Salvatore Treccarichi - Adriner Söhne I: Lichter der Alb

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Salvatore.

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    Salvatore Treccarichi - Adriners Söhne I: Die Lichter der Alb


    Lichter der Alb – Das Hexenvolk kehrt zurück


    Das Leben der Menschen auf der Randener Alb wird von harter Arbeit bestimmt, die Alpenregion ist kein einfaches Terrain, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Menschen sind erfüllt von tiefem Glauben zu ihren vier Göttern, aber auch von Aberglauben. In letzter Zeit gab es kleinere Unglücksfälle, die der alten Kräuterfrau und Heilerin Rena angehängt werden. Rena, durch das hohe Alter gezeichnet und unansehnlich geworden, hat in ihrem Leben vielen Menschen der Randener Alb geholfen und etliche Kinder zur Welt gebracht, aber sie blieb immer eine Außenseiterin und Fremde mit ihren ungewohnten blauen Augen, deren Mutter von jenseits der Markberge stammt.


    Als der junge Rued bei einem tödlichen Sturz ums Leben kommt, ist für die Randener klar, dass Rena das Unheil heraufbeschworen hat und fordern ihren Tod. Dabei ahnen die Randener noch nichts von einer viel größeren Gefahr, die aus dem Westen über die Berge zu kommen droht: das vermeintliche Hexenvolk, welches die Randener vor Generation von der Alb vertrieben haben, wollen ihr ehemaliges Land mit einer großen Armee zurückerobern. Und niemand, am wenigsten Rena ahnt, welche Rolle sie für die bevorstehende Schlacht spielt.


    Nach einem klassischen mittelalterlichen Setting in Gerwod und dem tropisch-exotischen Ambiente in Honua entführt der Autor den Leser diesmal in eine fiktive Bergwelt. Man fühlt sich in die europäische Alpenregion versetzt, was auch durch die Ausdrucksweise unterstrichen wird. Das Leben auf der Randener Alb hat jedoch wenig mit idyllischer Bergkulisse zu tun, das Leben ist hart, die Arbeit der Menschen schwer. Zudem treibt sich etwas Seltsames und Tödliches in den Bergen herum, was nicht nur dem Leser eine Gänsehaut beschert.


    Hat dieses unheimliche Wesen etwas mit dem vermeintlichen Hexenvolk zu tun, welches vor Generationen durch die Randener vertrieben wurde und die nun ihr Land zurückerobern wollen? Die Randener haben sie seinerzeit bekämpft, weil ihnen deren unheiligen Rituale und Menschenopfer äußerst suspekt und zuwider waren.


    Aber wie immer in den Büchern von Salvatore Treccarichi ist die Welt nicht so einfach gestrickt und hinter dem Hexenvolk verbergen sich vielmehr die Völker von Licht und Schatten. Das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten ist bedroht und sollte es kippen, würde das auch für die Menschheit weitgreifende Konsequenzen haben, aber davon ahnen die Randener noch nichts.


    Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet, vor allem die Jugendlichen und Kinder, die unter anderem als Adriners Söhne Namensgeber dieser Reihe sind und bestimmt noch eine wichtige Rolle spielen werden. Aber auch der etwas skurrile Doppelsöldner Barind ist eine meiner Lieblingsfiguren. Er ist etwas in die Jahre gekommen, die Knochen fangen an zu schmerzen, aber immer noch kann er mit seiner Kampfkraft überzeugen. Er meidet eher die Gesellschaft von Menschen, lieber führt er regelmäßige Gespräche mit seiner Maultierstute, seiner treue Gefährtin, mit der er schon in einige Schlachten gezogen ist.


    Als es zum Kampf zwischen den Randenern, ihren Verbündeten und den Westleuten kommt, muss man wieder gute Nerven haben, es wird blutig und brutal. Der Autor beschreibt den Krieg genauso hässlich, wie er ist, für Ehre und Ruhm ist hier nicht viel Platz.


    Nach den ersten Teil bin ich nun gespannt, was es mit der Gruppe, die sich am Ende findet, weitergehen und wie ihr weiteres Schicksal aussehen wird.


    5ratten

    Liebe Grüße

    Karin

  • Irgendwie funktioniert das mit der ISBN bei mir in letzter Zeit überhaupt nicht mehr. Ich probiere es mal später oder in ein paar Tagen, evtl. funktioniert es dann.

    Liebe Grüße

    Karin

  • Das 2. Buch der Serie ist übrigens bereits auf dem Markt, sodass wir zeitnah weiterlesen können. Grüße Salvatore

    Einmal editiert, zuletzt von Salvatore ()

  • "Adriners Söhne I: Die Lichter der Alb" von Salvatore Treccarichi ist der erste Teil einer Reihe, die in einer mittelalterlichen Bergwelt spielt. Ähnlichkeiten mit den Alpen sind vom Autor gewollt.


    Wie auch in seinen vorherigen Werken hat der Autor eine Fantasiewelt geschaffen, in der sich der Lesende sofort zurechtfindet und mit den Charakteren identifizieren kann. Die Geschichte selber nimmt schon nach den ersten Seiten Fahrt auf. Dabei schont der Autor die Lesenden nicht und zeigt deutlich, welche Grausamkeiten ein Krieg, egal ob gerechtfertigt oder nicht, mit sich bringt.


    Aber Salvatore wäre nicht Salvatore, wenn er nicht auch hier ein fantastisches und sehr interessanten Hexenvolk gekonnt eingeführt hätte, welches ein völlig neues Licht auf den Konflikt wirft, der den größten Teil dieses Bandes einnimmt. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Der Band lässt den Lesenden bangend zurück, welche Möglichkeiten es noch gibt, das drohende Unheil abzuwenden.


    "Adriners Söhne I: Die Lichter der Alb" von Salvatore Treccarichi ist der Auftakt zu einer spannenden Fantasie-Reihe, die an die "Gerwod-Reihe" des Autors erinnert, und bekommt von mir 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

    5ratten :tipp:

  • Vielen Dank für die Teilnahme und die Bewertung. Damit ist die Leserunde abgeschlossen. Jetzt können wir mit Teil 2 fortfahren. In den nächsten Tagen folgt die Einladung dazu. Viele Grüße Salvatore aus Bochum