Sally Rooney - Schöne Welt, wo bist du

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
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    Herausgeber ‏ : ‎ Claassen; 1. Edition (7. September 2021)

    Sprache ‏ : ‎ Deutsch

    Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 352 Seiten

    ISBN-10 ‏ : ‎ 3546100506

    ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3546100502

    Originaltitel ‏ : ‎ Beautiful World, Where Are You


    Inhaltsangabe:


    Alice trifft Felix. Sie ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, er arbeitet entfremdet in einer Lagerhalle. Sie begehren einander, doch können sie einander auch trauen? Alice' beste Freundin Eileen hat eine schmerzvolle Trennung hinter sich und fühlt sich aufs Neue zu Simon hingezogen, mit dem sie seit ihrer Kindheit eng verbunden ist. Sie lieben sich, doch ist der Versuch der Liebe den möglichen Verlust ihrer Freundschaft wert?


    Autoreninfo:


    Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman "Gespräche mit Freunden" war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman "Normale Menschen" wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).


    Meine Meinung:


    Titel: Freundschaft tut manchmal auch weh...


    Sally Rooney hatte mich mit "Gespräche unter Freunden" so sehr fesseln können, dass ich mehr lesen wollte. Und hier bekam ich genau das, was ich mir gewünscht hatte: einen tiefen Einblick in meine Generation.



    In der Geschichte geht es um die vier Freunde Alice, Felix, Eileen und Simon, die mit ihrem Leben nur bedingt zufrieden sind. Knapp an die 30 stellt sich die Frage, ob sie das erreicht haben, was sie sich vom Leben gewünscht haben? Geht da noch etwas? Wird es noch komplizierter oder kommt man endlich mal an?


    Mit ihrer nüchternen, trockenen Art fängt die Autorin die Dramatik der Generation Y gekonnt ein. Ich habe mich so sehr angesprochen und verstanden gefühlt, da es mir teilweise genauso geht wie den Protagonisten. Zudem spricht sie das Thema psychische Erkrankungen, Depression und Suizidgedanken ganz nebenbei an, was etwas Normales hat und für Verständnis sorgt.


    Alle Figuren waren mir nicht sonderlich sympathisch und dennoch habe ich gern mit ihnen mitgefiebert und sie schlichtweg verstanden.


    Ich konnte sehr gut nachvollziehen warum Alice unbedingt die Stadt verlassen und aufs Land ziehen wollte, um einfach mal Ruhe zu haben. Dass sie sich ausgerechnet den gegensätzlichen Felix als Partner in Crime aussucht, das hatte etwas Besonderes, denn weder vom Bildungsstand noch von den aktuellen Lebensumständen könnte man glauben, dass das jemals etwas werden könnte mit den Beiden.


    Mich hat sehr berührt, dass alle Protagonisten mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben, was sie sehr menschlich erscheinen lässt und die angesprochenen Probleme werden die meisten Leser in ähnlicher Form haben und nachvollziehen können.


    Das stimmige Ende und der Bezug zur aktuellen Pandemie haben den Roman sehr rund werden lassen.


    Jedem sollte klar sein, dass dieses Buch alles andere als leichte Kost ist, da es doch arg schwermütig daher kommt, aber wer bis zum Ende am Ball bleibt, wird die Millenials viel besser verstenen.


    Fazit: Frau Rooney bleibt sich treu und unterhält tiefsinnig. An die Geschichte werde ich noch lange denken müssen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.


    Bewertung: 5ratten und :tipp:

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)