Julietta Henderson - Norman Foremans Weg zum Ruhm

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Norman und Jax waren die allerbesten Freunde und hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Wo der eine war, konnte der andere nicht weit sein.

    Sie hatten vor das krass geilste Comedy-Duo der Welt zu werden, dafür machten sie sogar einen Fünfjahresplan um am Ende beim Comedy Fringe in Edinburgh aufzutreten.

    Aber jetzt ist Jax tot und Norman ganz alleine.


    Was für eine schöne, herzerwärmende Geschichte. Und ständig hatte ich beim Lesen nasse Augen.


    Erzählt wird abwechselnd aus Normans und Sadies Sicht in der Ichform. Sadie ist Normans Mutter die befürchtet, ihren Sohn nie wieder lachen zu sehen.

    Norman ist an seiner Schule der Außenseiter, mit seiner schlimmen Schuppenflechte die ihn regelmäßig wie ein Alien aussehen lässt. Er weigert sich, von Jax in der Vergangenheitsform zu sprechen. Aber vor allem will er beim Fringe in Edinburgh auftreten, so bleibt er Jax nahe.

    Und wenn sie schon auf dem Weg sind, könnte man bei dieser Gelegenheit vielleicht seinen leiblichen Vater ausfindig machen?

    Das sind ziemlich große Pläne für einen Jungen, der gerade mal zwölf geworden ist. Das findet auch Leonard, ein Rentner, den Sadie von der Arbeit kennt. Der ist richtig beeindruckt von Norman und beschließt, Mutter und Sohn nach Edinburgh zu fahren. Aber ganz uneigennützig sind seine Beweggründe dann doch nicht. Jedenfalls scheint er vor Norman und Sadie etwas zu verbergen.


    Ich mochte den Teil wo Norman erzählt, der sich oft wie ein Text ohne Punkt und Komma liest. Halt wie ein Junge, der ordentlich was zu erzählen hat und keine Zeit zum Luftholen hat. Man erfährt einiges über seine Trauer um Jax, die aber nie zuviel Raum im Buch einnimmt, und über seine Bedenken wegen des Auftritts, denn er weiß, ohne Jax sind die Witze nur halb so gut.

    Norman hat aber auch viele lustige Geschichten auf Lager. Überhaupt hat er einen ganz tollen Humor. Ich habe ihm einfach immer gerne zugehört.

    Sadies Gedanken werden besonders von den Sorgen um Norman beherrscht. Ausserdem hat sie einiges aus ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Immerhin ist sie dabei, die Männer ausfindig zu machen, die Normans Vater sein könnten. Und wer weiß schon, wen sie da findet?


    Die Drei geraten in ein richtiges Abenteuer und kein Tag sieht wie der andere aus. Auf dem Weg nach Edinburgh lernen sie die unterschiedlichsten Menschen kennen. Ich mochte die ständige Abwechslung, nie kann man als Leser erraten was als nächstes kommt.

    Und am Ende gibt es noch eine wundervolle Botschaft von Norman, der einfach was ganz Wichtiges im Leben begriffen hat.


    5ratten

    Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.