"Gehypte" Bücher - sich bewusst verweigern?

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 359 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von dodo.

  • Noch mal offtopic:


    Wer sind Pratchetts Revisoren und warum kenne ich die nicht? :zwinker:

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh


  • Noch mal offtopic:


    Wer sind Pratchetts Revisoren und warum kenne ich die nicht? :zwinker:


    1. Frage: Kennst Du überhaupt was von Terry Pratchett?
    2. Frage: Kennst Du Der Zeitdieb von Terry Pratchett? Da kommen die Revisoren (unter anderem) vor.


    :winken:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • 1. Natürlich!
    2. Nein, aber ich sehe das muss ich dringend mal ändern.


    Danke. :winken:

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh

  • :confused: Echt? Wieso kommen mir die dann nicht bekannt vor?
    Jetzt werden sie mir bestimmt ständig über den Weg laufen. :rollen: :breitgrins:

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh


  • :confused: Echt? Wieso kommen mir die dann nicht bekannt vor?
    Jetzt werden sie mir bestimmt ständig über den Weg laufen. :rollen: :breitgrins:


    Das wundert mich jetzt allerdings. Die Revisoren sind eigentlich schon sehr einprägsam :breitgrins:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • :lupe: Ich werde danach Ausschau halten. Für den Schweinsgalopp ist es mir allerdings zu sommerlich. :breitgrins: Ich müsste mal schauen, was sich noch auf dem SuB befindet.

    Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.<br />Jean Anouilh

  • Mir ist das egal ob um ein Buch viel Wind gemacht wird oder nicht. Ich lese die Bücher die mir Persönlich zu sagen. Die ich Interessant finde.

    Gelesene Bücher Oktober 10: 1<br />Gelesene Bücher November10:1<br />Abgebrochende Bücher Oktober 10:2<br />Abgebrochende Bücher November 10 :

  • Ich lese Bücher eigentlich auch in erster Linie aus Eigeninteresse. Wenn ein buch aber total gehyped wird komme ich nicht drumherum mal zu schauen warum ein Buch so gelobt wird, da sowas ja doch eher selten vorkommt, außer die Bücher werden verfilmt. Die Dan Brown Bücher habe ich beispielsweise erst durch den Hype in Augenschein genommen, da mich das Thema sonst nicht sonderlich angesprochen hätte. Andere habe ich hingegen immer noch nicht gelesen, obwohl sie mir von vielen empfohlen wurden (beispielsweise die Pratchett Bücher). Früher oder später muss aber jedes Buch gelesen werden, vorher trete ich nicht ab :breitgrins:

  • Hallo,


    ich belebe diesen Thread mal wieder. Ich verweigere mich Buchhypes nicht grundsätzlich, lese aber auch kaum Bücher, weil sie gehypt sind. Von den meisten Buchhypes bekomme ich kaum etwas mit und die Mega-Blockbuster kenne ich ja schon allein etwas von Darüberreden mit Freunden, Bekannten oder euch. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Lykantrophin ()

  • Weder verweigere ich Hypes, noch muss ich Bücher lesen, weil sie alle lesen. Die meisten Hypes kriege ich gar nicht oder erst sehr verspätet mit. Als der vierte Harry Potter Band veröffentlicht wurde, haben mich die Berichte über die Schlangen vor den Buchläden neugierig gemacht. Also las ich mir den Klappentext vom ersten Band durch, wurde noch neugieriger und habe mir deswegen das Buch gekauft.


    50 Shades of Grey wiederum hat mich so gar nicht interessiert, also habe ich die Reihe auch nicht gelesen.

  • Ich mochte es :redface: Die Reihe liest sich eben wie eine Fanfiction - was sie ja auch ursprünglich war. Der Stil ist dafür ganz typisch.

    (Ich bin aber auch kein riesiger Fan und sehe durchaus einiges kritisch, sowohl die ständigen Wiederholungen bestimmter Formulierungen als auch inhaltliche Aspekte. Aber als leichte Unterhaltung fand ich sie gut.)

  • 50 Shades of Gray habe ich angelesen, weil ich wissen wollte, was an dem Buch so toll ist, dass es reihenweise auch Frauen lasen, die sonst gerade mal die Bilder in der BILD Zeitung ankucken.

    Ich habe mal vor langer Zeit eine köstliche Rezension von 50 Shades auf Amazon gelesen. War eine Ein-Sterne-Rezension. Dort wurde das Buch ziemlich durch den Kakao gezogen und unter anderem erwähnt, dass ständig die "innere Göttin" Beifall klatscht usw.

    Es lohnt sich manchmal wirklich, Rezensionen zu lesen, um sich vor Hypes zu bewahren.

    Nicht so toll fand ich, dass wohl viele sich geschämt hatten, das Buch offen zu kaufen oder offen zuzugeben, dass sie es gelesen haben, weil es irgendwie eine Reputation von Pseudoprono hatte.

    Das war dann also keine feministische Haltung, weil Frauen vorgeschrieben wurde, was sie offiziell lesen oder kaufen "dürfen" und was nicht.


    Ich glaube, das letzte gehypte Buch, das ich gelesen habe, war Handmaid's Tale, und das habe ich weit vor der Serie zufällig in der Buchhandlung gefunden, wusste gar nichts von der Geschichte des Buches und vorherigen Verfilmungen usw.


    Generell finde ich diese Idee, etwas zu tun, weil es gerade alle tun, nicht so toll, weil ich das Gefühl bekomme, nicht meinem eigenen Geschmack folgen zu dürfen, sondern etwas gut finden zu "müssen". Leider funktioniert der Kompass nicht immer, weil man so auch ganz tolle Bücher oder Serien verpasst!:|


    LG von

    Keshia

    Ich sammele Kochbücher, Foodfotos und Zitate.


    <3 Aktuelle Lieblingsbücher: "The good people" von Hannah Kent, "Plate to pixel" von Hélène Dujardin und "The elegance of the hedgehog" von Muriel Barbery.

  • Wo seht ihr den Unterschied zwischen gehypten Büchern und Bestsellern?

    Denn oft sind es ja AutorInnen wie Ken Follett oder das "Elena Ferrante Fieber" (das mich nur nervt und mich null interessiert, vermutlich wegen des Hypes? ;) (Der Verlag gibt sogar eigens einen newsletter heraus, den ich auch abonniert hab', aber immer sehr schnell lösche ^^)


    Nee, ich glaube, ich bin absolut kein Fan von gehypten Büchern. Oder auch Bestsellern. Ich finde viel lieber "trouvailles", versteckte Buchschätze, die in Nischen vor sich hinschlummern... :lupe: :zwinker: - und darauf warten, gefunden zu werden!

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)

  • Sagota: Gehypte Bücher werden oft durch Hypes zu Bestsellern. Einige Autorinnen wie Isabell Allende, Ken Follett oder Sebastian Fitzek entwickeln sich dann zu zeitgenössischen Steadysellern.

    Das gehypte Buch ist quasi eine Schnittmenge des Bestsellers.

  • Bestseller sind nicht immer Hype-Bücher, aber Hype-Bücher werden praktisch immer zu Bestsellern ;)

    Die Reihe liest sich eben wie eine Fanfiction - was sie ja auch ursprünglich war. Der Stil ist dafür ganz typisch.

    Ist natürlich alles Geschmackssache - aber ich habe schon literarisch wesentlich gelungerene Fanfictions gelesen, als es diese Bücher waren.


    Den ersten Teil habe ich mir hier in einer Leserunde angetan. Das war ziemlich lustig - aber ohne die Runde hätte ich das Buch wohl nicht beendet.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





  • Die Reihe liest sich eben wie eine Fanfiction - was sie ja auch ursprünglich war. Der Stil ist dafür ganz typisch.

    Ist natürlich alles Geschmackssache - aber ich habe schon literarisch wesentlich gelungerene Fanfictions gelesen, als es diese Bücher waren.

    Da will ich gar nicht widersprechen. Da ja jeder Fanfictions schreiben kann, ist auch jede literarische Qualität dabei und Frau James sticht sicherlich nicht besonders hervor. Trotzdem würde ich behaupten, dass die Art zu schreiben insgesamt sehr typisch ist: viele Wiederholungen, z.B. der überaus nervigen Inneren Göttin, als Wiedererkennungswert; viele Cliffhanger, damit die Leute auch ja das nächste Kapitel lesen und kommentieren; usw.


    Ich will die Bücher hier auch gar nicht verteidigen (hätte ich bloß nix gesagt ^^) und man darf auch z.B. die missbräuchlichen und toxischen Aspekte und die Kritik aus der realen BDSM-Szene nicht außer acht lassen. Aber ich kann durchaus verstehen, warum die Bücher so einen Hype ausgelöst haben und so viele Nachahmerbücher hervorbrachten. Sex sells (ähnlich wie z.B. bei "Feuchtgebiete" einige Jahre zuvor nur nicht so eklig 8o).

  • Ich will die Bücher hier auch gar nicht verteidigen (hätte ich bloß nix gesagt ^^ )

    Das wirkt nicht als Verteidigung auf mich. Du hast sie gelesen und sie haben dir gefallen. Die problematischen Aspekte und Inhalte sind dir bewusst. Mir zum Beispiel gefiel "Biss zum Morgengrauen" damals auch sehr gut, weil es mich beim Lesen wieder in meine Teenagerzeit zurück versetzt hat. Mir ist klar, dass es literarisch auch nicht über Fanfiction hinaus reicht. Edward Stalking wird romantisch verbrämt und es wird mit keinem Wort erwähnt, dass das überhaupt nicht in Ordnung ist. Trotzdem hat mir der Roman beim Lesen gefallen und dazu stehe ich.