Patrick McGinley - Bogmail

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Das Buch beginnt mit einem Verbrechen, Wirt Roarty tötet seinen Barkeeper und lässt die Leiche im Moor (Bog) verschwinden. Leider hat ihn jemand dabei beobachtet und erpresst ihn nun, den Rest des Buches ist Roarty damit beschäftigt den örtlichen Polizisten von seinen Ermittlungen abzulenken und seinem Favoriten für die Erpresserrolle, dem nur vorübergehend im Ort lebenden Engländer Potter eine Falle zu stellen. Potter selbst, die zweite Hauptfigur, scheint es aber nicht zu sein, der interessiert sich abgesehen von Jagen und Angeln, Lesen, Whisky (nicht den irischen Whiskey) und Kneipengesprächen nur für die Haushälterin des örtlichen Geistlichen.


    Das Buch ist von 1978 und hat damals wohl, so im Nachwort zu lesen, für einen Skandal gesorgt, zu explizit waren die Beschreibungen der Geschlechtsteile („Pornographie“) und außerdem würde die Landbevölkerung beleidigt. Ich fand beides nicht sonderlich schlimm, aber seitdem sind ja auch 40 Jahre vergangen und wir leben nicht im ländlichen (und sehr katholischen) Irland.


    Mich hat das Buch oft an Kneipenabende erinnert, bei denen dann zu später Stunde Diskussionen über abseitige Themen geführt wurden. Manchmal fühlte ich mich vom Redeschwall ein wenig erschlagen, „Bogmail“ ist sprachlich jedenfalls anspruchsvoller als ich erwartet hätte. Allerdings zerfasert die Handlung auch während der Autor selbstverliebt mit Dialogen und gedanklichen Monologen seiner Figuren spielt.


    3ratten:marypipeshalbeprivatmaus: