dann hat er Tom ja fast selbst auf die richtige Spur gebracht.

    :/

    :lesen:





  • Alfie ist ein pfiffiges Kerlchen und weiß, was er will. Es ist jammerschade, dass er in so unglücklichen Umständen lebt (auch wenn er selber ja gar nicht so unglücklich scheint und seine Unabhängigkeit durchaus zu schätzen weiß). Ich bin ganz Toms Meinung, dass aus dem Jungen etwas werden kann. Vielleicht hat er ja Glück und kann sogar ein wenig Karriere machen bei der Seefahrt. Die Liebe zum Wasser scheint ihm im Blut zu liegen, so wie er die Themse vermisst hat.

    Bei Alfie hab ich ein total gutes Gefühl. Der Junge wird seinen Weg machen. Er ist für mich nicht vordergründig ein mutterloses armes Kind sondern ein Teenager, der durch eine harte Lebenssituation nie den Optimismus verloren hat und der ein Zeil vor Augen hat, wo er hin will, was er werden will. Da könnte sich so mancher jugendliche Kindkopf von heute mal eine Scheibe abschneiden. ^^ Schön, dass er und Charlotte sich langsam annähern und beginnen Freunde zu werden.

    :lesen:





  • Die Lage spitzt sich immer mehr zu und es wird immer spannender. Hach so richtig herrlich.


    Ich freue mich, dass mein Bauchgefühl Recht hatte und Alfie wieder da ist und das aus freien Stücken. Zum Glück versteht er die Gefahr und hört auf Charlotte. Ich hatte richtig das Gefühl, dass sie sich nun besser verstehen. Ich habe noch Hoffnungen...


    Die Fluchtaferl klang ungemein spannend, von so etwas hatte ich vorher noch nichts gehört.


    Ansonsten scheint der Isis- Kult ja sehr verbreitet zu sein, wenn jetzt auch die Schauspielerin total vernarrt zu sein scheint. Aber ich kann gut verstehen, dass so etwas mit Sympolkraft anziehend wirkt. Wahrscheinlich hätte mich das in der damaligen Zeit auch angesprochen.


    Ich bin nun jedenfallsfest davon überzeugt, dass Iris damit zu tun hat. Ihre Reaktion im Theater war nicht normal.


    Dass Anna wieder aufgetaucht ist, war ja wohl die Überraschung schlecht hin. Wo steckte das Mädel nur? Wird sie bei dem Ritual die nächste sein, die stirbt?

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Miss Clovis zeigt ein ziemliches Interesse an den Ashdowns, so dass es sogar Daisy auffällt. Alfie darf sich nicht blicken lassen. Dieses Eingesperrtsein gefällt ihm gar nicht, was ich gut nachvollziehen kann, wo er doch seine Freiheit so liebt.

    Also mittlerweile finde ich es auch nicht mehr normal, was die Nachbarin da treibt. Wurde sie damit beauftragt die Ashdowns zu bespitzeln? Alfie hat mich so ein bissel an unsere aktuelle Lag erinnert, wo wir ja auch versuchen sollen zu Hause zu bleiben. Dem einen fällt es leichter als dem anderen. Mir kommt das sehr gelegen, da man nun keine Ausreden mehr erfinden muss, damit man einfach nur mal seine Zeit mit Lesen verbringen kann.

    Anna ist auserwählt, wie die Hohepriesterin feststellt, die vernichtet will, was ihnen schadet. Mir erscheint sicher, dass es sich um Iris handelt.

    Ich glaube auch, dass Iris diese Hohepriesterin ist. Und ich habe wirklich Angst um Anna, dass der bei dem Ritual etwas passiert.


    Auf jeden Fall gut, dass Alfie wieder da ist und so klug, sich den Ashdowns anzuvertrauen. Bahnt sich da am Ende doch noch ein Happy End an?

    Ich hoffe es so so sehr. <3



    Bei all den gruseligen und ernsten Themen mag ich übrigens auch den Humor, der sich immer wieder ins Buch einschleicht. Charlottes Gesprächsaufhänger mit dem Fischer zum Beispiel, der sie erst mal gepflegt ignoriert

    Ja es passt einfach alles stimmig zusammen. Es ist nicht alleine die Spannung, bei der man das Gefühl hat mit auf Ermittlerjagd zu sein, sondern man fühlt sich beim Lesen einfach wohl und behaglich.

    Ich frage mich immer noch, ob der Vater von Iris Bescheid weiß. Wenn ja, dann hat er Tom ja fast selbst auf die richtige Spur gebracht.

    Ich bin mir unsicher, dass er davon weiß. Er gehört ja einem eigenen Verband an und da könnte der Isis- Kult durchaus Konkurrenz für sein...

    Schön, dass er und Charlotte sich langsam annähern und beginnen Freunde zu werden.

    Die Annäherung hat mir auch gut gefallen.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Ansonsten scheint der Isis- Kult ja sehr verbreitet zu sein, wenn jetzt auch die Schauspielerin total vernarrt zu sein scheint.

    Ich glaube nicht einmal, dass er so weit verbreitet ist, dafür ist alles zu geheim. Tom und Charlotte haben ja eigentlich nichts über die Töchter der Iris herausfinden können. Es war eher Zufall, dass sie immer wieder auf solche zeichen stoßen.

    Mir kommt das sehr gelegen, da man nun keine Ausreden mehr erfinden muss, damit man einfach nur mal seine Zeit mit Lesen verbringen kann.

    Ich erfinde solche Ausreden nie, denn ich entscheide, was ich tun möchte. Wenn ich lesen will, dann lese ich auch.

  • Mir kommt sie vor wie eine Spinne in ihrem Netz und unsere beiden Helden zupfen an den Enden und bringen das Netz zum Schwingen.

    Sehr schöner Vergleich!

    Er ist für mich nicht vordergründig ein mutterloses armes Kind sondern ein Teenager, der durch eine harte Lebenssituation nie den Optimismus verloren hat und der ein Zeil vor Augen hat, wo er hin will, was er werden will.

    So sehe ich ihn auch. Dass er in Tom und Charlotte Menschen gefunden hat, die ihn mögen, freut mich aber trotzdem :)

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Alfie hat mich so ein bissel an unsere aktuelle Lag erinnert, wo wir ja auch versuchen sollen zu Hause zu bleiben. Dem einen fällt es leichter als dem anderen. Mir kommt das sehr gelegen, da man nun keine Ausreden mehr erfinden muss, damit man einfach nur mal seine Zeit mit Lesen verbringen kann.

    Ist mir beim Lesen gar nicht in den Sinn gekommen, aber stimmt, Alfie ist wie in Quarantäne.

    Bei mir schlägt dieses "Wegsperren" ja oft ins Gegenteil um. Ich denke mir dann, ich will nicht NUR Lesen. Ich will frei entscheiden, was ich tun will.

    Das dachte ich bei Alfie, der ist ja ein junger Kerl. Die haben ein großes Bewegungsbedürfnis und dazu sein Freiheitsdrang, ich hab seine Ungeduld richtig selbst gespürt. Der hat richtig Hummeln im Hintern. Knotenknüpfen ist aber eine gute Idee für eine Weile. :)

    :lesen:





  • Alfie ist einfach keiner, der sich immer nur drinnen aufhalten kann, der braucht Luft um die Nase und Wasser in der Nähe.


    Dafür hat er sich aber doch erstaunlich tapfer gehalten. Charlottes Knoten-Idee war wirklich gut, das hatte ja auch einen maritimen Touch.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Ist mir beim Lesen gar nicht in den Sinn gekommen, aber stimmt, Alfie ist wie in Quarantäne.

    Bei mir schlägt dieses "Wegsperren" ja oft ins Gegenteil um. Ich denke mir dann, ich will nicht NUR Lesen. Ich will frei entscheiden, was ich tun will.

    Also ich nutze auch jede Möglichkeit draußen zu sein und lese nicht nur. Allerdings fällt es mir bei der aktuellen Nachrichtenlage deutlich einfacher den Fernseher aus zu lassen und auch auszublenden und dann lieber zu lesen. Die Nachrichtenflut und wie schlecht alles läuft, bereitet mir so ein negatives Gefühl, dass ich dann lieber was anderes mache. Manch einer kann sich ja gar nicht sattsehen vor lauter Nachrichten. Zu Beginn der Pandemie wollte ich alles haarklein wissen, aber mittlerweile reicht es mir zu wissen was ich machen darf und was nicht. Die aktuellen Zahlen möchte ich aber nicht jeden Tag hören.


    Unsere Stadt informiert immer freitags wie die Lage bei uns ist. Das muss dann reichen, weil mir all das andere dann doch irgendwie Angst macht.


    Natürlich vermisse ich es Konzerte und das Kino zu besuchen und auch das Reisen fehlt mir sehr, allerdings würde mir in der derzeitigen Lage im Traum nicht einfallen durch die Gegend zu reisen und ein Risiko einzugehen. Wenn der ganze Spuk vorbei ist und mehr Klarheit herrscht, dann gerne, aber solange besinne ich mich dann lieber auf das Alltägliche.


    Dieses unbedingt raus wollen hatte ich beim ersten Lockdown als man nur aus triftigem Grund raus durfte. Da hatte ich aber eine Wohnung im vierten Stock ohne Balkon und Garten, das hat sich dann wirklich wie eingesperrt angefühlt, vor allem weil ich ein Jahr vorher mir beide Beine verletzt hatte und Monate eingesperrt war, weil ich im Rollstuhl saß.

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Tom ist sehr traurig darüber, dass Alfie bei Nacht und Nebel das Haus verlassen und nur einen Brief zurückgelassen hat; und Charlotte fragt sich, ob es daran liegt, an dem was sie gesagt hat und Alfie gehört haben könnte. Tatsächlich liegt es aber an Toms Fürsorge: Alfie möchte nicht in die Schule, sondern später zur See fahren. Mal sehen, nun ist er ja wieder bei den Ashdowns, evtl. gestaltet sich der zweite Anlauf etwas besser und Tom nimmt auch mehr "Rücksicht" auf Alfies Wünsche. Das setze ich absichtlich in Hochkommas, den Tom will den Jungen ja nicht verbiegen und ihn dazu bringen, das zu tun, was Tom möchte, er handelte ja tatsächlich aus den besten Gründen heraus, muss aber auch akzeptieren, dass Alfie bisher ein ganz anderes Leben geführt hat.


    Aber Toms Bedenken, dass Alfie in Gefahr sein könnte, sind doch nicht unberechtigt, wie man an der Warnung erkennen kann. Gut, dass sich Alfie ein Herz gefasst hat und sich den Ashdowns anvertraut. Seine Warnung und die, die Ned bekommen hat (dass auch er eine Warnung bekommen hat, die ihm mächtig Angst eingejagt hat, ist für mich sicher), zeigen, dass es hier jemand sehr ernst meint. Und Iris Jellicoe verhält sich immer verdächtiger ... sie weiß immerhin, dass Ned Charlotte die Münze verkauft hat und damit auch, wem sie ihre Warnung schicken muss. Aber warum warnt sie ihn überhaupt, was weiß er, was er nicht erzählen soll?
    Ich kann mich gerade nicht mehr erinnern, hat Charlotte Iris auch von Alfie und seiner Rolle beim Fund von Julias Leiche erzählt? Irgendwie muss der Warnung-Schreiber ja von Alfie erfahren haben, nur weiß der- oder diejenige (von letzterem gehe ich aus) nicht, dass Alfie eigentlich nichts gesehen hat.


    Miss Clovis verhält sich aber auch zunehmend verdächtig und ich werde immer misstrauischer, ob ihre Neugier nicht deutlich über nachbarschaftliche Neugier hinausgeht. Es ist bestimmt kein Fehler, wenn Alfie darauf achtet, nicht von ihr gesehen zu werden.


    Was Anna Carhills Verschwinden angeht, hatte ich mit dem schlimmsten gerechnet, aber bestimmt nicht, dass sie Charlotte und Marguerite plötzlich die Tür öffnet und so tut, wie wenn eigentlich gar nichts geschehen ist. Und das so offensichtlich schlecht, dass den beiden Besucherinnen klar ist, dass sie lügt. Evtl. bekommt Charlotte doch noch etwas über Annas Tante heraus.

    Als nämlich erwähnt wird, dass Anna von der Hohepriesterin für das Ritual auserwählt sei, haben sich mir sämtliche Nackenhaare aufgestellt, weil ich befürchte, dass spätestens dann ihr Leben doch in Gefahr sein wird. Oder Annas Zweifel werden hoffentlich doch noch lauter, nachdem sie erfahren hat, dass Julia tot ist.

    Die Aussage, dass es Menschen gibt, die ihnen schaden wollen (wie wollen sie ihnen den genau schaden?) und die deswegen vernichtet werden müssen, ist schon ziemlich radikal.


    Miss Beacon, das ägyptische Amulett und ihr Bekanntschaft mit Iris sind schon wieder solche "Zufälle", die gar keine sind. Charlotte fällt zwar der kalte Unterton in Iris' Stimme auf, aber bisher hat sie sie noch in keinem Verdacht. Hoffentlich rächt sich das nicht, denn ich habe kein gutes Gefühl dabei, nachdem Miss Beacon Iris von Charlottes Interesse an ihrem Amulett erzählt hat. Daher sehe ich dem Fest bei den Jellicoes auch mit sehr gemischten Gefühlen entgegen.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Mir hat es gefallen, dass er sich vertrauensvoll an Tom und Charlotte wendet.

    Ja, das zeigt, dass er den beiden vertraut und sie irgendwie auch mag.


    Ned ist auch verschwunden und Charlotte sucht ihn. Das ist wirklich mutig, aber sind findet dann ja auch etwas heraus.

    Das dachte ich auch, dass das ganz schön mutig war, ich weiß nicht, ob ich in die dunkle Gasse und dann noch den Verschlag gegangen wäre. Aber die Begegnung mit dem Angestellten war dann sehr aufschlussreich.


    Dieses Eingesperrtsein gefällt ihm gar nicht, was ich gut nachvollziehen kann, wo er doch seine Freiheit so liebt.

    Ich hoffe nur, er hält sich daran, aber ich denke, er hat schon ziemlich gut verstanden, dass es ernst ist.


    Aber er will alle schützen. Ich stelle mir gerade das Bild vor – ein Junge mit einem Spazierstock.

    Ich bin gespannt, ob er ihn womöglich noch brauchen wird.


    Was wohl die Liste bedeutet, die Charlotte gefunden hat?

    Das frage ich mich auch: Münze, Kette, Spiegel. Bei Münze und Kette musste ich an Charlottes Münze und Julias Kette denken, aber warum das auf dem Zettel stehen sollte ...

    Es könnte bedeuten, dass die Münze eigentlich auch bei Julia lag, aber die Kette hat ja Alfie gefunden, nicht Ned. Oder ist das eine Art Auftragsliste mit den Dingen, die Ned an Julias Fundort hätte bergen sollen? Dann würde noch der Spiegel fehlen.

    Ach, ich weiß auch nicht, irgendwie passen meine Gedanken nicht richtig zusammen.


    Diese grässliche Miss Clovis wird mir immer unsympathischer. Hängt die am Ende auch noch mit drin in all den Geheimbundverstrickungen?

    Wundern würde es mich inzwischen nicht mehr.


    Anna war eine der Teegäste von Iris Jellicoe!

    Das hatte ich zwar im letzten Abschnitt registriert, aber ich habe Annas Nachnamen mit Hartley-James verwechselt und dachte, dass Anna im selben Lesezirkel ist wie Julia. Das war aber Quatsch. Wobei Hartley-James natürlich das Bindeglied zwischen Lesezirkel und dem Isis-Bund sein könnte, immerin ist sie auch eine von Iris' Teegästen.


    ich glaube nicht, dass Iris, was Annas Verschwinden betrifft, so unschuldig ist, wie sie tut.

    Auf keinen Fall. Was mir gerade einfällt, als ich deine Theorien über Annas Verschwinden und Auftauchen gelesen habe: Iris macht einen wirklich betroffenen Eindruck, als sie von Annas Verschwinden erfährt. In dem Moment war ich mit etwas unsicher, was ihre Rolle bei den Isis-Töchtern angehen könnte, bei ihrem Verhalten später jedoch im Theater bin ich umso überzeugter, dass sie die Hohepriesterin sein könnte. Könnte es sein, dass vielleicht die Tatsache, dass Charlotte von Annas Verschwinden wusste und zu ihr mit ihren Befürchtungen kam, dass Iris beschlossen hat, Anna nicht gleich zu töten, sondern erst später und das in diesem Ritual verpacken will? Da es sonst die Parallele zu Julias Fall zu auffällig gewesen wäre?


    Bei all den gruseligen und ernsten Themen mag ich übrigens auch den Humor, der sich immer wieder ins Buch einschleicht. Charlottes Gesprächsaufhänger mit dem Fischer zum Beispiel, der sie erst mal gepflegt ignoriert :breitgrins:

    Das stimmt, das gefällt mir auch sehr gut.


    Ich denke, die größte Bedrohung ist Iris. Mir kommt sie vor wie eine Spinne in ihrem Netz und unsere beiden Helden zupfen an den Enden und bringen das Netz zum Schwingen.

    Das hast du sehr treffend beschrieben, vor allem haben Tom und Charlotte diese Spinne überhaupt nicht auf der Rechnung.


    Ich frage mich immer noch, ob der Vater von Iris Bescheid weiß. Wenn ja, dann hat er Tom ja fast selbst auf die richtige Spur gebracht.

    Das frage ich mich auch immer wieder.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Die Aussage, dass es Menschen gibt, die ihnen schaden wollen (wie wollen sie ihnen den genau schaden?) und die deswegen vernichtet werden müssen, ist schon ziemlich radikal.

    Die Töchter der Iris legen ja Wert darauf, dass niemand von ihrer Existenz weiß. Nun kommt Charlotte ihnen aber ziemlich nah. Sie fürchten also den Schaden für ihre Gruppierung und damit bedroht. Daher wollen sie die vernichten, die das bekannt machen wollen.

  • Könnte es sein, dass vielleicht die Tatsache, dass Charlotte von Annas Verschwinden wusste und zu ihr mit ihren Befürchtungen kam, dass Iris beschlossen hat, Anna nicht gleich zu töten, sondern erst später und das in diesem Ritual verpacken will? Da es sonst die Parallele zu Julias Fall zu auffällig gewesen wäre?

    Den Gedanken hatte ich auch an der Stelle.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen