Anne Gröger - Hey, ich bin der kleine Tod

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • fantastisch gut

    Samuel ist dem Tod schon mehrmals von der Schippe gesprungen. Doch das größte Abenteuer wartet nun auf ihn. Nach einer letzten Behandlung gilt er nun als geheilt und darf nach Hause. Doch Samuel befindet sich in einem teuflischen Kreislauf. Seine Gedanken und sein Handeln kreisen nach wie vor nur darum allen Viren und Bakterien Paroli zu bieten und zwar in Form von Desinfektionsmitteln. Er mag noch nicht mal vor die Tür gehen. Er verkriecht sich in seinem Zimmer. Das ändert sich als der kleine Tod in Form Frida bei ein einzieht. Den los wird er sie nicht mehr. Denn Frida will ihr letzte Prüfung bestehen und endlich der große Tod werden. Und treffen zwei Welten aufeinander, die nicht wirklich zusammenpassen wollen. Samuel, der überall nur möglich tödliche Keime und Gefahren sieht und Frida, die Samuel am liebsten sofort holen würde. Hier und da tut sie wirklich alles um Samuels Ableben zu beschleunigen. Doch so gelingt es ihr auch das Samuel wieder vor die Tür geht und neue Freunde kennenlernt. Und dann ist da noch das Versprechen das er Tobi gegeben hat.



    Die Autorin schafft es mit Witz und Humor ein ernstes Thema anzupacken. Und ich muss sagen es ist ihr auf hervorangende Weise gelungen, das Thema Sterben und Tod kindgerecht zu bearbeiten. Aber wer denkt dieses Buch ist todernst der irrt hier gewaltig. Es ist amüsant, lustig und ja zum brüllen komisch. Zu dem ließt es sich unglaublich gut.



    Die Handlung kann in zwei Handlungssträngen unterteilt werden. In dem einen erzählt Samuel, wie er sich fühlt und was er erlebt. In dem anderen erfährt man wie Frieda die gleiche Situation wahrnimmt, die sie in ihrem Notizbuch festhält. Gerade dieses Spiel zwischen diesen zwei Figuren macht dieses Buch so lustig. Nicht zuletzt durch die Situationskomik, die sich einstellt. Die Autorin hat es geschafft, dass der Tod in Form von Frida zwar in die ganze Zeit allgegenwärtig ist, er aber seinen Schrecken verliert.



    Die beiden Hauptfiguren Frida und Samuel sind wirklich sehr gut gewählt und auch ausgearbeitet. Samuel der überall Gefahr und den möglichen Tod sieht, das Haus nicht verlassen will aus Angst er könnte sterben. Frida der kleine Tod in Person, deren Prüfung darin besteht Samuel zu holen und alles daran setzt diesen Vorgang zu beschleunigen. Unterschiedlicher könnten die Figuren gar nicht sein. Es macht unglaublich Spaß zu lesen, wie sich die beiden annähern und ganz zarte Freundschaftsbändchen entstehen. Vor allem fand ich es toll zu lesen, wie Frida es schafft, dass Samuel seine Komfortzone verlässt und anfängt wieder am Leben teilzuhaben.



    Und die Illustrationen sind einfach der toll. Sie untermalen das gelesene noch mal und zaubern einen noch mal hier und da ein ganz fettes Grinsen ins Gesicht.



    Fazit. Ein fantastisches Buch für Kinder und Jungendliche, das sich mit dem Thema Sterben und Tod humorvoll auseinandersetzt. Es schafft es den Tod den Schrecken zu nehmen. Es ist lustig ohne dabei geschmacklos oder respektlos zu sein. Man sitzt mehr wie einmal mit einem lachenden und tränenden Auge da. Besonders die Illustrationen sind richtig gut gelungen. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen ich bin richtig begeistert von diesem Buch.

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    5ratten