Elisabeth Reichart - Februarschatten

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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    "So stimmt es ... Daß alles erlebte, Erfahrene, einfach alles, in unserem Gehirn gespeichert wird. Kein Löschband stünde uns zur Verfügung. Außer zeitbegrenztes Vergessen."


    Mit dem Vergessen und Wiedererinnern hat Hilde zu kämpfen. Sie ist um die 50 und hat bisher vergessen können, was damals in einer Februarnacht des Jahres 45 geschah. Doch nun, wo ihr Mann gestorben ist, kommt die Erinnerung an jene Nacht mit Macht. Jene Nacht, die als Mühlviertler Hasenjagd in die Geschichte einging. Hildes Familie und die Einwohner ihres Dorfes haben sich schuldig gemacht an der Jagd und Ermordung von flüchtigen Kriegsgefangenen aus dem Konzentrationslager Mauthausen.

    Hilde ist diesen Erinnerungen machtlos ausgeliefert; auch ihre Tochter kann ihr da nicht helfen. Sie wollen einander verstehen und bleiben sich doch fremd.


    Eindrucksvoll, wie die Autorin hier über die Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus und die Auswirkungen, zu denen die Verdrängung durch Verzicht auf Erinnerung bis heute führt.


    5ratten

    Denn ich, ohne Bücher, bin nicht ich. - Christa Wolf

    DDR-Buchblog

  • Das hat mich gerade an das erinnert, was vor 80 Jahren geschah.... Ein unfassbares Massaker in der Ukraine (Babyn Jar)...... :traurig:

    "Bücher sind meine Leuchttürme" (Dorothy E. Stevenson)