Leo Tolstoi - Krieg und Frieden (Buch 1 - Teil 1)

Leserunde mit Judith & Christian Vogt ab 11.10.2019: Wasteland [Postapokalyptische Utopie]
Literaturschock positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Lupus.

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    Krieg und Frieden


    Krieg und Frieden ist eine Ilias des 19. Jahrhunderts, ein Monumentalroman über die für Rußland und die europäischen Staaten schicksalhafte Epoche der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812 mit einem Ausblick im Epilog auf die folgenden acht Jahre. Tolstois weitgespannte historische Perspektive, die in der atemberaubenden Schilderung der entscheidenden Schlachten von Schöngraben, Austerlitz und Borodino gipfelt, führt über den ursprünglichen Plan einer Familienchronik mit historischem Hintergrund hinaus.


    [hr]


    Teilnehmer


    Aeria
    Germa
    Saltanah
    tina
    Heidi Hof?
    Yoshi
    Cait
    valkyria
    marmeladenmaul
    Jaqui
    Cynthrax
    fairy


    [hr]


    In diesem Bereich könnt ihr zu Buch 1 - Teil 1 schreiben.


    Viel Spaß!


    Liebe Grüße
    nimue

    2018: In Belgien erschießt die Polizei ein 2-jähriges Kind. In Deutschland sitzt ein 2-jähriges Kind in Abschiebehaft. Europa wird also von 2-jährigen bedroht.

    Einmal editiert, zuletzt von fairy ()

  • Hallo allerseits!


    Heute nacht habe ich die ersten 4 Kapitel gelesen, und musste einige Feststellungen treffen:


    - Von Geschichte habe ich wirklich ü-ber-haupt keine Ahnung. Ich muss mich erst mal kundig machen, was 1805 politisch aktuell war.


    - Das Buch ist um einiges besser zu lesen (bisher zumindest :zwinker: ) als ich erwartet hatte. So viel Humor/Ironie hatte ich Tolstoi nicht zugetraut.


    - Eine Personenliste könnte sich als hilfreich erweisen. Ich habe mir diese ausgedruckt und hinten ins Buch gelegt.


    - Und inhaltlich:
    Pierre scheint mir das Zeug zu einem Helden zu haben. Brrr, was ist mir der auf den ersten Blick unsympathisch!

    Ach ja, es kann sein, dass ich die Namen manchmal etwas anders schreibe, wenn ich vergesse, auf die deutsche Schreibweise umzustellen. Auf schwedisch werden russische Namen nämlich etwas anders transkribiert, z. B. heißen alle "-witsche" "-vitj". Aber ich werde mir Mühe geben und sie entsprechend der Personenliste benamsen.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Hallo,


    wer sich für den Hintergrund der Geschichte interessiert, in Wikipedia: "Koalitionskriege" eingeben und es kommt eine geschichtliche Übersicht was passiert ist und wer gegen wen gekämpft hat. Ist sehr informativ und super gestaltet.


    Katrin

  • Hallo,
    So ich habe auch grade mit dem Buch angefangen, und muss auch sagen, dass es doch recht angenehm zu lesen ist. Die Personenliste von wikipedia kann ich auch nur schwer empfehlen, habe schon bei den ersten Kapiteln oft einen Blick drauf werfen müssen, und mit so einer Liste fühlt man sich doch gleich ein wenig "sicherer" in diesem großen Werk. :smile: Die Stelle wo Anette immer dem ungebildeten Pierre nachläuft um eh immer sicherzustellen, dass er niemanden verärgert fand ich auch sehr lustig. ;)


    Das mit der Geschichte werd ich mir am besten auch noch durchlesen. Eine Frage hab ich noch und zwar sind doch recht oft französische Phrasen oder ganze Sätze bei mir drin, und da ich leider kein Wort französisch spreche, wollte ich fragen ob die was zur Handlung oder zum Verständnis beitragen oder eher überflüssig sind?

  • Hallo!



    Eine Frage hab ich noch und zwar sind doch recht oft französische Phrasen oder ganze Sätze bei mir drin, und da ich leider kein Wort französisch spreche, wollte ich fragen ob die was zur Handlung oder zum Verständnis beitragen oder eher überflüssig sind?


    So wichtig sind sie meiner Meinung nach nicht. Bis jetzt zumindest.


    Heißt die Frau denn jetzt Anna oder Annette? Beides kommt vor und das verwirrt mich etwas.

    Bis jetzt finde ich eigentlich alle Leute auf der Feier relativ unsympatisch. Anna/Annette, die sich in alles einmischt und nur darauf bedacht ist, dass auf ihrer Feier ja kein "Skandal" geschieht, Pierre, der zwar gegen den Strom schwimmt, aber eigentlich auch nicht so wirklich eine Ahnung von dem hat, was er spricht, Fürst Wassilij, dem seine Söhne rein gar nichts bedeuten und der nur daran denkt, wie viel sie ihn pro Jahr kosten, usw...


    Meine Übersetzung lässt sich etwas holprig lesen, vielleicht finde ich mich noch rein, mal sehen!


    Gruß, fairy

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Die französischen Dialogteile sind bei mir zum Glück weitgehend ins Schwedische übersetzt, was daran liegt, dass meine Übersetzung auf der Ausgabe von 1873 beruht, in der Tolstoi selbst die Dialoge auf russisch wiedergegeben hatte (und leider außerdem auch den 2. Epilog gestrichen hatte, der in meiner Übersetzung dementsprechend fehlt), sagt zumindest mein Vorwort. In späteren russischen Ausgaben ging man dann allerdings wieder zum Französischen zurück.


    Heißt die Frau denn jetzt Anna oder Annette? Beides kommt vor und das verwirrt mich etwas.


    Kann es sein, dass Annette die Koseform von Anna ist? Auch eine weitere Anna (Boris' Mutter) wird mal mit Annette angeredet.
    Aeria, wie ist das?



    Bis jetzt finde ich eigentlich alle Leute auf der Feier relativ unsympatisch.


    Nicht nur die Leute auf der Feier. :rollen: Im 10. Kapitel verschiebt sich der Schauplatz nach Moskau, wo die Leute kein bisschen sympathischer sind. Alles was für sie zählt, sind Geld und gute Abstammung, wem es an Geld fehlt, wendet sich speichelleckerisch an besser Gestellte und hofft, dass einige Almosen für sie abfallen. Um einen reichen Sterbenden scharen sich die Aasgeier, in der Hoffnung, noch auf dem Sterbebett etwas aus ihm herauszuholen, oder - noch besser - ihn zu einer Testamentsänderung zu bewegen.
    Tolstoi nimmt da kein Blatt vor den Mund. Er stellt alle Schwächen seiner Protagonisten gnadenlos bloß, seien diese nun schwerwiegend oder nur kleine Grillen. Besonders gut hat mir eine Personenbeschreibung im 18. Kap. gefallen:


    Berg sprach immer auf die gleiche klare, ruhige und höfliche Art - und nie über etwas anderes als sich selbst. Er saß stillschweigend da, so lange das Gespräch nichts mit ihm persönlich zu tun hatte. So konnte er stundenlang dasitzen und schweigen, ohne dass das ihn oder jemand anderen genierte. Sobald aber das Gespräch etwas berührte, das ihn selbst anging, stürzte er sich ins Gespräch.
    Und etwas später:
    ... ihm schien überhaupt nicht bewusst zu sein, dass andere Menschen ihre eigenen Interessen haben konnten.


    Ich kann nur noch mal sagen, dass mir das Buch ausnehmend gut gefällt, viel besser als erwartet. Das liegt zum Teil sicher auch an meiner Übersetzung, die sich sehr gut liest. Da holpert zum Glück nichts.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Gestern bin ich endlich dazu gekommen, wenigstens die ersten Kapitel zu lesen. Der Stil und die Sprache gefallen mir eigentlich ganz gut, allerdings tu ich mich mit den französischen Einschüben noch etwas schwer, da ich da doch etwas einegrostet bin. Also muss ich nahezu jeden französischen Satz hinten nachschlagen (bei mir gibt es zum Glück einen Anhang mit den Übersetzungen) und das bremst leider ein wenig den Lesefluss.
    Inhaltlich ist mir noch nicht viel aufgefallen, die Charaktere kann ich bisher schlecht einschätzen. Und das, was Ihr bisher dazu geschrieben habt, kann ich nur unterschreiben.
    Was den geschichtlichen Hintergrund angeht, bin ich froh, dass ich vor einem Jahr die Josephine-Bücher von Gulland gelesen und die Fernsehserie über Napoleon gesehen hab, das hilft zumindest ein bisschen.
    Ich bin gespannt wie es weitergeht und hoffe, dass der französische Teil irgendwann mal weniger wird. ;)

    Liebe Grüße<br />Melli

  • Das Buch lässt sich meiner Meinung nach besser lesen, als ich gedacht hätte. Aber die Personenliste ist schon sehr hilfreich.
    Die Französischen Einschübe sind am Anfang etwas "nervig", weil man nicht weiß, was es beitragen soll. Stil im Text? Soll es zeigen, dass die Leute französisch sprechen? Keine Ahnung.
    Ich muss auch sagen, dass mir die Personen in dem Buch bisher nicht gefallen.
    Auf jeden Fall werde ich heute Abend noch weiter lesen.

  • Gestern Abend bin ich noch dazu gekommen, ein gutes Stück zu lesen und wäre ich nicht so müde gewesen, hätt ich das Buch nicht mehr zur Seite legen können.
    Der Stil und die Sprache gefällt mir sehr gut und auch mein französisch wird langsam besser, so dass mich die französischen Textpassagen nicht mehr stören. ;)
    Was ich von den Charakteren halten soll, weiß ich immer noch nicht so genau, noch sind sie mir ein wenig fremd. Richtig unsympathisch finde ich eigentlich noch niemanden, allerdings hege ich auch noch keine Sympathien.
    In Kapitel 9 wird ein Bär erwähnt, der mich doch etwas verwirrt hat. Stand da ein richtiger Bär im Wohnzimmer? Hab ich irgendwas überlesen?
    Die Szenen bei der Namenstagsfeier in Moskau, wo sich die "Kinder" bzw. jungen Erwachsenen näher kommen, haben mir gut gefallen. Da kam ich richtig in meinen Lesefluss! Also, Natascha liebt Boris und Sonja Nikolai, hab ich das jetzt richtig auf dem Plan? Trotz Namensliste bring ich da immer noch etwas durcheinander. ;)
    Also, mir gefällt das Buch richtig, richtig gut! Bin gespannt, wie sich die Charaktere entwickeln werden und was genau hinter Andrejs Unmut gegenüber der Ehe steckt!!

    Liebe Grüße<br />Melli

  • Hallo,


    ich habe nun auch die ersten paar Seiten gelesen. In meiner Ausgabe ist das Französisch zwar nicht übersetzt, aber zum Verständnis reicht noch mein Schul-Französisch und -Latein. Französisch ist ja zum Glück eine recht logisch aufgebaute Sprache :smile:


    marmeladenmaul :
    Ich vermute, das soll zeigen, dass das Französische damals europaweit "in" war. Den französischen Absolutismus mit seiner ausgeprägten Hofkultur ab Mitte des 17. Jahrhunderts haben Europas Fürsten nämlich als Vorbild für ihren eigenen Hof genommen. So sprach der europäische Adel weitgehend französisch und europäische Literatur wurde sogar teils in französisch veröffentlicht. Und gerade in Deutschland (30jähriger Krieg) und Russland (Peter des Großen radikale Modernisierung) hat sich eine eigene Kultur erst später ausgebildet.


    Ich bin recht überrascht, wie leicht sich Tolstoi liest. Wenn er neue Personen einführt, werden sie auch gleich charakterisiert, so dass ich sie in die passende Schublade einsortieren kann :zwinker:


    Richtig sympathisch sind mir die Personen auf der Feier auch nicht. Tolstoi gibt damit aber m. E. einen guten Einblick in die damalige Zeit des russischen Absolutismus.


    Gruß Dietrich

    [size=9px]Paul ist 24 Jahre alt. Er ist doppelt so alt, wie Thomas war, als Paul so alt war, wie Thomas heute ist. Wie alt ist Thomas ?[/size]

  • Cait :
    Ja ich denke schon, dass da ein richtiger Bär im Wohnzimmer stand. Immerhin haben die Leute ja in früheren Zeiten sogar "Bärenhatzen" veranstaltet wo man einfach einen Bär an einen Pfahl gebunden hat und anschließend Hunde auf den Bären gehetzt hat bis nur noch einer am Leben war. Die haben wahrscheinlich nur zum Spaß einen Bären gefangen? :rollen:


    Ich hätte mir anscheinend echt lieber eine Übersetzung besorgen sollen, wo alles (inkl. der franz. Stellen) übersetzt ist. Kann nämlich kein französisch und bei mir sind die Stellen nichtmal hinten übersetzt worden. :sauer: Bis jetzt kommt es mir zwar nicht so vor, dass ich was nicht verstanden habe, obwohl ich ja die französischen Stellen einfach überspringe, aber mal schauen.


    So dann werd ich mal den Sonntag Nachmittag weiter mit lesen verbringen.

  • Hallo,


    ich habe jetzt die ersten 8 Kapitel gelesen und ich muß sagen, daß mich die vielen PErsonen, die schon zu Anfang vorkommen, sehr verwirren. Ich habe mir jetzt auch die Liste ausedruckt, denn ohne sie, blicke ich ga rnicht mehr durch, wer wer ist und wer mit wem wie in Verbindung steht. Zumal ich auch meine Probleme mit den russischen Namen habe, die für mich alle relativ ähnlich klingen,
    Über das Buch kann ich bis jetzt noch sehr wenig sagen, da ich noch nicht so viel gelesen habe. Momentan stehe ich der Geschichte noch relativ neutral gegenüber. Anatol ist mir extrem unsympathisch und genauso Anna, die Gastgeberin der ersten Feier, die permanent versucht andere Menschen zu manipulieren und keinem zugesteht, seine eigenen Meinung zu äußern. Vielleicht aber auch deswegen, weil sie ihre Gäste kennt und weiß, daß sie vielleicht sehr hitzig sind und bei der ersten Gelgenheit mit dem Säbel aufeinander losgehen. :breitgrins:
    Bis bald Tina :klatschen:

  • Huhu,


    ich wurde zwar auf dem Mars ein wenig aufgehalten, doch heute habe ich endlich mit dem Wälzer angefangen.


    Das Französisch stört mich fürchterlich, immer muss ich in den Fußnoten nachlesen, wass denn nun gesagt wird, aber weiter hinten wird es weniger, wie ich gesehen habe.
    Der russische Adel der damaligen Zeit sprach fast ausschließlich französisch. Die Muttersprache galt als Sprache der Bauern. Sogar manche Personen wie Pierre oder Elen (Hélène?) werden ausschließlich auf französisch angesprochen (Pjotr und Jelena hätte auch irgendwie bäurisch geklungen :zwinker: ). Anna Pawlowna Scherer wird Annette genannt, weil das halt die französische Entsprechung ihres Namens ist.


    Das Personenverzeichnis bei Wiki habe ich mir auch schon mal angesehen, aber ich hätte es gerne auf russisch gehabt, weil ich das Buch ja auf russisch lese. Die russische Wiki listet aber gerade mal 7 (sieben) Personen auf, das reicht vorne und hinten nicht...


    Sehr weit bin ich noch nicht gekommen, bin erst auf Seite 27, Pierre ist gerade zu Wort gekommen. Ich finde ihn durchaus nicht ungebildet, er hat andere Ansichten, was vielleicht daran liegt, dass er im Ausland aufgewachsen ist.


    ***
    Aeria


  • Der russische Adel der damaligen Zeit sprach fast ausschließlich französisch. Die Muttersprache galt als Sprache der Bauern.


    Wurde nicht sogar von einer der Personen gesagt, sie (eigentlich er, da ein Mann) spreche richtig schlecht russisch?



    Anatol ist mir extrem unsympathisch und genauso Anna, die Gastgeberin der ersten Feier, die permanent versucht andere Menschen zu manipulieren und keinem zugesteht, seine eigenen Meinung zu äußern.


    Ich denke, dass ihre Hauptaufgabe als Gastgeberin darin besteht, das Ganze ohne Skandal über die Runden gehen zu lassen. Von daher finde ich ihr Verhalten dort in Ordnung. Weniger gut gefallen mir ihre Kuppelungsversuche. Ich frage mich, wieso sie dies unternimmt. Bestimmt hat sie einen Hintergedanken dabei, denn durch Selbstlosigkeit zeichnet sich in diesem Buch keine einzige Person aus.


    Kap. 18:
    Habe ich die Tischordnung richtig verstanden? Die Männer sitzen an einem Ende, die Frauen am anderen? Oder sitzen sie sich jeweils an den Längsseiten gegenüber?


    Kap. 21, ff:
    Au weia, welch ein Tod! Niemand, aber auch wirklich gar niemand (außer vielleicht Pierre, der absolut gar nichts versteht), interessiert sich für den Sterbenden. Einzig wichtig ist das Testament, um das ein fast slapstickhafter Kampf entbrennt.


    Kap. 24:
    Sehr schön geschildert, die "selbstlose" Anna Michailowna, die Pierre zu seinem Erbe verhilft (und ihm sicherheitshalber deutlichst erklärt, was sie für ihn getan hat), und die dann "unter dem Siegel der Verschwiegenheit" ganz Moskau erzählt, was vorgefallen ist.
    Tolstoi scheint keine hohe Meinung von dem russischen Adel zu haben; das kommt schon von Anfang an sehr deutlich durch. Mir gefällt's.


    Kap. 25, ff:
    Wieder ein Wechsel des Schauplatzes: Lysyje Gory, das Gut von dem alten Bolkonski, 150 Werst (laut Wikipedia beträgt ein Werst 1066 m) von Moskau entfernt. Der Alte erweist sich als Haustyrann mit genau feststehenden Gewohnheiten, die durch nichts, aber auch gar nichts aus dem Lot gebracht werden dürfen. Alles hat sich ihm unterzuordnen. Er wird gefürchtet (und geliebt - etwas, das ich nun gar nicht nachvollziehen kann). Seine Tochter tut mir leid, und ebenso Lise, Andrejs Frau, die, solange er im Krieg ist, dort wohnen muss, weit entfernt von allen Freunden und Bekannten. Ich mache mir auch Sorgen, ob sie ihre erste Schwangerschaft überleben wird. Ihr Tod bei der Entbindung würde mich nicht überraschen.

    Wir sind irre, also lesen wir!


  • Kap. 18:
    Habe ich die Tischordnung richtig verstanden? Die Männer sitzen an einem Ende, die Frauen am anderen? Oder sitzen sie sich jeweils an den Längsseiten gegenüber?


    Ich hab das so verstanden, der Graf sitzt mit seinen 2 wichtigsten männl. Persönlihckeiten am einen Ende, am anderen Ende die Gräfin mit den 2 wichtigsten weibl. Persönlichkeiten, und links die eher ältere Gesellschaft/Jugend, rechts die Kinder mit ihren Erziehern.

  • So, ich hab gerade wieder zum Buch gegriffen - bin jetzt bei Kapitel 16 - und muss einfach schnell loswerden, dass mir Boris immer besser gefällt. Er strahlt doch eine Menge Selbstbewusstsein aus. Ich hoffe, das schlägt nicht in Arroganz um.
    Bevor ich weiter lese, werd ich mich selbst an eine Personenliste machen, in der ich eintragen kann, was Relevantes zu der Person zu sagen gibt. Die Liste von Wikipedia ist zwar hilfreich, reicht mir aber noch nicht aus.

    Liebe Grüße<br />Melli

  • Hallo!


    Weiß jemand, wie alt Pierre jetzt ungefähr ist? Ich finde nämlich, dass er sich ziemlich kindisch verhält. Vor allem, wenn er mit seinen "Freunden" zusammen ist. Als er die Wette bei einer der Parties toppen will, hätte ich mir fast die Hand vor den Kopf geschlagen. Wie kann man nur so leichtsinnig und dumm sein?


    Die ganze Gesellschaft kommt mir einfach nur abartig vor, wie sie alle um die Erbschaft buhlen, aber alle scheinheilig Mitgefühl vorheucheln. Die "Kinder" Natascha, Boris, usw. sind zwar irgendwie verwöhnt und verzogen, aber immerhin sind sie nicht falsch und noch zu Gefühlen fähig!


    Gruß, fairy

    [size=9px]&quot;I can believe anything, provided that it is quite incredible.&quot;<br />~&quot;The picture of Dorian Gray&quot;by Oscar Wilde~<br /><br />:leser: <br />Henry Fielding - Tom Jones<br /><br />Tad Williams - The Dragonbone Chair<br /><br />Mark Twai

  • Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass Pierre um die 19-20 ist. Hmm. Ist aber auch gut möglich, dass da irgendjemand anderer beschrieben wurde.


    Ja diese ganze Heuchelei um die Erbschaft ist schon abartig. Besonders taktlos is die Stelle find ich, wo schon die Sargmacher draußen im Hof nur auf den Tod des Grafen warten um dann möglichst viel Geld abzuscheffeln.


  • Weiß jemand, wie alt Pierre jetzt ungefähr ist? Ich finde nämlich, dass er sich ziemlich kindisch verhält. Vor allem, wenn er mit seinen "Freunden" zusammen ist.


    Nun ja, mit einem gewissen Alkoholspiegel im Blut... Jung, Mann, Alkohol + entsprechende "Freunde", da ist ein solches Verhalten doch nahezu vorprogrammiert :rollen: .


    Die "Kinder" Natascha, Boris, usw. sind zwar irgendwie verwöhnt und verzogen, aber immerhin sind sie nicht falsch und noch zu Gefühlen fähig!


    Noch zu Gefühlen fähig, muss es, fürchte ich, heißen, noch.



    Ja diese ganze Heuchelei um die Erbschaft ist schon abartig. Besonders taktlos is die Stelle find ich, wo schon die Sargmacher draußen im Hof nur auf den Tod des Grafen warten um dann möglichst viel Geld abzuscheffeln.


    Die Sargmacher machen im Kleinen, was die Angehörigen im Großen tun: auf einen möglichst großen "Gewinn" spekulieren. Da sind mir die Sargmacher im Vergleich doch sympathischer als Wassili und die Nichte.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Nachdem der private Trubel in meiner Familie sich endlich ein wenig gesetzt hat, konnte ich gestern abend mit dem Buch anfangen. Weit bin ich nicht gekommen, nach ein paar Seiten bin ich eingeschlafen. :breitgrins: Ich war einfach zu müde.


    Aber bisher gefällt mir der Stil und die Sprache sehr gut. Ein wenig Kenntnis der Geschichte zu der Zeit kann sicher nicht schaden und das Personenregister ist eine geniale Sache.


    Katrin
    *die heute fließig weiterliest, damit sie Anschluss findet*