Gerlinde Michel - Fremdsehen

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

  • Vier Personen, zwei Frauen, zwei Männer, zwei Paare, begegnen sich nur kurz, doch diese kurze Begegnung hat Folgen für jeden von ihnen.

    Durch einen versehentlichen Tausch ihrer Fotoapparate erlangen sie jeweils Einblick in das Leben der anderen.


    Die beiden Paare begegnen sich auf einer Wanderung. Sie machen gegenseitig Fotos von sich und dabei kommt es zu einer Verwechselung der Fotoapparate. Diesen Tausch bemerken sie natürlich erst später zu Hause. Sie sehen sich die Bilder auf den Kameras an und beginnen zunächst, nach Anhaltspunkten zu suchen, um das andere Paar eventuell ausfindig machen zu können. Allerdings geben die Bilder auch sehr private Einblicke in das Leben von Unbekannten. Und mit den eigenen Problemen belastet, lässt der Sucheifer bald nach.

    Als die beiden Frauen sich einmal zufällig begegnen, überwiegt die Scham über das Gesehene, so dass sie sich nicht ansprechen.


    Bei den vier Personen handelt es sich um ein Paar, das schon länger verheiratet ist, sowie ein jüngeres Paar.

    Nach dem Tausch der Kamera teilt sich die Handlung, als Leser erfährt man vier eher separate Lebensgeschichten mit nur einigen Berührungspunkten bei den jeweiligen Paaren.

    Nach und nach geht es immer tiefer in die Vergangenheit der vier Personen. Dabei empfand ich das Hauptaugenmerk auf der jüngeren Frau und dem älteren Mann, deren Geschichten etwas ausführlicher erzählt werden als die der beiden anderen.

    Die Kamera selbst wird schnell nebensächlich, die Bilder spielen kaum noch eine Rolle.


    Die Idee gefiel mir, die vier unterschiedlichen Geschichten ebenfalls. Gerne hätten diese noch etwas ausführlicher sein können, die 200 Seiten waren doch etwas knapp.


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  • Das Buch ist mir auch schon aufgefallen, aber ich war mir nicht sicher, ob es mir gefallen würde. So, wie du es beschreibst, werde ich die Lektüre erst mal hintenanstellen.

    Being alone isn't something to endure - it's something to relish.