Sven Stricker: Sörensen hat Angst

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Dieser eher ungewöhnliche Krimi aus dem Jahr 2016 entführt uns in die fiktive Stadt Katenbüll in Schleswig-Holstein, nicht weit entfernt von der dänischen Grenze.

    KHK Sörensen (seinen Vornamen will er in dem Krimi nicht preisgeben) leidet unter einer Angststörung, hat darob Frau und Tochter verloren und sich nun von Hamburg ins beschauliche Städtchen Katenbüll versetzen lassen, um dem aufregenden und angsttreibenden Leben als Ermittler in der Großstadt zu entgehen. Leider hat er Pech. Bereits unmittelbar nach seiner Ankunft liegt ein Toter im Pferdestall, auch noch der Bürgermeister der Stadt.

    Sörensen ermittelt mit seinen Kolleg*innen Jennifer und Malte, die ihn nicht gerade mit offenen Armen aufnehmen, aber in kurzer Zeit lernen, seine Qualitäten zu schätzen. Sörensens Art, mit seinen an- und abschwellenden Angstzuständen umzugehen, machen ihn zu einem herausfordernden Gesprächspartner, führen aber auch zu überraschenden Einsichten. Bald gibt es drei Leichen in Katenbüll, die Fleischindustrie, aber auch kleine Jungs scheinen etwas mit dem Fall zu tun zu haben, und ein Hund namens Cord wird für den KHK zum Begleiter im verregneten Nordfriesland.


    Die Hauptfigur ist sperrig und nicht von der gewöhnlichen Art, aber schon ein Sympathieträger, wenn man sich eingelesen hat. Auch die Nebenfiguren sind gut besetzt und mit interessanten Eigenschaften und Lebensumständen ausgestattet. Daneben spielen Wetter, aber auch ein paar gute Einsichten zum Verhalten von Menschen in Gruppen eine größere Rolle.

    Ich würde mich freuen, wenn es nicht nur bei diesem Band bliebe. Empfehlenswert!