Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle/Sophie im Schloss des Zauberers

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 26 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Skyline.

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    Inhalt:
    Die Hutmacherin Sophie hätte es wissen müssen: Als älteste von drei Schwestern hat man immer Pech, wenn man auszieht, um das Glück zu suchen. Das weiß in Ingari schließlich jedes Kind. Und so wird Sophie auch alsbald von einer eifersüchtigen Hexe in eine alte Frau verwandelt. Was tun? Sophie heuert als Hausdame bei dem gefürchteten Zauberer und Herzensbrecher Howl an. In seinem fliegenden Schloss hat sie alle Hände voll damit zu tun, 1. den Feuerdämon Calcifer bei Laune zu halten, 2. dem Lehrling Michael bei dessen kläglichen Zaubereiversuchen zu helfen und 3. Howl daran zu hindern, ihrer Schwester Lettie das Herz zu brechen. Dabei wollte sie doch eigentlich nur ihre eigene Gestalt zurückerlangen...


    Meine Meinung:
    Was für ein lustiges, kleines Buch. Von Diana Wynne Jones hatte ich bisher nur gehört, aber nichts gelesen. Und da mir "Howl's moving castle" durch den Trickfilm zu Ohren gekommen ist, musste ich dieses Buch natürlich haben.
    An dieser Geschichte ist fast alles anders, als ich es mir erwartet hätte. Sophie lebt in einer Welt, in der man als älteste Schwester gar nicht erst auszuziehen braucht, um sein Glück zu suchen, weil da sowieso nichts dabei rauskommen kann, und der böse Zauberer Howl ist in Wirklichkeit weniger böse als eitel und melodramatisch.
    Zuerst denkt man noch, es erwartet einen eine einfache Geschichte, in der die verzauberte Sophie ihre Gestalt wiedererlangen möchte und dafür das ein oder andere Abenteuer erlebt, aber schon bald wird man eines besseren belehrt. Oft musste ich lächeln über die witzigen Ideen und einige Wendungen waren so überraschend, dass mir beim Lesen der Mund offen stand (gut, dass ich das Buch zuhause gelesen habe :breitgrins:).
    Howl, so viele Fehler er auch hat, ist ein sehr liebenswerter Charakter, ebenso wie Sophie, die weniger Probleme damit zu haben scheint, in eine alte Frau verwandelt worden zu sein, als ich gedacht hätte. Und Calcifer, der Feuerdämon, hat mich alleine schon durch seinen tollen Namen überzeugt.
    Das Ende kam vielleicht etwas kurz, war aber trotzdem sehr schön - ich hab mich jedenfalls gut amüsiert. Von Diana Wynne Jones werde ich bestimmt noch mehr lesen, denn eine so unterhaltsame Fantasygeschichten, die sich gegen fast jedes Fantasy-Klischee stellt, habe ich schon lange nicht mehr genossen. Daumen hoch!


    5ratten


    @ Saltanah: Du bist ja, glaube ich, ziemilcher DWJ Spezialist. Welches Buch würdest du mir denn als nächstes empfehlen? Die Auswahl ist ja riesig. :heybaby:


    Liebe Grüße,
    Wendy

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Tja, Wendys Rezension habe ich nichts hinzuzufügen. Das Buch ist genauso gut, wie sie es beschrieben hat (und viel besser als der gleichnamige Zeichentrickfilm, der notgedrungen sehr viel vereinfachen oder ganz weglassen musste; schöne Bilder hat er aber.)


    Als nächstes würde ich A Castle in the Air (Ziemlich viele Prinzessinnen) empfehlen. Auch dieses Buch ist recht märchenhaft, hat aber einen Touch (und mehr) von 1001 Nacht - Sultane, fliegende Teppiche, Wüste und so weiter sorgen für eine arabische Atmosphäre.


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    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Danke für den Tipp - das Buch ist schon in den virtuellen Einkaufswagen geflogen. :zwinker:


    Ich habe übrigens gehört, dass der Film auf englisch sehr viel besser sein soll als auf Deutsch (?) - drum hab ich mir gedacht, ich sehe, ob ich die DVD auf englisch kriege. Bin nämlich trotzdem neugierig auf die Umsetzung, auch wenn ich die Witch of the Waste in der Vorschau ganz schaurig fand. :entsetzt:

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  • Also _eigentlich_ ist der Film ja auf japanisch. Ob es auch eine englisch synchronisierte Fassung gibt, weiß ich nicht. Ich habe ihn auf deutsch gesehen, und mich die ersten 20 Minuten die ganze Zeit gefragt, wieso der Zauberer nun ausgerechnet Ha-uru heißt, bis mir die Erleuchtung kam: "Howl" auf japanisch wird zu "Ha-uru" transkribiert und auch so ausgesprochen. Name und Aussprache sind dann auch in der deutschen Synchronisation erhalten geblieben.
    Die Witch of the Waste war im Film wirklich gar nicht mehr wiederzuerkennen. Sie hat dort völlig den Charakter gewechselt. Zur Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass mein 11-jähriger Neffe, mit dem zusammen ich den Film gesehen hatte, gerade von dieser Gestalt sehr begeistert war. Beim Abendessen erzählte er besonders viel von ihr. (Allerdings kennt er das Buch auch nicht.)

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Ja, sicher ist der Film auf japanisch - nur da verstehe ich nur Bahnhof. :breitgrins: Die Rezis im Internet sagen alle, dass auf englisch eben Howl nicht umgetauft wurde und dass die amerikanischen Schauspieler (Christian Bale für Howl und Billy Christal, hab ich gelesen) ihre Sache besser machen als die deutschen Synchronsprecher. Wie gesagt, ich hab ja noch gar keine Version gesehen - fände es super, wenn's mal eine DVD mit mehr als zwei Sprachspuren gäbe. :rollen:

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  • Ha, gefunden! :breitgrins:


    Ich habe den Film gesehen, den ich richtig klasse fand - mir geisterte aber noch dieses Buch durch den Kopf, weil ich irgendwann die Rezi gelesen hatte. Nun habe ich zwei Fragen dazu:


    1. Ist die Geschichte so ähnlich wie im Film, oder doch recht anders (ich hatte glaube ich bei amazon etwas in der Richtung gelesen)?
    2. Da ich mit Jugendbüchern oft ein Problem habe: Ist die Sprache eher jugendlich oder können das auch Erwachsene gut lesen?

  • 1. Wie ich weiter oben schon geschrieben hatte, ist die Hexe im Buch gaanz anders, und auch sonst ist einiges verändert/weggelassen. Aber immerhin sind die Grundzüge der Geschichte noch zu erkennen.
    2. Das Buch ist für Erwachsene sehr gut zu lesen, finde ich als großer DWJones-Fan natürlich. Allerdings lese ich relativ viel Jugendliteratur. Die Sprache ist jedenfalls nicht künstlich vereinfacht (was mir auch in Kinderbüchern ein Gräuel ist), sondern hat einen schönen Wortwitz.

    Wir sind irre, also lesen wir!

    Einmal editiert, zuletzt von Saltanah ()


  • Als nächstes würde ich A Castle in the Air (Ziemlich viele Prinzessinnen) empfehlen. Auch dieses Buch ist recht märchenhaft, hat aber einen Touch (und mehr) von 1001 Nacht - Sultane, fliegende Teppiche, Wüste und so weiter sorgen für eine arabische Atmosphäre.


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    Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun? Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?

    ♪♫♪<br /><br />Luci ♥<br /><br />&lt;a href=&quot;http://www.BuchSaiten.de&quot;&gt;Mein Bücherblog: BuchSaiten.de&lt;/a&gt;<br /><br />SLW 2010 - 4/10 noch 6 Bücher<br /><br />Das gute Gefühl, ein schönes Buch beendet zu haben ist irgendwie nicht vergleichbar ♥


  • Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun? Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?


    Zu Frage 1: Keine Ahnung. Leider.


    Zu Frage 2: Ich habe nur Teil 1 gelesen und war in allem sehr befriedigt. :breitgrins: Ich glaube auch gehört zu haben, dass die beiden Teile nur sehr, sehr wenig miteinander zu tun haben (ein Charakter, der nebensächlich mal wieder auftritt oder Ähnliches). Hoffe, das hilft ein bisschen oder es meldet sich noch jemand, der beide gelesen hat.

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog


  • Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun?


    (So gut wie) nichts. Ich würde das Buch auch nicht als zweiten Teil bezeichnen. Es ist völlig freistehend auch wenn es einige Berührungspunkte mit dem anderen Buch gibt.


    Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?


    Das hat Wendy ja schon beantwortet. Man kann man auch gut die "Prinzessinnen" lesen, ohne "Sophie" zu kennen.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Danke für die Antworten, Saltanah. "Howl's moving Castle" habe ich jetzt erstmal bestellt, ich bin gespannt :smile:

    Books are the ultimate Dumpees: put them down and they’ll wait for you forever; pay attention to them and they always love you back.<br />John Green - An Abundance of Katherines<br /><br />:lesewetter: Caprice

  • Danke ihr beiden!


    Dann kann ich Sophie ja beruhigt lesen, denn ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust schon wieder eine Reihe zu lesen :zwinker:

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  • Meine Meinung:


    “Sie wollte etwas erleben, sie wusste nicht so recht was – aber etwas Interessanteres als immer nur Hüte zu verzieren.” (Seite 23)


    Sophie Hatter übernahm als Älteste von drei Schwestern gemeinsam mit ihrer Stiefmutter den Hutladen ihres Vaters. Da sie wunderbare Hüte dekoriert versinkt sie in Arbeit und legt sich schon als junges Mädchen einige Eigenheiten zu. Sie spricht mit den Hüten, die sie verziert und herrichtet, traut sich nicht mehr recht vor die Tür und meidet andere Menschen. Da das Geschäft sehr gut läuft, ist Sophie sowieso rund um die Uhr mit Hüten beschäftigt – ohne zu ahnen, dass sie damit den Zorn der Hexe der Wüste auf sich ziehen würde. Eben diese steht nämlich plötzlich in der Tür und verwandelt Sophie in eine alte Frau. Fest davon überzeugt in diesem Körper ihrer Familie nicht unter die Augen treten zu können geht Sophie los und gerät in das fliegende Schloss des Zauberers Howl. In der Hoffnung dort würde sie früher oder später jemand von ihrem Fluch befreien, heuert sie dort als Haushälterin an und lebt von Stund an in einer magischen Welt.
    Die Grundidee des fantastischen Romans von Diana Wynne Jones ist einfach grandios: Was passiert wenn man als junger Mensch plötzlich im Körper einer alten Frau steckt?! Sophie durchlebt Höhen und Tiefen in ihrer neuen Gestalt und hat in Zauberer Howl und seinen Mitbewohnern quasi eine neue -verrückte- Familie gefunden. Feuerdämon Calcifer und Zauberer-Azubi Michael haben so ihre liebe Not mit der ewig putzenden, neugierigen Haushälterin, doch je länger alle zusammen sind, umso mehr erfahren sie übereinander und lernen sich zu schätzen und einzuschätzen.
    Insgesamt eine zauberhafte Geschichte rund um Zauber, Hexen, Magie und den Glauben an sich selbst, die überzeugt. Allerdings habe ich bei der durchaus nachdenklichen Sophie ein wenig vermisst, dass sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt zurück erlangen will. Ein junges Mädchen hätte da meiner Meinung nach etwas mehr Enthusiasmus zeigen können.


    Lieblingszitat:


    “Hast du je von einem Land namens Wales gehört?”
    “Nein. Liegt das unter dem Meer?”
    “Im Moment nicht.” (Seite 222)


    4ratten

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  • Diana Wynne Jones – Howl’s Moving Castle


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    Inhalt:


    Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Sophie Hatter als älteste von drei Geschwistern nicht viel anderes übrig, als den Hutladen ihres Vaters zu übernehmen. Ist sie doch überzeugt davon, dass man als älteste Schwester verdammt dazu ist, immer von Pech verfolgt zu sein und alles falsch zu machen. So wird sie zur Einzelgängerin, die nicht gerne aus dem Haus geht und sich einige Eigenheiten angewöhnt – so spricht sie zum Beispiel mit den von ihr gefertigten Hüten.
    Eines Tages jedoch kommt die „Witch of the Waste“ in den Laden und verwandelt sie kurzerhand in eine alte Frau. Verzweifelt flüchtet sie von zu Hause und landet schließlich im wandelnden Schloss des „bösen“ Zauberers Howl, von dem behauptet wird, dass er die Herzen junger Mädchen stiehlt…


    Meinung zum Buch:


    Ganz zufällig ist dieses bezaubernde Buch (durch diesen Thread hier) auf meiner Wunschliste und schließlich auf meinen SUB gelandet, ohne dass ich vorher jemals etwas von der Autorin gehört oder gelesen hätte. Im Rahmen des SLW 2010 habe ich das Buch jetzt verschlungen.
    Es handelt sich um eine sehr kurzweilige, fantasievolle Geschichte, die mit ihren witzigen Einfällen und ihren wunderbaren Charakteren glänzt.


    Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser Sophie kennen, eine etwas einzelgängerische, verschrobene junge Frau, die davon überzeugt ist, dass es für die älteste von drei Geschwistern keinen Sinn hat, in die Welt hinauszuziehen und ihr Glück zu suchen. Deshalb fügt sie sich in ihr Schicksal und verbringt ihre Tage damit, Hüte zu verzieren und beginnt vor Einsamkeit, mit diesen zu sprechen. Schon von Beginn an hegte ich große Sympathien für Sophie, fühlte mich ihr gewissermaßen auch verbunden.


    Schon die Grundidee des Buches ist wunderbar außergewöhnlich: Howl, sein Zauberlehrling Michael und der geheimnisvolle Feuerdämon Calcifer leben in einem sich bewegenden Schloss, dass allerdings 4 Ausgänge besitzt – an 4 verschiedenen Orten. Einer der Ausgänge öffnet sich zu Howls Geburtsort in Wales, einer führt nach Porthaven, wo Howl seine Zauberer-Ausbildung genossen hat, einer befindet sich in der Residenz des Königs und der vierte schließlich ist der Ausgang des wandelnden Schlosses, das sich in der Nähe von Sophies Heimatstadt Market Chipping befindet.


    Sophie ergibt sich überraschend schnell in ihr Schicksal – ist sie doch der Ansicht, dass sie von ihrem Lebensstil her ohnehin schon eher einer alten Dame gleicht. Doch ist sie als ältere Dame energisch genug, um in das wandelnde Schloss Einlass zu begehren und dort als unermüdliche Haushaltshilfe anzuheuern. Es hat mir großen Spaß gemacht, zu verfolgen, wie Sophie zunächst alle im Schloss mit ihrer Neugier und ihrem Putzwahn in den Wahnsinn treibt und wie sie die ältere Frau schließlich doch allmählich lieb gewinnen. Vom Feuerdämon Calcifer bekommt Sophie die Aufgabe gestellt, herauszufinden, was die Bedingungen des Vertrages sind, den er mit Howl abgeschlossen hat. Nur auf diese Weise kann der Vertrag, der für die beiden Beteiligten nicht gut ist, gelöst werden. Calcifer darf Sophie aber lediglich versteckte Hinweise auf den Inhalt des Vertrages geben. Bis zum Schluss rätselte ich, was es mit diesem Vertrag wohl auf sich hat.


    Wie auch Sophie gelang es mir schnell, mein Herz für die Schlossbewohner zu erweichen. Insbesondere Howl gefiel mir sehr gut, der in der Tat die Herzen junger Mädchen stiehlt – nur auf andere Weise, als Sophie zunächst vermutet. Auch für den Zauberlehrling Michael, mit dem Sophie sich schnell anfreundet und den Feuerdämon Calcifer konnte ich mich schnell erwärmen, da sie sehr gelungen und lebendig ausgearbeitet sind und so vor meinem geistigen Auge zum Leben erwachen.


    Das Buch ist eine gelungene Mischung aus herzerfrischendem Humor, einem Feuerwerk phantastischer Ideen und auch einigen nachdenklichen Passagen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen mochte. Das Ende kam mir zwar fast etwas zu plötzlich und schnell um die Ecke, hat mich aber trotzdem mit einem zufriedenen Gefühl zurückgelassen.
    Fest steht, dass „Howl’s Moving Castle“ auf keinen Fall mein letztes Buch von Diana Wynne Jones gewesen ist.


    Alles in allem ein wunderbar fantasievolles Leseerlebnis, das mich immer wieder zum Schmunzeln brachte und das ich jedem Liebhaber phantastischer Geschichten mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.


    5ratten

    :lesen: Joe Navarro - Menschen lesen

  • Ich habe gerade gelesen, dass Diana Wynne Jones an Krebs erkrankt ist und wohl nur noch wenige Monate zu leben hat. (Quelle: http://www.tor.com/index.php?o…ontent&view=blog&id=59445)
    Das macht mich gerade sehr traurig, weil sie für mich als Kind eine meiner liebsten Autorinnen war. Vielleicht mag ja einer von euch dem Aufruf in dem Artikel folgen und ihr noch eine E-mail zukommen lassen.

  • Ich möchte mich hier nur den begeisterten Kommentaren anschließen :winken: .. auch ich mochte dieses Buch sehr ! :smile:
    Es ist humorvoll, nachdenklich, manchmal geradezu skuril und voller wirklich märchenhafter Ideen, gleichzeitig mit Schwung und in schöner Sprache erzählt. Runderherum empfehlenswert, auch für Erwachsene :klatschen:
    Werde mir bei nächster Gelegenheit auch mal den Film dazu ansehen ....



    Pandora
    Oje... ja.. das macht wirklich traurig.... :sauer:

  • Ach, das ist wirklich sehr traurig. Ich habe Jones' Werk ja leider erst als Erwachsene kennen gelernt, aber trotzdem gehört sie zu meinen Lieblingsschriftstellern, deren Bücher ich immer wieder lese. Wenn ich auch finde, dass die letzten Bücher nicht mehr so gut sind wie die älteren, so habe ich doch nach dem Lesen des neuesten sofort wieder auf das nächste gewartet.

    Wir sind irre, also lesen wir!

  • .. ich hab mir inzwischen den Film "Das wandelnde Schloss" angesehen und obwohl mit der Handlung ja schon sehr frei umgegangen wird, hat mir der Film auf seine eigene Art wirklich gut gefallen. Viel von der Grundstimmung des Buches kommt durchaus rüber und es wurde gleichzeitig etwas sehr eigenes erschaffen.....


    Saltanah
    "Sophie im Schloß des Zauberers" war mein erstes Buch von der Autorin, welches würdest Du mir den danach von ihr empfehlen ?

  • @Yvaine:
    Diese Frage hatte ich auf der ersten Seite dieses Threads schon mal beantwortet:



    Als nächstes würde ich A Castle in the Air (Ziemlich viele Prinzessinnen) empfehlen. Auch dieses Buch ist recht märchenhaft, hat aber einen Touch (und mehr) von 1001 Nacht - Sultane, fliegende Teppiche, Wüste und so weiter sorgen für eine arabische Atmosphäre.


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    Wir sind irre, also lesen wir!

  • Das Buch war lange auf meine Wunschliste und im Zuge der letzten Buchbestellung hat es endlich einen Platz in meinem Regal zugewiesen bekommen. Ich lese die englische Ausgabe [size=6pt](ganz entsprechend meinem alljährlichen Vorhaben, viel mehr fremdsprachige Literatur zu konsumieren *g*)[/size].


    Ich habe am Samstag angefangen, hatte jedoch erst gestern und heute richtig Zeit zum lesen (ich lese vorwiegend in der Bahn und die Uni hat erst gestern wieder angefangen :) ). Ich muss dazu sagen, dass ich bei englischen Büchern je nach Schwierigkeitsgrad nur relativ langsam voran komme, deshalb bin ich fast schon stolz, dass ich jetzt bereits auf Seite 94 bin und damit Kapitel 6 beendet habe. Das bedeutet, dass das Buch leicht zu lesen ist :).


    Bis jetzt kannte ich nur den Film, deshalb vergleiche ich immer ein wenig. Im Buch erfährt man deutlich mehr über die Vorgeschichte und über Sophies Situation. Endlich habe ich auch verstanden, warum sich Sophie im Film so freut ihre Schwester wiederzusehen. Die ganze Geschichte mit den Geschwistern ist ziemlich spannend! Wie das wohl aufgelöst wird? Die Motivation der Hexe, Sophie zu verfluchen, unterscheidet sich im Buch und im Film, auch hier bin ich gespannt, wie es am Ende ausgehen wird, wenn das im Film vorgegebene

    Motiv der Hexe fehlt.


    Sophie lebt nun bereits einige Zeit im Wandelnden Schloss und muss sich mit den Gegebenheiten auseinander setzen, was nicht selten zu Spannungen führt *g*. Howls Benehmen ist teilweise einfach zu ulkig! Gerade hatte der Gute eine ziemlich GRÜNE Phase. Die "Kennenlernphase" der vier Schlossbewohner wurde wunderbar beschrieben, ich freue mich auf den weiteren Verlauf der Geschichte!