Michael Hjorth/Hans Rosenfeldt - Die Früchte, die man erntet

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

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  • Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt - Die Früchte, die man erntet


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    Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

    Verlag: Wunderlich (12. Oktober 2021)

    ISBN-13: 978-3805250894

    Originaltitel: Som Man Sår

    Übersetzung: Ursel Allenstein

    Preis: 24,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich


    Wieder sehr spannend


    Inhalt:

    Die Reichsmordkommission wird nach Karlshamn gerufen. Hier scheint ein Heckenschütze sein Unwesen zu treiben.


    Um Sebastian Bergman ist es ruhig geworden, seit er Großvater ist. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Psychotherapeut, seine Beziehung zu Ursula gibt ihm Halt.


    Billy kämpft immer noch mit dem Bösen. Seit er einmal getötet hat, ist er süchtig danach. Kann das auf Dauer gutgehen?


    Meine Meinung:

    Dies ist bereits der 7. Band dieser Reihe. Bei den ersten sechs Teilen würde ich sagen, dass man sie auch gut einzeln lesen kann, für den neuesten halte ich Vorkenntnisse jedoch für besser, wenn auch nicht für zwingend notwendig. Die bisherigen Ereignisse und das Beziehungsgeflecht der Rahmenhandlung spielen einfach eine sehr große Rolle.


    Die Story besteht grob gesagt aus drei verschiedenen Handlungssträngen, die aber nur marginal ineinandergreifen. Sie sind eher in Reihe angeordnet, was ich ein bisschen seltsam fand. Sebastian Bergman spielt im ersten Teil, den Ermittlungen zum Heckenschützen, praktisch keine Rolle, ebenso wenig wie Billys Problem. Beide kommen erst dann richtig ins Spiel, als die Morde aufgeklärt sind. Dabei ist Sebastian kaum wieder zu erkennen. Das egozentrische Ekel, das er immer war, ist in der Schublade verschwunden. Stattdessen ist er zum treu sorgenden Großvater mutiert. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nicht wirklich schlecht.


    Torkel ist pensioniert, Vanja hat die Leitung der Reichsmordkommission übernommen und schwer an ihrem ersten Fall zu knabbern. Carlos, der Neue im Team, macht sich sehr gut. Gekonnt lässt das Autorenduo uns in die Köpfe der Protagonist*innen blicken und dabei ihre Gedanken und Handlungsweisen nachvollziehen. Alles erscheint plausibel und logisch.


    Ich empfand das Buch über die ganze Länge als recht spannend und wurde wirklich gut unterhalten. Immer mehr der in der Vergangenheit begonnen Handlungsfäden werden aufgelöst. Fast hatte ich schon den Eindruck, dass die Autoren auf das Ende der Reihe hin arbeiten, aber nein, am Schluss gibt es noch zwei kleine Cliffhanger, die darauf hinweisen, dass es weitergeht. Ich freu mich auf jeden Fall darauf.


    Die Reihe:

    1. Der Mann, der kein Mörder war

    2. Die Frauen, die er kannte

    3. Die Toten, die niemand vermisst

    4. Das Mädchen, das verstummte

    5. Die Menschen, die es nicht verdienen

    6. Die Opfer, die man bringt

    7. Die Früchte, die man erntet


    ★★★★☆

  • Das lange Warten hat sich gelohnt!


    Seit Jahren verfolge ich die Geschichten um Sebastian Bergmann, diesem arroganten, unsympathischen, bösartigen und dennoch bewundernswert genialen Psychologen.

    Jetzt ist – endlich! – der 7. Teil da. Das lange Warten hat sich wirklich gelohnt! Es geht alles andere als langweilig weiter. Hjorth und Rosenfeldt haben einen intelligent aufgebauten, temporeichen Krimi mit zahlreichen überraschenden Wendungen geliefert.


    Ein Hinweis vorweg: die Geschichte baut in vielen Bereichen auf die vorangegangenen Bücher auf. Um sie also wirklich gut zu verstehen, sollte auch die Vorgeschichte bekannt sein. Es gibt zwar immer wieder Hinweise im Buch, aber so ganz ersetzen diese die Kenntnis der anderen Bücher nicht. Keine Sorge: es zahlt sich aus, diese Krimis zu lesen!


    Die Hauptpersonen werden – wie immer – genauestens charakterisiert, sie haben sich im Laufe der Reihe unterschiedlich entwickelt, manche sogar drastisch verändert. Ihre Rollen sind abwechslungsreich, aber immer psychologisch schlüssig und in Bezug auf ihre Erlebnisse folgerichtig dargestellt. Ihre privaten Geschichten und Verwicklungen, sowie das interessante Beziehungsgeflecht innerhalb dieses Team machen einen wichtigen Anteil der Geschichte aus.


    Diesmal müssen die Mitarbeiter der Reichsmordkommission einen Heckenschützen stoppen, der scheinbar willkürlich Menschen ermordet. Dieser spannende Fall ist jedoch nach knapp zwei Drittel des Buches gelöst...

    Und dann? Tja… dann wird es erst so richtig spannend.


    Zwischendurch hatte ich den Verdacht, dass dies das Finale der Reihe sein könnte, aber auf den letzten Seiten gibt es dann glücklicherweise einen ganz, ganz gemeinen Cliffhanger.

    Jetzt hoffe ich, dass wir nicht wieder 3 Jahre auf die Fortsetzung warten müssen.


    Fazit:

    Ein Krimi/Thriller der Extraklasse! Lesenswert!


    4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

    Vernunft, Vernunft...

  • Valentine

    Hat den Titel des Themas von „Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt - Die Früchte, die man erntet“ zu „Michael Hjorth/Hans Rosenfeldt - Die Früchte, die man erntet“ geändert.
  • Die Polizei des kleinen schwedischen Ortes Karlshamn ist überfordert, als ein Heckenschütze mehrere Menschen innerhalb weniger Tage tötet. Sie benötigen die Unterstützung der Reichsmordkommission. Dort hat Sebastian Bergmanns Tochter Vanja Lithner die Leitung übernommen. Sie und ihre Kollegen stehen bei ihrem erstem Fall in dieser Position unter Druck, denn sie wollen weitere Opfer verhindern. Aber Das ist nicht einfach, denn es gibt weder zeugen noch eine Verbindung zwischen den Opfern.


    Sebastian Bergmann arbeitet nun als Psychologe und Therapeut. Er weiß um die düstere Seite des Polizisten Billy, der Vergnügen am Töten gefunden hat und damit gerne aufhören möchte.


    Obwohl ich noch nicht alle Bücher aus dieser Reihe gelesen habe, muss ich sagen, dass ich die Krimis um Sebastian Bergmann sehr mag. Der Schreibstil von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt gefällt mir. Außerdem finde ich die Geschichte sehr spannend, auch wenn man schon recht früh weiß, wer hinter den Morden steckt.


    Die Charaktere sind gut dargestellt und vielschichtig. Sebastian Bergmann ist keine ganz einfache Person. Doch er hat eine ganz gute Beziehung zu seiner Tochter und seit er Großvater ist, möchte er es ruhiger angehen. Er wird von Vanja gebeten, seine Meinung zu dem Fall zu äußern. Viel dreht sich aber auch um Vanjas Freund und Kollegen Billy und seine psychopathische Neigung. Wird es ihm gelingen, die Schlage in seinem Innern ruhig zu stellen, nun da er Vater von Zwillingen wird?


    Den Autoren gelingt es immer wieder die Spannung hoch zu halten, dass man sich bis zum Schluss über die Auflösung nie sicher sein kann.


    Mich hat dieser spannende Fall wieder total gepackt, daher kann ich das Buch nur empfehlen.


    5ratten