Kristin Hannah - Die vier Winde

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    Elsa wird in ihrer Familie nicht sonderlich wertgeschätzt. Zu groß, zu wenig hübsch, als Kind krank gewesen und seitdem nicht belastbar... sie verbringt ihr Leben mehr oder weniger in ihrem Zimmer und liest.
    Doch an ihrem 25. Geburtstag beschließt sie auszubrechen. Sie begegnet einem jungen Mann und es kommt, wie es kommen muss... doch die Schande und der Bruch mit ihrer Familie ist auch eine Chance. Elsa beginnt ein völlig neues Leben und findet eine Art von Glück. Doch nie traut sie sich, mehr zu verlangen, ihren eigenen Wünschen Ausdruck zu verleihen und etwas für sich zu fordern.
    Erst als sie erneut einen neuen Weg einschlagen muss, wird ihr nach und nach bewusst, wie stark sie eigentlich ist.


    Ein trauriges und gleichzeitig mutmachendes Buch. Allerdings lässt es an der Lernfähigkeit der Menschen zweifeln, Geschichte wiederholt sich wohl immer wieder. Sei es der Raubbau, den wir an unserer Erde betreiben und der zu teilweise unabsehbaren Folgen führt, sei es der Umgang mit flüchtenden Menschen... Aber es werden auch Lichtblicke geschildert. Menschen, die einander helfen, füreinander einstehen und für bessere Lebensbedingungen kämpfen.


    Ein berührender Roman über ein dunkles Kapitel in Amerikas Geschichte im 20. Jahrhundert.

    LG, Dani


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  • Texas, 1934: Elsa Martinelli hatte nie ein leichtes Leben. Obwohl sie aus gutem Hause stammt, erfährt sie in der Familie nur Herabsetzung. Sie heiratet dann einen Mann und lebt mit ihm und seinen Eltern auf einem Hof. Es ist ein hartes Leben, das die Familie hier fristet. Die Böden geben nicht viel her und Dürre und Sandstürme machen alles noch schlimmer. Das was sie ernten reicht kaum zum Überleben. Nachdem ihr Mann sie verlässt, muss Elsa eine schwere Entscheidung treffen. Soll sie mit ihren Kindern – wie so viele andere – die Gegend verlassen und im Westen neu anzufangen. Es wird eine gefahrvolle Flucht nach Kalifornien, die aber mit vielen Hoffnungen verbunden ist.


    Kristin Hannah begeistert mich immer wieder mit ihren Romanen und das ist ihr auch Mit „Die vier Winde“ gelungen. Ihr Schreibstil ist einfach unvergleichlich. Sie schildert die Verhältnisse zur Zeit der Weltwirtschaftskrise sehr gut, als die Arbeitslosigkeit ungeheuer hoch ist. Aber auch das harte Leben der Bauern und die schwierige Stellung der Frauen beschreibt sie sehr authentisch.


    Es ist eine schwere Zeit und die Menschen wissen kaum, wie sie überleben sollen. Ihnen bleibt im Grunde genommen keine Wahl. Sie machen sich auf den Weg Richtung Westen. Dieser Weg ist gefährlich, ganz besonders für allein reisende Frauen wie Elsa. Auch damals schon will niemand die Flüchtenden unterstützen und bei sich haben. Häufig wird ihre Not ausgenutzt


    Elsa ist eine starke Frau, die den Kampf aufnehmen muss, wenn sie sich und ihre Kinder durchbringen will. Dabei macht es ihr die pubertierende Tochter auch nicht leicht. Ich habe mitgehofft und mitgelitten


    Kristin Hannah erzählt diese berührende Geschichte mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Für mich war es ein absolutes Lesehighlight.


    5ratten:tipp: