zu laut um zu lesen

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 73 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Gytha.


  • Oh das kenne ich. Da überlegt man, welchen Schaden das leider ungenutzte Buch in diesem Moment auf der Schädeldecke des Anderen anrichten könnte. :teufel:


    Was?! Niemals! Mein armes Buch! :breitgrins:


  • Dem kann ich mich anschließen. Wenn ich im englischsprachigen Original lese z.B brauch ich mehr Ruhe, weil ich mich da viel stärker konzentrieren muss. Da hat mir ein Ehepaar samt Erwachsenen Kindern, vor ein paar Jahren die Fahrt nach Leipzig auf die Buchmesse komplett versaut, weil sie sich dermaßen unterhalten haben, das ich mich auf nichts konzentrieren konnte. (Ich saß blöderweise genau daneben und hatte Sitzplatzreservierung). Und weil ich ein englischsprachiges Buch dabei hatte, war das dann zu schwierig. Ich hab mich noch nie so gelangweilt (ich hatte mein Sudokuheft vergessen und meinen MP3 Player auch).


    Ich habe vier Wellensittiche, die quatschen halt mal gerne. Da lernt man, sich bei Dauergequatsche zu konzentrieren.
    Viel schlimmer finde ich es, wenn ich gerade so auf das Buch konzentriert bin, dass ich zu spät bemerke, dass ich schon vor drei Haltestellen hätte (aus dem Bus) aussteigen sollen.


    Mir ist es aber oft zu hell zum Lesen.
    Im Sommer kann ich nicht lange draußen lesen, weil die Sonne so stark auf dem Papier "spiegelt", dass ich mich davon geblendet fühle. Auch bei bestimmten Neonröhen fällt es mir schwer, mich lange zu konzentrieren.
    Keine Ahnung, ob das anderen aus so geht.

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.


  • Klar doch. Die halten was aus. Das ist der Vorteil gegenüber Ebooks. :breitgrins:


    Stimmt schon, aber manche Menschen sollen meine Bücher einfach nicht berühren. :breitgrins:

  • Keshia
    Das ist mir auch schon passiert :lachen: Einmal bin ich aber zu früh ausgestiegen - vor lauter Angst das ich die Haltestelle verpasse und weil ich eigentlich noch so vertieft in der Handlung war. Das etwas nicht stimmte merkte ich wohl, aber erst nachdem die Straßenbahn anfuhr, viel mir auf das ich zu früh raus bin. *g*

  • Ich kann auch nicht mehr bei jeder Geräuschkulisse jedes Buch lesen. Für schwere oder englische Sachen brauche ich meine Ruhe, aber bei leichten Sachen schaffe ich es, Nebengeräusche weitgehend auszublenden.


    @ Holden
    Die Situation mit den nervigen Sitznachbarn kenne ich auch. Teilweise sind es meine Kinder im Auto :breitgrins:. Dann halte ich mir eben die Ohren zu und dieses seltsame Brummen/Rauschen, das bei mir dann auftritt, übertönt den Rest.



    Im Sommer kann ich nicht lange draußen lesen, weil die Sonne so stark auf dem Papier "spiegelt", dass ich mich davon geblendet fühle. Auch bei bestimmten Neonröhen fällt es mir schwer, mich lange zu konzentrieren.
    Keine Ahnung, ob das anderen aus so geht.


    Im Sommer draußen ergeht es mir ähnlich. Meine Augen haben Probleme bei starken Hell-Dunkel-Kontrasten. Mit der Sonnenbrille liest es sich besser, weil dann die Seiten dunkler erscheinen.

  • Doris
    Ich habe aus der damaligen Situation gelernt und immer einen aufgeladenen MP3 Player dabei (das wird vor längeren Zugfahren extra kontrolliert *g*). Damit schalte ich die Außenwelt auf Stumm. Die Ohren zu halten bringt bei mir nix, das kann ich nicht lange durchhalten. Wobei ich im Auto leider eh nicht lesen kann, weil mir da immer übel wird. Aber im Normalfall bin ich eh nicht im Auto unterwegs.

  • Im Sommer draußen ergeht es mir ähnlich. Meine Augen haben Probleme bei starken Hell-Dunkel-Kontrasten. Mit der Sonnenbrille liest es sich besser, weil dann die Seiten dunkler erscheinen.


    Bei mir ist es genau umgekehrt: Wenn die Sonne scheint kann ich länger lesen. Sobald es etwas dunkler ist, werde ich sehr schnell müde.



    Ich habe aus der damaligen Situation gelernt und immer einen aufgeladenen MP3 Player dabei (das wird vor längeren Zugfahren extra kontrolliert *g*). Damit schalte ich die Außenwelt auf Stumm. Die Ohren zu halten bringt bei mir nix, das kann ich nicht lange durchhalten.


    Geht mir ähnlich. Vor allem, wenn Leute in der Nähe sehr laut Musik hören, telefonieren, sich unterhalten oder sonstige seltsame Geräusche von sich geben... Früher konnte ich sowas gut ignorieren, aber mit dem Alter wird man wohl empfindlicher :lachen: Oder meine Nerven sind schon zu aufgebraucht :zwinker:
    Deshalb Kopfhörer rein, Buch auf = Problem gelöst & Nerven geschont.

    //Grösser ist doof//

  • Im Sommer draußen ergeht es mir ähnlich. Meine Augen haben Probleme bei starken Hell-Dunkel-Kontrasten. Mit der Sonnenbrille liest es sich besser, weil dann die Seiten dunkler erscheinen.


    Eine Sonnenbrille kann ich leider gar nicht benutzen. :grmpf:
    Ich hab dann die komische Macke, von den Farben so irritiert zu sein, dass ich ständig um die Brillengläser linse, um die korrekten Farben zu sehen. Das monochrome Sehen irritiert mich derart, dass ich das Experiment Sonnenbrille mit 13 Jahren aufgab (und auch später Versuche brachten das gleiche Ergebnis).

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Ich kann bei jeder Geräuschkulisse lesen (und dabei immer noch mit der Umwelt kommunizieren :zwinker:). Ich nehme mittlerweile den Kindle sogar zu Wettkämpfen mit. Wenn ich vor dem Start genug Zeit habe und niemand kenne, lese ich noch ein paar Seiten. Das klappt bis jetzt nur bei den langen Läufen, aber auch davon gibt es genug. Das Nicht-Stören-Lassen habe ich in Jahren auf dem Spielplatz gelernt. Außerdem schafft es gerade mein Mann nicht mich lesen zu lassen wenn er meint, gerade etwas Interessantes im Web gefunden zu haben. Wenn ich mich da jedesmal rausbringen lassen würde, hätte ich das Lesen schon aufgegeben.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.

  • Draußen kann ich auch nur mit Sonnenbrille lesen.


    Geräuschkulissen kann ich unterschiedlich gut ausblenden. Wenn es mehr so ein allgemeines "Hintergrundrauschen" ist, geht es, wenn sich jemand in meiner Nähe aber so laut unterhält, dass ich mithören kann, lenkt mich das ab. Auch wenn Herr Valentine fernsieht und ich daneben sitze und lesen will, höre ich oft dann doch dem TV-Gequatsche zu. Aber jetzt hab ich Noise-Cancelling-Kopfhörer, da kann ich mir notfalls Musik auf die Ohren geben. Ruhige Musik, am besten solche, die ich in- und auswendig kenne, kann ich beim Lesen sehr gut hören.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen






  • Aber jetzt hab ich Noise-Cancelling-Kopfhörer, da kann ich mir notfalls Musik auf die Ohren geben. Ruhige Musik, am besten solche, die ich in- und auswendig kenne, kann ich beim Lesen sehr gut hören.


    Welche hast Du denn? Ich bin auch am Überlegen, ob ich mir welche kaufen soll... sind aber ja nicht gerade billig.

    Pessimisten stehen im Regen, Optimisten duschen unter den Wolken.

  • Wie sehen die aus? Sind das so Riesendinger oder klein und dezent?


    Es gibt sowohl "Mickymausohren" als auch In-Ears. Ich habe mich für diese großen entschieden, weil mir die kleinen Stöpsel immer so gerne aus den Ohren fallen und muss sagen, dass sie sich trotz meiner Bedenken sehr angenehm tragen (ich hatte sie kürzlich auf einem über sechsstündigen Flug permanent auf) und wirklich super funktionieren.


    Die Dinger sind schon teuer, aber die Investition hat sich echt gelohnt. Das Geld kann man sich ja vielleicht auch von lieben Menschen schenken lassen.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Die kleinen Teile fallen mir auch immer wieder aus den Ohren, aber ich hatte bei den großen Bedenken, dass sie aufgrund ihres Eigengewichtes verrutschen oder irgendwann drücken.

  • Bei mir kommt es aufs Buch und auf die Art des Lärms an. Bei leichterer Lektüre kann ich Nebengeräusche gut ausblenden oder integrieren (so lese ich z.B. oft während meiner Wartezeit auf dem Flur der Musikschule, wo aus drei verschiedenen Richtungen drei verschiedene Melodien gefiedelt, getrötet, geklimpert werden). Im Zug klappte das auch immer. (Im Auto und Bus kann ich nicht lesen.) Kompliziertere Bücher, die Konzentration erfordern oder gar Fachlektüre geht da allerdings nicht, dafür brauche ich Ruhe.
    Ich denke auch, mit zunehmendem Alter fällt es schwerer, Störendes auszublenden.
    Gestern abend las ich ein Buch, in dem jemand flüchtete, während mein Mann einen Film schaute, in dem auch gerade geflüchtet wurde. Das habe ich dann tatsächlich ein wenig vermischt. :breitgrins:


    Mittlerweile brauche ich auch gutes Licht zum Lesen, aber wenn die Sonne direkt auf die Seiten scheint, ist das natürlich auch mir zu hell, schon immer. Wer um Himmels willen setzt sich in die SONNE um zu lesen?? Im Sommer sitze ich zum Lesen höchstens mal im Schatten, wenn es nicht zu heiß ist. In der Sonne halte ich mich nur für unabdingbar notwendige Wege auf.

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden (R. Luxemburg)

    Was A über B sagt, sagt mehr über A aus als über B.

  • Ich musste vorhin übrigens feststellen, dass zu laut zum lesen nicht das Problem war. Ich musste mit dem Bus fahren und stellte fest, dass mir zu schlecht war zum lesen. :sauer:
    Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Bus gefahren bin und ich dachte noch, oh schön, dann kannst du auf der Fahrt lesen. Pustekuchen. Heute Abend muss ich noch mal und wird schon beim Gedanken daran übel. Schade, dass ich kein Hörbuch habe. :grmpf:

  • Ich denke auch, mit zunehmendem Alter fällt es schwerer, Störendes auszublenden.


    Bei mir ist es genau umgekehrt: ich bin deutlich gelassener und lasse mich deutlich wenig stören. Das liegt vielleicht nicht nur am Altern, sondern auch an meiner Yogalehrerin. Die hat in der Beziehung bei mir wahre Wunder bewirkt.

    Es kommt darauf an, wie du dein Leben mit Leben füllst.