Markus Heitz - Sanctum

Literaturschock positioniert sich. Keine Toleranz für Nazis und Faschisten, denn wer neben diesen Arschlöchern marschiert, ist entweder selbst ein Nazi / Faschist oder eine nützliche Marionette derselben. Andere Kategorien gibt es nicht.

Es gibt 19 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von HoldenCaulfield.

  • [move]Markus Heitz - Sanctum[/move]


    Klappentext:
    "Gott braucht einen Dämon, um den Teufel aufzuspüren." Rom, Ewige Stadt, Hort uralter Geheimnisse. Hierhin führen im Jahre 2004 die Spuren einer Verschwörung, in deren Mittelpunkt Eric von Kastell steht, der Werwolfjäger. Immer wieder trifft er auf das Vermächtnis einer Frau, die im 18. Jahrhundert um ihr Leben kämpfte: Gregoria, die Äbtissin eines entweihten Klosters. Eric und Gregoria sind untrennbar verbunden durch die heiligste Substanz, die sich auf Erden findet: Das Sanctum kann Wunder wirken - oder den Tod bringen ...


    Was in RITUS begann, wird in SANCTUM enden - die Fortsetzung des Bestsellers!


    meine Meinung zum Buch:
    Sanctum ist die Fortseztzung von Ritus und schließt nahtlos an dem Roman an. Es gibt keine lange Vorgeschichte oder Einleitung, sondern man ist direkt wieder in dem Geschehen drin.
    Auch die zwei Handlungsstränge, einer um Jean und Gregoria, der andere um Erik von Kastell, werden hier weitergeführt. Die Personen ändern sich im Laufe der Geschichte. Erik ist längst nicht mehr so erhaben, wie wir ihn kennen, sondern er hat auch seine Schwächen und macht Fehler. Dies lässt ihn realistischer erscheinen und bringt dem Leser nahe, dass auch in Sanctum niemand perfekt ist. Auch bei Jean ändert sich einiges, ist doch der Haupthandlungsort Rom und nicht mehr das altbekannte Frankreich aus Ritus. Und wie jeder sich denken kann - Rom - heilige Kirche - so geht es auch in Sanctum wieder vermehrt um die Kirche, den Glauben und ihre Bräuche. Doch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen! Markus Heitz hat eine sehr interessant Geschichte rund um diesen Handlungsort gesponnen, der garantiert keine Spannung fehlen lässt.


    Ein kleines Manko gibt es jedoch. Am Ende werden nicht alle Fragen beantwortet und es ist dem Leser überlassen sich selbst die Antworten darauf zu geben.
    Trotzdem gibt es von mir 5ratten


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  • Hallo alle zusamen


    Ich kann mich der Meinung zu diesem Buch nur anschliessen. Ich war nur froh, das ich mir beide Bücher zusammen geholt
    habe. So konnte ich beide Bücher innerhalb 6 Tagen lesen.
    Jedoch ist die Idee Werwolf jagt Werwolf nicht ganz neu. Mann denke an den Vampirfilm "Blade".
    Allerdings nicht zu vergleichen mit der wesentlich literaischen besseren Version von Marcus Heitz.
    Ich werde mir ganz bestimmt als nächstes die Zwergen-Trilogie holen. :klatschen:

  • Jedoch ist die Idee Werwolf jagt Werwolf nicht ganz neu. Mann denke an den Vampirfilm "Blade".


    Am besten wird diese Idee von George R.R. Martin in seiner Novelle "Maskerade"(enthalten in "Nachtvisionen" von Stephen King/Dan Simmons/George R. R. Martin) umgesetzt :daumen:.

  • Hallo,


    ich habs jetzt auch endlich gelesen!


    Meine Meinung:


    Ende des 18. Jhd: Die Jagd nach der Bestie führt Jean Chastel und Äbtissin Gregoria nach Rom, wo sie schnell in ein Netz von Intrigen und Ränkespielen geraten, das zwischen den Jesuiten und dem Rest der katholischen Welt entbrannt ist. In den finsteren Gassten Roms treiben sich Wandelwesen und deren Anhänger herum und entfachen das, was man heutzutag wohl einen Bandenkrieg nennen würde. Fast alle streben sie nach der Macht, die ihnen das Sanctum bieten soll und Gregoria und Jean sind nur kleine Rädchen in einem mächtigen Getriebe.


    Im Jahre 2004 kämpft sich Eric von Kastell weiterhin alleine gegen die immer noch bestehende Welt der Bestien, Wandel- und Werwesen mit dem Ziel, den Welpen der in "Ritus" erlegten Bestie zu finden und zu töten. Dabei kann er seine dunkle Seite nur noch schwer unter Kontrolle halten - bis das Böse die Übermacht gewinnt.


    "Sanctum" führt die Geschichte, die in "Ritus" begonnen wurde, nahtlos weiter und der Kreis schließt sich. Wir erhalten fast alle Antworten auf die Fragen, die immer wieder aufgeworfen wurden: Was verbirgt sich hinter den "Schwestern vom Blute Christi"? Wie verbindet sich die Geschichte Jeans & Gregorias mit der Erics? Der Schwerpunkt liegt dieses Mal in der Vergangenheit. Eric erhält seine spektakulären Auftritte zwar erneut, diese erhalten jedoch weniger Raum. Markus Heitz bleibt seinem kantig-männlichem Sprachstil ohne jegliche Schnörkel treu und bietet dem Leser Wortwitz, etwas Erotik viel Blut und noch mehr Spannung auf den insgesamt 500 Seiten.


    Erneut konnte mich der Knaur Verlag mit der Gestaltung des Buches begeistern und so bleibt auch "Sanctum" der Linie treu mit dem faszinierenden Cover (mit abgehobenem Schriftzug) und den ansprechend illustrierten Kapitelanfängen.


    Zwischendurch musste ich immer wieder mit ein paar Längen kämpfen und auch die Superlative von Erics Stärke und Beinahe-Unverwundbarkeit kann schon mal etwas nerven. Dennoch ist "Sanctum" eine gelungene Fortsetzung des Zweiteilers, der erneut etwas Historie mit vielen phantastischen Elementen verbindet. Sehr schön, dass dem Leser hier wirklich ein richtiges Ende vorgelegt wird und nicht etwa der eine oder offene Handlungsstrang eine erneute Fortsetzung verspricht. Wer sich also rasante Unterhaltung mit blutrünstigen Werwölfen und coolen Superhelden gönnen will, ist hier genau richtig.


    4ratten

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Ich fand Sanctum zwar schon noch recht spannend, aber leider nicht mehr so gut wie Ritus.


    Auch für mich gab es zuviele Längen und was mich zudem genervt hat, waren die ständigen französischen Aussagen von Justine. Da sie wohl auch gut deutsch gesprochen hat, war es zum einen völlig überflüssig und zum anderen wohl ärgerlich für jeden der kein Französich kann. Wenn auch die Sätze nicht unbedingt für die Handlung von Bedeutung waren. So etwas empfinde ich doch als sehr störend.

  • Hallo Eisi,


    auch ich fand "Ritus" besser, wobei ich "Sanctum" nun nicht unbedingt schlecht fand. Allerdings hätte ich da schon ein paar Szenen gekürzt (vor allem die ewig gleichen Kampfszenen waren etwas störend).


    Justine hat mich nicht sehr genervt, aber solche französischen Passagen gab es doch gar nicht so viel, oder? Hm, zumindest ist mir das jetzt nicht sehr aufgefallen (und ich kann auch nur ein paar Brocken französisch).


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


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  • Ich lese ja gerade Sanctum und finde es unglaublich spannend! Ich bin aber auch erst im Kapitel III, von sich wiederholenden Kampfszenen habe ich also noch nichts bemerkt. Ich hoffe ja noch, dass Eric in diesem zweiten Teil etwas häufiger dabei ist, als in Ritus!

  • Ingroscha: Ich bin gespannt, was Du noch so zum Buch meinst :winken:

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


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  • Gerade ist mir etwas wieder eingefallen, an das ich lange nicht gedacht habe. Anlass war Markus' Beschreibung des Friedhofs in Rom (S. 60 f.). Diese Beschreibung hat mir außerordentlich gut gefallen, den Friedhof und die Atmosphäre dort konnte ich mir sehr gut vorstellen. Als Kind bin ich häufig auf den örtlichen Friedhof gegangen, da es dort so schön ruhig war und ich die Umgebung einfach mochte. Wie ich darauf allerdings gekommen bin, weiß ich auch nicht so genau - ich bin niemand, der sich nachts auf Friedhöfen herumtreibt o. ä. aber die Atmosphäre, die Ruhe mochte ich schon immer sehr. Der Friedhof zu dem ich immer ging, war allerdings auch wunderschön gelegen und mit vielen alten Bäumen bewachsen...


    Danke an Markus, dass er durch seine wunderschöne Beschreibung diese Erinnerung hat aufleben lassen :smile:


  • Justine hat mich nicht sehr genervt, aber solche französischen Passagen gab es doch gar nicht so viel, oder? Hm, zumindest ist mir das jetzt nicht sehr aufgefallen (und ich kann auch nur ein paar Brocken französisch).


    Es war tatsächlich nicht sehr oft der Fall, aber doch eigentlich immer, wenn Justine am Gespräch beteiligt war. Ich empfinde so etwas immer als störend, einfach weil ich es nicht verstehe. Mir ist nicht ganz klar, weshalb in einem deutschen Buch überhaupt französische Passagen vorkommen (vor allem da Justine sehr gut deutsch konnte).

  • Es war tatsächlich nicht sehr oft der Fall, aber doch eigentlich immer, wenn Justine am Gespräch beteiligt war. Ich empfinde so etwas immer als störend, einfach weil ich es nicht verstehe. Mir ist nicht ganz klar, weshalb in einem deutschen Buch überhaupt französische Passagen vorkommen (vor allem da Justine sehr gut deutsch konnte).


    Mir ist das bisher gar nicht bewusst aufgefallen :redface:


  • Es war tatsächlich nicht sehr oft der Fall, aber doch eigentlich immer, wenn Justine am Gespräch beteiligt war. Ich empfinde so etwas immer als störend, einfach weil ich es nicht verstehe. Mir ist nicht ganz klar, weshalb in einem deutschen Buch überhaupt französische Passagen vorkommen (vor allem da Justine sehr gut deutsch konnte).


    Hm, ich kann auch sehr gut deutsch, aber ich verwende auch das eine oder andere Mal Anglizismen. Ich bin keine Französin und sage häufiger "Merde"... das würde ich jetzt wirklich nicht eng sehen. Für mich ist das sogar logischer, als wenn Justine keine französischen Ausdrücke verwendet hätte.

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • Heute morgen habe ich die letzten Seiten von Sanctum gelesen und kann mich der Meinung von Horusina nicht anschließen, dass viele Fragen offen bleiben. Ich fand den Schluss sehr rund und gelungen. Mehr hätte ich gar nicht gebraucht. Ab Mitte des Buches ging mir die Rumballerei in Erics Kapiteln allerdings auf die Nerven. Ich weiß schon gar nicht mehr, wer da eigentlich gegen wen gekämpft hat... Auch konnte ich die verschiedenen Orden und Organisationen nicht so recht auseinanderhalten. Das hat sicher aber auch mit den Pausen zu tun, die ich beim Lesen dieses Buches eingelegt habe. Neben Ritus und Sanctum habe ich in der Zeit drei andere Bücher gelesen, das hat sicher zur Verwirrung beigetragen.


    Eine Rezension schreibe ich die Tage noch.

  • Meine Rezension:


    "Sanctum" schließt nahtlos an "Ritus" an und führt die Geschichte der Chastels/Kastells weiter. In diesem zweiten Teil erfahren wir mehr über die Wandelwesen und Gregoria macht einige Entdeckungen. Ich hatte gehofft, in diesem zweiten Buch mehr über Eric Kastell lesen zu dürfen, der meines Erachtens nach wesentlich mehr zu bieten hat, als triebgesteuertes Verhalten, rasantes Autofahren und das Ausfechten blutiger Kämpfe. Zwar kam Eric diesmal nicht zu kurz, jedoch wurde für meinen Geschmack ab der Mitte in Erics Kapiteln zu viel geschossen und gekämpft. Vor lauter Schusswechseln konnte ich teils die einzelnen Parteien nicht mehr auseinander halten. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass ich diese Teile nach einiger Zeit nicht mehr sehr konzentriert und ausführlich gelesen habe.


    Ein weiteres Problem hatte ich mit den verschiedenen Orden und Organisationen, ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, wer wem angehörte und wer welches Ziel verfolgte. Unabhängig davon ist "Sanctum" wie auch zuvor "Ritus" eine sehr spannende Lektüre. Sehr gut gefallen hat mir die Verarbeitung von realen Begebenheiten im 18. Jahrhundert. Angelehnt an die Legende des Loup Garou hat Markus Heitz reale Begebenheiten in den Roman einfließen lassen. Diese Vermischung von historischen Ereignissen mit der imaginären Geschichte, hat mir sehr gut gefallen. Das Ende lässt den Leser zwar mit einigen offenen Fragen zurück, wirkte auf mich aber sehr rund und gelungen.


    Dieses Mal kann man auch den Titel des Romans mit dem Inhalt verbinden. Die Aufmachung ist wie die von "Ritus" wieder sehr ansprechend.


    Im Epilog verspricht Markus Heitz weitere Ausflüge in das Genre 'Dunkle Spannung' und ich erwarte die Umsetzungen mit Spannung!


    4ratten

  • Huhu Ingroscha,


    wie cool. Unsere Meinungen decken sich ja so ziemlich :winken:


    Liebe Grüße
    nimue

    "Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt", schrieb Laschet, "wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will."


    Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU


    "Sorry, ich sags wie es ist. wer cdu wählt, handelt gesellschaftlich verantwortungslos. cdu-wähler*innen stehen für mich auf einer stufe mit masken- und impfverweigerern. und nein: unwissenheit lass ich nicht gelten. sich zu informieren gehört zur gesellschaftlichen verantwortung. Michael Seemann

  • meine Rezension:


    Was in RITUS begann, wird in SANCTUM enden - die Fortsetzung des Bestsellers!


    Die Handlung von Ritus wird in Sanctum wirklich nahtlos weitergeführt. Man erfährt wie es in den beiden Handlunssträngen sowohl mit Eric Kastell als auch mit Jean Chastel weitergeht. Leider hatte dieser Teil für mich lange nicht soviel Spannung und Überraschungen parat wie "Ritus". Die Kampfhandlungen überwiegen und können einem nach einer Weile gehörig auf die Nerven gehen.
    Zu mindestens werden alle offenen Fragen beantwortet und der Plot logisch aufgeklärt. Mich hat dieser 2. Teil leider enttäuscht, nach diesem grandiosen Auftakt in "Ritus" hat mich "Sanctum" sehr oft gelangweilt. Dementsprechend habe ich auch für "Sanctum" das 3fache an Tagen gebraucht um es endlich zu beenden, durch "Ritus" bin ich dagegen förmlich geflogen.


    Die Aufmachung des Buches ist wie auch bei "Ritus" sehr gut gelungen und schön anzusehen.


    Daher gibt es von mir leider nur:


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Lieber barfuß als ohne Buch. <br />(Isländisches Sprichwort)<br /><br /><br />:leser:

  • Dadurch dass die Lektüre des ersten Buches (also Ritus) zum Glück noch nicht so lange zurück liegt, war der Einstieg für mich nicht besonders schwierig. Ich hätte mir trotzdem eine kleine Zusammenfassung zu Beginn gewünscht, so dass ein Einstieg auch möglich wäre, wenn man Ritus vor längerer Zeit gelesen hat.
    Leider hat mir Sanctum nicht mehr ganz so gut gefallen wie Ritus. Vielleicht waren diesmal die Erwartungen auch einfach viel zu hoch.
    Der Verlauf der Geschichte im Gegensatz zu Ritus war komplizierter und es sind immer mehr Personen und Gruppen aufgetreten, die sich mit dem Thema Werwesen befassen, aber es fehlen Informationen über diese, da man nur erfährt, was auch Eric weiß. Mir hat der Einblick in die verschiedenen Gruppierungen gefehlt. Es folgte meist einfach nur eine Actionszene nach der anderen besonders beim Handlungsstrang um Eric.
    Bei Sanctum hat mir die Handlung um den Schwesternorden wesentlich besser gefallen, da dieser nicht nur wie ein Actionfilm wirkte. Mit den Figuren aus der Vergangenheit konnte man mitfiebern und man hat auch Angst um sie, da diese auch sterben konnten. Bei Eric hatte ich an keiner Stelle das Gefühl, dass es gleich mit ihm vorbei wäre egal wie auswegslos die Situation erschien und dadurch wurde die Spannung ein wenig genommen.
    Trotzdem hatte ich wieder sehr viel Lesespaß!!!


    4ratten

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    Markus Heitz - Sanctum


    In der Fortsetzung der Erzählung um die Bestie vom Gévaudan treffen wir die Protagonisten dort wieder, wo wir sie am Ende von Ritus verlassen haben: Jean Chastel hat eine der Bestien im Gévaudan töten können, doch wurde er in Dinge hineingezogen, die größer sind, als alles, was er sich vorstellen konnte. Eine zweite Bestie wurde von Jesuiten entführt, die die Furcht, die sie verbreitet, nutzen wollen, um die Gotteshäuser zu füllen und der Kirche zu mehr Macht zu verhelfen, während sich die dritte Bestie nach Rom aufgemacht hat, um dort eine alte Rechnung zu begleichen. Jean und die Äbtissin Gregoria begeben sich auf getrennten Wegen ebenfalls in die Ewige Stadt, wo sie in die kirchlichen Intrigen im Vatikan hineingezogen werden.


    Währenddessen begibt sich Eric von Kastell in der Gegenwart gleichfalls auf den Weg nach Rom, um dort die Schwesternschaft vom Blute Christi zu treffen, in deren Gewalt sich die von der Bestie infizierte Lena befindet, in die sich Eric verliebt hat. Ähnlich wie der erste Jäger Jean muss sich auch Eric mit diversen Intrigen herumschlagen, von denen er immer weiter in die Enge getrieben wird. Sein einst so komfortables Leben mit Verstecken überall auf der Welt zerbricht immer weiter und er weiß nicht mehr, wem er noch trauen kann. Zu allem Unglück hat eine der Parteien das einzige überlebende Junge der getöteten Bestie in ihrer Gewalt, welches Eric aufspüren und töten muss, um einer Jahrhunderte währenden Hetzjagd endlich ein Ende zu bereiten.


    Während in Ritus die wahren Geschehnisse um die Bestie vom Gévaudan als Grundlage für den Erzählstrang um den Wildhüter Jean Chastel dienten, hat der Autor nun eine völlig eigene Fortsetzung geschrieben, die nicht mehr viel mit dem Beginn allen Unglücks im Jahr 1764 zu tun hat. Die Verlagerung nach Rom und die zunehmende Wichtigkeit der gesponnenen Intrigen haben viel der Geschwindigkeit aus dem Roman genommen. Obwohl die Sprache dank der kurzen Sätze gewohnt flüssig ist und auch einige Kämpfe mit Wandelwesen in Rom vorkommen, liegt das Hauptaugenmerk auf der Gründung des Ordens der Schwesternschaft vom Blute Christi, die als Gegenpol zu den Jesuiten im Vatikan gedacht ist.


    In der Gegenwart darf sich Eric mit der immer noch bestehenden Schwesternschaft beschäftigen, die ein mögliches Heilmittel für infizierte Wandelwesen bereithält, welches sie Lena und später auch ihm verabreichen möchten. Eric, der zunehmend den Boden unter den Füßen verliert und nur noch reagieren kann, anstatt selbst Pläne zu schmieden und Fallen zu stellen, hadert aufgrund dieser für ihn ungeahnten Möglichkeit zunehmend mit seinem Schicksal, was ich ihm allerdings nicht ganz abnehmen konnte.


    Auch andere Ungereimtheiten haben mich in zunehmenden Maße gestört, beispielsweise zu dem Punkt, welche Gestalt die Kinder von Werwesen annehmen – Wolf oder Mensch? Bei der Auflösung der Verbindung zwischen den Chastels aus dem Frankreich des 18. Jahrhunderts und den von Kastells der Gegenwart, die ich aufgrund der Ähnlichkeit der Namen schon lange vermutet habe, ebenso wie bei der Erklärung für Erics übermenschlichen Kräfte bzw. deren Ursache hat es sich der Autor für meinen Geschmack zu einfach gemacht. Ebenso unglaubwürdig ist es, dass Eric trotz der Jahrhunderte, die seine Familie schon Werwesen jagt, immer noch von Wer-Eisbären und anderen Wesen sowie deren Lebensgewohnheiten überrascht werden kann. Da stellt sich mir unweigerlich die Frage, wie die von Kastells überhaupt so lange überleben konnten, wenn sie angesichts ihrer mehr als zahlreichen Feinde doch so unwissend waren.


    Im Vergleich zum Vorgänger „Ritus“ hat mich „Sanctum“ nicht annähernd so sehr überzeugen oder fesseln können.
    2ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Meine Meinung könnte man wohlwollend als äh nicht so begeistert bezeichnen:


    Es stellt sich die Frage, weshalb ich mir das überhaupt noch angetan habe? Vermutlich nur weil ich sonst die fiese und gemeine Nimue Liste nicht voll bekommen hätte…
    Nachdem ich Ritus ja schon nicht so berauschend fand, ging es mir mit Sanctum fast noch schlimmer. Irgendwie, schafft es Heitz, immer abstruser zu werden. Ich glaub wirklich die Bücher dieses Mannes sind einfach so gar nichts für mich, so wie einmal mehr der Beweis warum ich mir mit Fantasy im Allgemeinen eher ein wenig schwer tue.


    Sanctum spinnt die Geschichte von Ritus also weiter und artet in eine nervige Rettungaktion auf beiden Zeitebenen auf. Das Ganze schaukelt sich immer mehr hoch und irgendwie sind diese zu gewollten Seitenhiebe auf die katholische Kirche (für die ich sonst durchaus empfänglich bin) auch nur noch nervig, weil sie so offensichtlich sind. Ich konnte mich jedenfalls für die Geschichte immer weniger erwärmen zu Mal jede auch nur im Entferntesten interessante Figur irgendwann stirbt. So wird man natürlich lästige Figuren los die einem das Happy End verderben könnten. Dabei wäre es ja gerade viel spannender, wenn es genau an dieser Stelle in der Handlung mehr Ecken und Kanten gäbe … so weiß man eigentlich schon von Beginn an, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Zum Gähnen langweilig also … Nachdem ich also in einem Anflug von Masochismus (was Anderes kann es wirklich nicht gewesen sein) das Buch von vorne bis hinten gelesen habe weiß ich zumindest eines: Markus Heitz – nein danke!


    1ratten