Walter Moers - Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    Klappentext:

    Eine traumhafte Liebesgeschichte und eine Reise durch das menschliche Gehirn als rasantes zamonisches Abenteuer

    Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der ebenso beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.


    Meine Meinung:

    Ich sollte wirklich aufhören, die neuen Zamonien-Romane zu lesen, weil ich einfach immer wieder enttäuscht bin. (Der Bücherdrache und das Weihnachtsbuch waren zwei Ausnahmen...) Ja, Moers wartet hier mit kreativen neuen Aspekten rundum Schlaflosigkeit auf. Allerdings ist das so langweilig, dass Prinzessin Dylia sich vielleicht dieses Buch durchlesen sollte, um ihre Schlaflosigkeit zu heilen. Mich hat es auf jeden Fall immer in den Schlaf getrieben. Das ist ziemlich schade,denn die Beschreibungen nehmen so viel Platz ein, das für die Handlung gar kein Raum mehr gelassen wird. Auch vermisst der eingefleischte Zamonien-Fan die Zamonien-Welt, die mit ungewöhnlichen Völkern bevölkert ist.

    Normalerweise ist immerhin die Buchgestaltung ein Hingucker, aber dieser Roman wurde nich von Moers selbst illustriert, sondern er hat sich Lydia Rode dazugeholt, die zwar auch ganz niedliche Zeichnungen macht, aber es sind halt keine Zamonien-Zeichnungen. Da erwarte ich einfach etwas anderes.

  • Avila: Schade, dass dir dieser Moers nicht gefallen hat. Ich habe Moers Bücher früher sehr gerne gelesen, "Prinzessin Insomnia ..." schlummert tatsächlich noch auf meinem Berliner SuB. Vielleicht wage ich mich in naher Zukunft mal das Buch heran.

    Danke für deine Einschätzung!

  • Vielleicht gefällt es dir ja besser? Ich war auch schon vom Labyrinth sehr enttäuscht. Da macht das Lesen einfach keinen Spaß mehr. Manchmal denke ich, Moers sollte sich einfach auf seinem Erfolg ausruhen.

  • Avila: Hoffentlich gefällt mir "Prinzessin Insomnia..." dann besser als dir. :) Als ich im Dezember 2019 schon mal reingeschnuppert habe, gefiel mir der Anfang schon sehr gut. Das "Labyrinth..." habe ich gar nicht gelesen, dieser Roman riecht mir zu sehr nach Geldmache.

  • Mir hat Prinzessin Insommnia gut gefallen ;) Und ich habe vorher auch alle anderen Bücher von ihm gelesen. Ich denke, es ist Geschmackssache, wenn ein bekannter und viel gelesener Autor dann mal etwas nicht ganz seinem Stil entsprechendes ausprobiert. Es gibt/gab ja auch einige Interviews warum er das geschrieben hat und warum die Zeichnungen diesmal nicht von ihm sind. Das fand ich sehr beeindruckend - vielleicht war ich deswegen weniger kritisch.

    "Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen" (c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"