Hans Meyer zu Düttingdorf - Das Bernsteinmädchen

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Inhalt:

    Helena, halb Deutsche, halb Argentinierin trifft in ihrer Heimat Argentinien kurz vor dem 2. Weltkrieg auf einen deutschen Matrosen und zieht an die Ostsee. 70 Jahre später trägt sie ihrem Sohn Robert auf, Buenos Aires zu verlassen und sich auf seine deutschen Spuren zu begeben.


    Meine Meinung:

    In zwei Handlungssträngen werden jeweils die Geschichten von Helena und von Robert erzählt, zwischen denen 70 Jahre liegen. Kapitelweise wird zwischen den beiden hin und her gewechselt, was ich sehr gut gelungen fand. Anfangs kann man den Zusammenhang zwar erahnen, aber die Details bauen sich erst langsam auf bis die Geschichten schließlich zueinander finden. Was sie jederzeit verbindet, ist der Bernstein.


    Neben dem 2. Weltkrieg, der in Helenas Leben eine bedeutende Rolle spielt, wird auch der Mauerfall thematisiert. Dabei werden aus meiner Sicht durchaus kontroverse Aussagen getätigt, die aber aus meiner Sicht eben einfach Meinungen darstellen, die es nunmal gibt. Auch die Flüchtlingswelle rund um 2015 wurde angesprochen. Es wird alles sehr authentisch wiedergegeben.


    Ich wusste nicht, wo mich dieses Buch hinführen wird. Dass ein Familiengeheimnis aufgedeckt wird, hatte ich vermutet. Was dann aber tatsächlich dahinter steckte, hat mich überrascht. Ich würde nicht sagen, dass das Buch eine extreme Spannung aufbaut. Vieles weiß man bereits von Anfang an und nun wird die Geschichte dazu erzählt. Zwischendurch war ich mir nicht sicher, ob es überhaupt ein klares Ende geben wird. Die Neugier was hinter der Reise Roberts nach Deutschland steckt, war jedoch immer da.


    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders wie die beiden Handlungssträngen aufeinander abgestimmt waren. Auch die Erzählungen zu den historischen Ereignissen haben mich überzeugt. Im Nachwort erfährt man dann noch, dass einige Details von Nachweisen aus dem Umfeld des Autors stammen.


    5ratten