Gustaf Skördeman - Geiger

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Eifert Stieg Larsson nach ...


    ... kommt aber (noch) nicht an ihn heran.

    Die schwedische Kleinstadtidylle einer Familie wird durch einen rätselhafte Mord aus den Angeln gehoben. Doch was zunächst als isolierte Tragödie anmutet, stellt sich bald als größer heraus - bedeutend größer.

    Der Aufbau des Werkes erinnert an Stieg Larssons Millennium-Trilogie: Die Leserschaft wird durch kognitive Dissonanzen en masse gezerrt. (Hier könnte weniger mehr sein.) Das bewährte Dreiergespann aus Krimielementen, diversen Protagonisten und Gesellschaftskritik - der Autor räumt mal ordentlich mit bigotten Elementen v.a. schwedischer Geschichte und Jetztzeit auf - eifert Larsson nach, kommt aber m.E. (noch) lange nicht an ihn heran.

    Die inhaltliche Idee hinter dem Ganzen scheint hingegen atemberaubend.

    Es handelt sich hier um den Auftakt einer Trilogie, die gleichzeitig das literarische Debüt des Schweden Gustaf Skördeman ist. Sein Stil lässt deutlich erkennen, dass Skördeman vom Film kommt: Szenisch und plastisch geschrieben, was mir persönlich sehr gut gefällt. Geht es jedoch um das Innenleben handelnder Charaktere, spürt man, wie schwer der Autor sich mit dem Romanschreiben tut: Das für mitreißende Bücher unabdingbare Prinzip des "Show, don't tell!" (dt.: "Zeigen, nicht erzählen!") wurde sträflich vernachlässigt.
    Der Plot ist explizit auf eine Trilogie angelegt worden, was leider in diesem ersten Buch dazu führte, dass die Story arg in die Länge gezogen wurde und mich erst nach zwei Dritteln des Buches gepackt hat.


    Fazit: Super Idee, handwerklich schlecht umgesetzt.
    Man muss sich im Klaren sein, dass die komplette Trilogie gelesen werden muss und dieses erste Buch inhaltlich sehr gedehnt wirkt.
    Wird bestimmt mal verfilmt werden und wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt.


    3ratten

  • Inhalt:

    Agneta erhält einen Anruf, in welchem ihr nur ein Wort mitgeteilt wird: Geiger! Daraufhin erschießt sie ihren Mann und verschwindet.

    Sara ermittelt als alte Freundin der Familie eigenständig und landet dadurch in Recherchen zu Spionage in der DDR.


    Meine Meinung:

    Ich hatte nicht erwartet, dass das Buch dermaßen politisch ist. Viel mehr habe ich mit einem klassischen Thriller/Krimi gerechnet. Im Endeffekt handelt es sich um eine Mischung aus beidem. Der Krimi ist spannend und hat mir gut gefallen. Sara als Ermittlerin steht im Fokus und wird den Leser wohl durch alle drei Bücher begleiten. Das könnte durchaus noch interessant werden, denn wir üblich für einen Ermittler sind nicht nur ihre Fälle kompliziert sondern auch ihr Privatleben.


    Einen großen Teil des Buches nehmen Erzählungen zu Spionage in der DDR ein. Das war durchaus interessant, wenn auch für meinen Geschmack manchmal etwas zu ausführlich. Das ist aber sicherlich Geschmackssache.


    Anfangs fand ich den Fall sehr spannend, sobald allerdings klar war, in welche Richtung es gehen wird, ging für mich etwas davon verloren. Weiterhin hat mir das Buch gefallen, ich würde aber nicht vollständig in seinen Bann gezogen. Es war eher ein Fall von nett zu lesen, aber wenn ich jetzt nicht weiß, wie es ausgeht, wäre es auch nicht so schlimm. Und das obwohl doch noch die ein oder andere Überraschung auf den Leser wartet.


    Dennoch kann ich mir gut vorstellen, auch die beiden Folgebände zu lesen. Primär weil mich die Geschichte rund um Sara interessiert. Ich glaube, dass das Buch als Film sehr gut umsetzbar wäre, weil auch die Sprache des Autors sehr bildhaft ist.


    3rattenund :marypipeshalbeprivatmaus: